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ALMS-Debüt: Die Corvette GT2-C6.R

05. August 2009 - 09:15 Uhr

Mid Ohio wird das Debüt der neuen Corvette sehen, die nach Jahren der GT1-Dominanz nun in das enge GT2-Kampfgeschehen eintauchen wird

Oliver Gavin, Antonio Garcia, Marcel Fässler, Olivier Beretta
Ab Mid Ohio hat die GT2 der ALMS mit der Corvette einen Konkurrenten mehr
© GM

(Motorsport-Total.com) - Wenn die American-Le-Mans-Series (ALMS) am kommenden Wochenende in Mid Ohio fährt, wird Chevrolet seine neue GT2-Waffe in einem ersten Renneinsatz präsentieren. Ab sofort werden zwei brandneue GT2-C6.R im Konzert von Porsche, Ferrari und BMW mitmischen, die von den langjährigen GT1-Haudegen Olivier Beretta, Oliver Gavin, Jan Magnussen und Johnny O'Connell gefahren werden.

Basis ist nicht mehr die Z06, sondern die ZR1. In der Rennversion treibt zunächst ein 6,0-Liter-V8-Triebwerk mit 470 PS das neue General-Motors-Geschoss an, im kommenden Jahr soll dann ein Motor mit 5,5 Litern folgen. Der Sprit ist - wie beim GT1-Vorgänger - Bio-Ethanol E85.

Die Ankündigung des GT2-Einsatzes kam im Herbst 2008, die eigentlichen Arbeiten begannen Ende des Jahres. Seit April 2009 war die GT2-Corvette zu Testzwecken auf dem US-amerikanischen Rundstrecken unterwegs, die man in den letzten fünf ALMS-Rennen der Saison 2009 unter Rennbedingungen zu Ende führen will.

Die letzten fünf ALMS-Rennen in diesem Jahr sind Testrennen für Corvette. "Wir betrachten dieses Jahr als ein Lernjahr", erklärte Rennchef Doug Fehan. "Aber wir glauben, dass wir durch unsere Erfahrung die Fahrzeuge gut vorbereiten können und durch unsere Rennstrategie und unsere Boxenarbeit selbst dann vorne mitmischen werden, wenn das Auto noch etwas Entwicklungsarbeit benötigt."

Zumindest die Tests verliefen weitgehend problemlos. "Es ist selten, dass man ein brandneues Auto fährt und vom ersten Tag an keine Probleme hat", erklärte Corvette-Veteran Jonny O'Connell. "Wir konnten pro Testtag acht Stunden Daten sammeln." Als größte Herausforderung gegenüber dem GT1-Vorgänger beschrieb O'Connell den Wechsel von Carbon- auf Stahlbremsen und die 25 Prozent weniger Abtrieb am Heckflügel. "Das Auto rutscht nun ein wenig mehr herum."

Doch grundsätzlich freut sich die Corvette-Mannschaft auf die anstehende GT2-Herausforderung: "BMW, Porsche, Ferrari, Panoz, Aston Martin und Jaguar, vielleicht sogar Audi", zählte Fehan auf. "Wenn sieben oder gar acht große Hersteller mitmischen, dann ist die Qualität automatisch sehr hoch."

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