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Diesel: Drehzahlbeschränkung für Seat

13. Mai 2008 - 18:03 Uhr

Die Seat Leon TDI müssen ab Valencia mit einer enorm reduzierten Drehzahl an den Start gehen - Sollte auch BMW umsteigen, hat Chevrolet ein Problem

Jordi Gene
Seat muss ab dem nächsten Rennen die Drehzahl des TDI herunterfahren
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Diesel-Leons von Seat werden weiter eingebremst. Wie die 'Motorsport aktuell' berichtet, gilt für die fünf Turbodiesel der Spanier schon ab dem nächsten Rennwochenende in Valencia eine Drehzahlbeschränkung von maximal 4.100 Umdrehungen pro Minute. Bisher war die erlaubte Drehzahl mehr als doppelt so hoch. Gleichzeitig dürfen Lade- und Einspritzdruck bei den TDIs einen vorgegebenen Höchstwert nicht überschreiten.

Seit Seat in der vergangenen Saison in Anderstorp erstmals mit dem TDI angetreten ist und danach einen Sieg nach dem anderen einfahren konnte, wird in der WTCC über das Thema diskutiert. Die einen fordern schon lange, die Turbodiesel einzubremsen, andere verstehen die Aufregung nicht und betonen, die Technik führe nicht zu klaren Vorteilen gegenüber der Benziner-Konkurrenz. Jedenfalls hat die Dieseltechnologie so eingeschlagen, dass auch BMW an einer Dieselvariante des 320si arbeitet.

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Unsere Kollegen von 'touringcartimes.com' haben sich im Fahrerlager umgehört und Stimmen zu diesem strittigen Thema eingeholt. "Ich weiß nicht, was das Problem ist. Das ist die gleiche Diskussion wie die um Heck- und Fronttriebler", sagte Seat-Motorsportchef Jamie Puig. "Der BMW ist ein schnelles Auto und der Chevrolet auch. Wenn BMW mit einem Dieselauto antreten würde, bin ich sicher, dass es gut wäre."

Ob und wann BMW auf Diesel umsteigt, ist noch unklar. "Diese Entscheidung muss Mario Theissen treffen", sagte Schnitzer-Teamchef Charly Lamm. Da in der WTCC jeder Motor in zwei Rennen hintereinander eingesetzt werden muss, könnten die Bayern frühestens in drei Rennen mit einem Diesel antreten, in Valencia und Brünn sind die 320si noch Benzin-befeuert. "Wir haben noch Verbesserungspotenzial im Auto und wir werden sehen, was wir daraus in Valencia und Brünn machen können", sagte Lamm. Danach werde man dann sehen, was passiert.

Mit etwas Sorge wird die Entwicklung im Chevrolet-Lager beobachtet. Sollte auch BMW auf Dieseltechnologie umsteigen, "haben wir ein Problem", sagte Chevrolet-Pilot Rob Huff. Denn die "Blauen" kommen zwar im nächsten Jahr mit einem neuen Modell, doch auch das hat einen Benzinmotor. Ein Umstieg auf Diesel wurde bei Chevrolet bisher nicht angedacht.

Seat-Pilot Rickard Rydell dagegen versteht die ganze Diskussion nicht. Er nennt zahlreiche Beispiele, in denen Benziner gleichauf mit den Leon TDIs oder sogar besser waren. Man müsse erst noch die nächsten beiden Rennen abwarten, bevor man sich über das Thema weiter diskutiert, so Rydell.