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Porsche: Dreifachsieg für den RS Spyder

28. April 2008 - 00:09 Uhr

Die LMP2 war in Monza fest in der Hand der Porsche RS Sypder: Essex siegt vor Van Merksteijn und Horag - Werkstrio nachträglich Sieger in der GT2

LMP2 Podium
Das LMP2-Podium in Monza war fest in Hand der Porsche-Kundenteams
© Porsche

(Motorsport-Total.com) - Die Porsche-Kundenteams triumphierten im italienischen Monza. Mit dem RS Spyder holten sie einen Dreifachsieg in der LMP2-Klasse beim zweiten Lauf der Le-Mans-Series LMS. Das fünf Stunden dauernde Rennen auf dem 5,793 Kilometer langen Traditionskurs in Italien war an Spannung und Turbulenz kaum zu überbieten. Den zweiten Saisonsieg des RS Spyder feierten die beiden Dänen des Essex-Teams, John Nielsen und Casper Elgaard, vor Jos Verstappen und Peter van Merksteijn, die für das Van-Merksteijn-Team das Auftaktrennen gewonnen hatten. Als Dritte jubelten Jan Lammers, Fredy Lienhard und Didier Theys vom Schweizer Horag-Team auf dem Podium. Den Porsche-Erfolg rundeten Richard Westbrook, Allan Simonsen und Lars Erik Nielsen in der GT2-Klasse mit dem ersten Saisonsieg des Porsche 911 GT3 RSR ab.

"Wahnsinn, was für ein Rennen", sagte John Nielsen. "Das ganze Team ist überglücklich. Dass wir bereits in unserem zweiten Sportwagenrennen gewinnen konnten, ist unglaublich. Bisher haben wir ja nur Tourenwagen eingesetzt. Das Rennen war hart, wir haben die ganze Zeit gekämpft und alles gegeben - und bis zum Schluss gezittert."

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Der Pole-Sitter der LMP2-Kategorie, Jos Verstappen, hatte souverän die Klasse angeführt, als sich ein Konkurrent im dichten Verkehr verbremste und das Heck des RS Spyder touchierte. Der Austausch der Teile, unter anderem des hinteren Unterbodens, kostete drei Runden und warf Verstappen und Peter van Merksteijn auf Rang zehn zurück. Mit einer atemberaubenden Aufholjagd schaffte das Duo noch Rang zwei und verteidigte damit auch die Führung im LMP2-Klassement. "Das Rennen hat richtig Spaß gemacht. Am Ende wurden wir von Runde zu Runde schneller", sagte der ehemalige Formel-1-Fahrer Verstappen. "Das Auto lag fantastisch, und ich glaube, die ausgezeichnete Balance des Spyder ist auch der Schlüssel zu unseren Erfolgen."

Zufrieden zeigte sich auch das Schweizer Team Horag Racing mit dem ersten Podestplatz der Saison, den das Trio Jan Lammers, Fredy Lienhard und Didier Theys sicherte. Lienhard hatte den rot-weißen Spyder auf Rang zwei in der Klasse an Theys übergeben, doch dieser verbremste sich bei seinem Stint und rutschte ins Kiesbett. "Die Bergung hat uns leider knapp zwei Runden gekostet", so Theys. "Danach konnte ich problemlos weiterfahren, es war nichts beschädigt." Im letzten Turn überzeugte Jan Lammers mit einer ebenfalls sehenswerten Aufholjagd, die mit Rang drei belohnt wurde.

Neues Ergebnis in der GT2

In der GT2-Klasse wurde das ursprüngliche Ergebnis drei Stunden nach dem Rennen revidiert. Dem Team IMSA Matmut Performance und den Fahrern Richard Lietz und Raymond Narac wurde der Sieg aberkannt, weil sich am Fahrzeug die Leitung zum Datenaufzeichnungsgerät des Veranstalters gelöst hatte. Damit rückte das eigentlich zweitplatzierte Porsche-Team Farnbacher auf den ersten Platz vor. Sieger der GT2-Klasse in Monza sind damit Porsche-Werksfahrer Richard Westbrook, Allan Simonsen und Lars Erik Nielsen.

Pech im Rennen hatten die Zweiten des Qualifyings und Zweitplatzierten aus Barcelona, Porsche-Werksfahrer Marc Lieb und Alex Davison. Das Duo aus dem Felbermayr-Proton-Team verlor gleich zu Beginn des Rennens sieben Runden durch eine Reparatur des Querlenkers. Vom Ende des Feldes kämpften sie sich aber noch auf Rang sieben in der Klasse vor. Nach der Disqualifikation von Lietz/Narac werden sie jetzt als Sechste gewertet, was mit drei Punkten belohnt wird.