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Frikadelli mit Top-10-Platzierung beim Rennen des Jahres

01. Juli 2011 - 16:22 Uhr

Der Porsche 911 GT3 R des Privatteams läuft auf Rang neun vor mehreren Werksteams ein - Nächtlicher Ausfall für den Porsche 911 GT3 Cup

Frikadelli Porsche 911 GT3 R
Abbelen/Schmitz/Kentenich/Bergmeister fuhren den 911 GT3 R auf Platz neun
© Frikadelli Racing

(Motorsport-Total.com) - Wie nah Freud und Leid im Motorsport beieinander liegen können, musste das Frikadelli-Team beim 24-Stunden-Rennen auf der berüchtigten Nordschleife am eigenen Leibe erfahren. Der Porsche 911 GT3 Cup des Privatteams schied vorzeitig aus, mit dem 911 GT3 R schaffte man es dahingegen auf den neunten Platz im stark besetzten Starterfeld.

Florian Fricke, Julian Dercks, Nick Tandy und Patrick Huisman wurden im Rennen zwei Mal rund um die Uhr zunächst früh zurück geworfen. Am 911 GT3 Cup hatte der Fehlerteufel zugeschlagen und die Reparatur eines Kühlwasserschlauchs kostete rund 20 Minuten Zeit. Im Anschluss kämpfte man sich jedoch mit konstant schnellen Rundenzeiten über den Nürburgring und arbeitete sich schließlich vom Ende des Feldes auf Rang 33 nach vorn, ehe dann in der Nacht gegen zwei Uhr der bittere Rückschlag passierte. Tandy schlug im Streckenabschnitt Quiddelbach in die Leitplanken ein, für den 911 GT3 Cup war das Rennen damit früh beendet.

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"Es lief so gut und nach der Reparatur am Anfang funktionierte das Auto einfach perfekt", sagte Cockpitpartner Fricke sichtlich geknickt. Der vierfache Porsche-Supercup-Champion Huisman sah die Niederlage sportlich: "Wir hatten ein perfektes Auto, ein gutes Team und eine schnelle Fahrerpaarung. Leider hat es dennoch nicht gereicht. Aber das kann jedem passieren und beim nächsten Mal läuft es dann hoffentlich wieder besser."

Das Frikadelli-Team blickte nach der Niederlage schnell wieder nach vorn, um sich auf den Einsatz des Spitzenfahrzeugs von Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Niclas Kentenich und Tim Bergmeister zu konzentrieren. Schon im Training rangierte der Porsche 911 GT3 R auf Rang 24. Somit hatte man sich eine der begehrten blauen Blinkleuchten, die die schnellsten Fahrzeuge im Feld markieren, gesichert. "Wir werden versuchen, uns aus sämtlichen Kollisionen heraus zu halten. Angegriffen wird erst am Sonntag, denn das Rennen ist lang", hatte Abbelen die Marschrichtung vorgegeben.

Diese passive Strategie stellte sich schlussendlich als absolut richtig heraus. Zuversichtlich spulte man die lange Renndistanz ab, wobei der Frikadelli-Porsche wie das sprichwörtliche Uhrwerk funktionierte. Als die Frikadelli-Truppe dann auf dem neunten Gesamtrang lag, galt es, diese Platzierung ins Ziel zu tragen. Schmitz hatte die Ehre, diese Aufgabe zu übernehmen, was "Speedbee" mit Bravour erledigte. Nach über 24 Stunden und 152 Runden war das Kunststück geschafft und der Jubel nicht mehr zu unterdrücken. Mit einer grandiosen Teamleistung fuhr Frikadelli sensationell in die Top 10 vor und ließ damit sogar mehrere Werksteams hinter sich.

"Danke an unser Team für diese wunderbare Leistung. Das ist einfach nur der Hammer", war Abbelen überglücklich. "Das Auto war ein Traum, ich hätte locker noch ein weiteres 24-Stunden-Rennen dran hängen können", fügte "Speedbee" Schmitz lachend hinzu. Nach dem Vergießen der einen oder anderen Freudenträne gab es anschließend eine Sektdusche für die Piloten und einige Liter Früh-Kölsch für die Teammitglieder. Eine Belohnung, die sich die Frikadelli-Truppe nach dem härtesten Rennen des Jahres mehr als verdient hatte.

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