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WTCC: BMW leckt die tiefen Wunden

07. April 2008 - 10:00 Uhr

Nach dem Debakel in Puebla steht bei BMW viel Arbeit an - Andy Priaulx holt den einzigen Zähler: "Angesichts der SEAT-Dominanz der beste meines Lebens"

Andy Priaulx
Kampf im finsteren Mittelfeld: Andy Priaulx vor Jörg Müller und Félix Porteiro
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem BMW-Debakel und der drückenden SEAT-Dominanz beim zweiten Saisonwochenende der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) in Mexiko steht beim deutschen Hersteller viel Arbeit an. Die fünf Werkspiloten sahen am gesamten Wochenende kein Land und hatten mit dem amtierenden WTCC-Champion Andy Priaulx nur einen einzigen Fahrer, der überhaupt etwas zählbares aus Puebla mitnehmen konnte.

"Es hat sich gelohnt, dass ich vor einigen Wochen Erfahrungen auf einer Eispiste gesammelt habe, denn die Strecke war auch heute extrem rutschig. Abseits der Ideallinie hatte man keine Chance", bilanzierte Priaulx. Im zweiten Lauf hatte der Brite nicht den Hauch einer Chance gegen die Dieselfahrzeuge von SEAT, aber wenigstens einen der schnellen Chevrolet konnte Priaulx besiegen und somit einen Punkt ergattern: "Der Punkt ist angesichts der Dominanz von SEAT der beste meines Lebens."

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Jörg Müller ließ nach dem Rennen in seiner Sicht der Dinge den Konzeptvorteil des Hauptkonkurrenten außen vor. "Das Lenkrad stand schief und es war alles andere als einfach, Plätze gut zu machen. Es hat dann im ersten Rennen noch für Platz 14 gereicht. Für das zweite Rennen war von dort nicht mehr viel möglich. Puebla meint es weiterhin nicht gut mit uns", bilanzierte der Hückelhovener, der in Lauf zwei nur viertbester BMW-Werkspilot wurde.

"Trotz meiner relativ guten Ausgangsposition für das erste Rennen war es heute genauso hart, wie wir es erwartet hatten. Der Anfang vom Ende war die erste Runde, in der ich von einem SEAT getroffen wurde. Das hat mich um die Chance gebracht, es in die Top-Acht zu schaffen", erklärte Augusto Farfus, der seinen BMW auf einen guten sechsten Startplatz hatte stellen können. Vor seinem Abschied aus Puebla fügte der Brasilianer an: "Auf uns wartet viel Arbeit."

Augusto Farfus
Im ersten Lauf waren die Punkteträume von Augusto Farfus schnell vorbei
© xpb.cc

Wenigstens etwas positiv gestimmt war Félix Porteiro, der mit seiner eigenen Leistung zufrieden schien. Der Spanier erklärte angesichts des kommenden Rennwochenendes jedoch: "Der Abstand zur Spitze ist natürlich viel zu groß. Ich bin froh, dass wir diese beiden Rennen hinter uns haben und fiebere jetzt meinem Heimrennen in Valencia entgegen." Zur Einordnung: Porteiro war im Qualifying zweitbester BMW-Werkspilot, im ersten Rennen jedoch der langsamste der Fünferriege und im zweiten Lauf ausgefallen.

Alessandro Zanardi war zerknirscht, wie so viele andere im BMW Lager. Der Italiener hatte im ersten Wertungslauf nach einer Kollision mit stumpfen Waffen gekämpft und im zweiten Durchgang wenigstens seinen Markenkollegen Müller bezwungen. "Ich hätte mir nur gewünscht, ein wenig mehr Performance zu haben. Mal läuft es für dich, mal gegen dich. Aber für meinen Geschmack hat es mich in letzter Zeit zu häufig getroffen", haderte der Ex-Formel-1-Pilot.