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Vorhang auf für das Diesel-Duell
Peugeot kontra Audi: Am kommenden Wochenende beginnt die Le-Mans-Series in Barcelona - Vorschau auf die neue Saison
(Motorsport-Total.com) - Die Sport-Prototypen beenden nun auch in Europa den Winterschlaf: Am kommenden Wochenende beginnt in Barcelona die neue Saison der Le-Mans-Series LMS. Alle Augen richten sich dabei auf das Duell der Dieselboliden von Peugeot und Audi. Im vergangenen Jahr sind der 908 HDi FAP und der R10 TDI in Le Mans schon aufeinandergetroffen, das zweite Duell gab es beim ALMS-Saisonauftakt in Sebring im März.
Jetzt treten die beiden Dieselboliden regelmäßig gegeneinander an. Peugeot hat im vergangenen Jahr sein Debütjahr in der LMS gegeben und in der Serie dominiert. In diesem Jahr hat sich Audi entschlossen, auch in Europa anzutreten und zu zeigen, wer der Platzhirsch in Sachen Dieseltechnologie ist.
Speed und Zuverlässigkeit
Was den Speed angeht, scheint Peugeot Audi derzeit leicht überlegen zu sein. Doch in den 1000-Kilometer-Rennen kommt es auf mehr an. Zum Beispiel auch auf die Zuverlässigkeit, die bisher die Stärke der Ingolstädter ist. Allerdings musste Audi in Sebring mit neuen, bisher unbekannten technischen Problemen kämpfen.
Peugeot schickt die Titelverteidiger Stephane Sarrazin und Pedro Lamy sowie Nicolas Minassian und Marc Gene ins Rennen. Für Audi gehen Allan McNish und Rinaldo Capello sowie die junge Fahrerpaarung Mike Rockenfeller und Alexandre Prémat an den Start.
Starkes Feld bei den Benzinern
Doch Peugeot und Audi sind in der LMP1-Klasse nicht allein. Unter den Benzinern gehören mindestens sechs Autos zu den Sieganwärtern, die es auch mit den starken Dieselrennern aufnehmen möchten. Pescarolo hat die Aerodynamik an seinen Prototypen nochmals überarbeitet. Der erfahrene Teamchef Henri Pescarolo setzt auf die Fahrerpaarungen Emmanuel Collard und Jean-Christophe Boullion sowie Christophe Tinseau und Harold Primat.
Mit ehrgeizigen Zielen geht auch Oreca in die Saison. Nach der Fusion mit Courage zählt Oreca zu den Favoriten bei den LMP1-Benzinern. Ein Grund dafür sind auch die prominenten Fahrernamen: Oliver Panis und Nicolas Lapierre sollen ebenso vorn mitmischen wie Routinier Stéphane Ortelli und Soheil Ayari.
Mücke will auftrumpfen
Einiges erwarten darf man sich auch von Charouz mit dem neuen Lola, der einen Aston-Martin-Motor im Heck hat. Stefan Mücke hat sich in der Sportwagenszene etabliert und sein Teamkollege Jan Charouz konnte sich ebenfalls enorm steigern. Bei den Testfahrten konnte Charouz mit Topzeiten überzeugen. 'Motorsport-Total.com'-Kolumnist Klaus Graf und Greg Pickett gehen in einem Lola-Judd von Charouz an den Start.
Creation startet in der LMP1 mit den Piloten Jamie Campbell-Walter, Felipe Ortiz, Stuart Hall und Simon Pagenaud. Letztere gehören noch zu den "Lehrlingen" in der Sportwagenszene. Noch unklar ist, wie sich die Spanier von Epsilon Euskadi mit dem neuen EE1 schlagen werden. Die wenigen Testfahrten haben noch wenig Aufschluss über die Performance des Boliden gegeben. Miguel De Castro und Angel Burgueno werden sich eines der EE1-Cockpits teilen, das zweite wird im Laufe der Saison noch besetzt.
Vanina Ickx zurück im Sportwagen
Ebenfalls in der LMP1 gehen Rollcentre, Chamberlain Synergy, und Saulnier an den Start. Bei Rollcentre gibt übrigens Vanina Ickx nach zwei Jahren DTM ihr Comeback im Sportwagen. Sie teilt sich das Cockpit des Pescaralo-Judd mit Joao Barbosa und Martin Short. Im Lola-AER von Chamberlain Synergy werden Bob Berridge und Gareth Evans fahren, Saulnier setzt im Pescarolo-Judd Marc Faggionato, Richard Hein und Jacques Nicolet ein.
In der LMP2 gehen erstmals drei Porsche RS Spyder an den Start. Auch sie sollen in Europa die Erfolge wiederholen, die mit dem Boliden bereits in den USA möglich waren. Die drei Spyder werden von Essex, Horag und Van Markstejin eingesetzt. Allerdings wird RML Lola alles versuchen, um den Titel auch gegen die neue Porsche-Konkurrenz zu verteidigen.












