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Le Mans: Wer soll Peugeot noch stoppen?

14. Juni 2009 - 09:56 Uhr

Zwei Peugeot 908 HDi FAP geben am Sonntagmorgen das Tempo vor, nur noch ein Audi auf der Verfolgung - Schwere Crashs von Pescarolo und Aston Martin

Marc Gené, Alexander Wurz
Marc Gené, Alexander Wurz und David Brabham liegen am Vormittag vorne
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Peugeot ist ganz nah dran, sich den Traum vom Le-Mans-Sieg zu erfüllen. Während die Franzosen ein gutes Tempo zeigen und halbwegs problemlos über die ersten 18 Stunden kamen, dezimierten sich die Gegner immer mehr. Zuerst war Lucas Luhr mit einem Audi abgeflogen und ausgeschieden, am Fahrzeug von Dumas/Bernhard/Prémat gab es hartnäckige technische Probleme. Einzig die Titelverteidiger Kristensen/Capello/McNish sind noch in Schlagdistanz.

Der Audi mit der Startnummer 1 hat jedoch zwei Runden Rückstand auf die beiden führenden Peugeot und außerdem manchmal Sorgen mit der Motor-Temperatur. Vorne fahren Wurz/Gené/Brabham einen soliden Speed, dahinter schließen die favorisierten Männer im 908 mit der Startnummer 8 die Lücke immer mehr. "Ich rechne nicht damit, dass es eine Stallorder geben könnte", sagte Stephane Sarrazin, der seinen Wagen gemeinsam mit Franck Montagny und Sébastien Bourdais in der Verfolgung hat.

Schwere Unfälle sorgten für Schreckmomente und lange Safety-Car-Phasen. Den heftigsten Crash erlebte die Pescarolo-Mannschaft. Benoit Treluyer verlor auf einer Bodenwelle kurz hinter dem Dunlop-Bogen seinen Kunden-Peugeot. Der Franzose schlug brutal in die Barrieren. Der Wagen wurde total zerstört. Treluyer wurde zunächst ins Streckenhospital gebracht. "Ich war bei ihm. Er hat keine schweren Verletzungen", gab Henri Pescarolo Entwarnung. Sein Auto hatte bis dorthin auf einem guten vierten Rang gelegen.

Auch bei Aston Martin hielt man den Atem an. Harold Primat jagte den LMP1-Boliden eingangs der Porsche-Kurven in die Leitplanken. Der Schweizer kam unverletzt davon, der Fahrer musste zwar von den Streckenposten aus dem Wrack befreit werden, blieb aber offenbar unverletzt. Die anderen Gulf-Aston-Martin zeigen einen guten Speed. Stefan Mücke, Jan Charouz und Tomas Enge fahren souverän als bester Benziner auf Platz vier.


Die Kolles-Mannschaft lag lange Zeit in aussichtsreicher Position. Die beiden Audi R10 TDI kamen über weite Strecken ohne Probleme über die Runden, doch dann warfen technische Probleme die Mannschaft zurück. An einem Auto musste das Getriebe gewechselt werden, beim anderen Wagen wurden Aufhängungsteile getauscht. Schließlich setzte Christian Bakkerud seinen Wagen in die Leitplanken - hinter dem Safety-Car.

In der LMP2 haben sich die beiden Porsche RS Spyder meilenweit abgesetzt. Das dänische Team Essex hat die Spitze übernommen, die Japaner von Goh liegen drei Runden zurück. In der GT1-Klasse sind die beiden Werks-Corvettes im Paarflug an der Spitze unterwegs. In der kleinen GT-Klasse fährt der Risi-Ferrari mit den erfahrenen Jaime Melo, Mika Salo und Pierre Kaffer vorne. Der beste Porsche von IMSA liegt drei Runden dahinter.

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