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Müller: Klappt es mit dem zehnten Sieg?

12. Juni 2008 - 14:22 Uhr

Vorschau Brünn: BMW und Jörg Müller wollen in der Tschechischen Republik den Aufwärtstrend fortsetzen und den Anschluss in den WTCC-Wertungen halten

Jörg Müller
Jörg Müller hat im letzten Jahr in Brünn seinen bisher letzten Sieg geholt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - BMW ist nach dem Doppelsieg im französischen Pau in die Erfolgsspur zurückgekehrt und hat bei den Saisonläufen neun und zehn der Tourenwagen-WM am kommenden Sonntag im tschechischen Brünn nur ein Ziel: Den Aufwärtstrend fortsetzen und den Rückstand in der Fahrer- und Herstellerwertung weiter zu verkürzen.

Die Zeichen dafür stehen nicht schlecht. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr feierten die Münchner auf der 5,402 km langen Naturrennstrecke in beiden Läufen zwei Dreifach-Siege. Dieses Kunststück ist den Bayern seither nicht mehr gelungen.

"Brünn ist eine meiner Lieblingsstrecken. Der Kurs ist perfekt in die Landschaft eingebettet, es geht permanent rauf und runter und man kann ihn äußerst flüssig fahren. So stelle ich mir eine anspruchsvolle Strecke vor", sagt BMW Werksfahrer Jörg Müller, der hier 2007 seinen neunten WM-Sieg im Schnitzer BMW 320si feierte und seither auf den Jubiläumserfolg wartet.

Ein Sieg wäre dringend nötig

Der ist dringend nötig, sonst ist der WM-Zug für den 38 Jahre alten Hückelhovener bereits vorzeitig abgefahren. Müller hat mit 20 Punkten als Siebter in der Tabelle schon 25 Zähler Rückstand auf den früheren Formel-1-Piloten Gabriele Tarquini (SEAT), der seinerseits sieben Punkte (45:38) vor Teamkollege Yvan Muller liegt. Erst auf Rang vier folgt der dreimalige Weltmeister und Titelverteidiger Andy Priaulx (33 Punkte) als punktbester BMW Pilot.

Auch der unterschenkelamputierte Italiener Alessandro Zanardi hat gute Erinnerungen an die Berg- und Talbahn in der zweitgrößten Stadt der Tschechischen Republik. Der 41-Jährige gehörte 2007 zu den vier BMW Werksfahrern, die in einem der beiden Läufe auf dem Siegertreppchen standen. "Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder auf einer Strecke anzutreten, auf der man gut überholen kann", erklärt Zanardi den großen Unterschied zum Stadtkurs in Pau, auf dem es zuletzt so gut wie kein Überholmanöver gab.

Überholt hat BMW dort aber die Konkurrenz von Chevrolet. Die Weiß-Blauen liegen in der Herstellerwertung auf Platz zwei aber immer noch 30 Punkte hinter SEAT (85:115). Unter den Augen von BMW Motorsportdirektor Mario Theissen hoffen die fünf Werksfahrer der Münchner auf eine ähnliche Erfolgsstory, wie ihre Formel-1-Kollegen am vergangenen Sonntag in Montréal erlebt haben.