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Audi: Werner auf Pole - Biela weit zurück
Während Frank Biela in St. Petersburg wegen einer anderen Reifenwahl nur in die fünfte Startreihe fuhr, legte Marco Werner eine tolle Pole-Position hin
(Motorsport-Total.com) - Nach einer eindrucksvollen Runde im Qualifying startet der Audi R10 TDI beim Rennen in St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida von Startplatz eins. Im Qualifying am Freitag erzielte Marco Werner auf dem Stadtkurs eine Runde, mit der er seinen Verfolger um 0,753 Sekunden distanzierte. Es ist die zweite Pole-Position des Audi R10 TDI in Folge in bislang zwei Saisonläufen der American Le-Mans-Serie (ALMS).
In seiner dritten Runde fuhr Werner eine eindrucksvolle Bestzeit von 1:02.825 Minuten. Damit war er eine volle Sekunde schneller als sämtliche in den vorherigen Sessionen erreichten Zeiten aller Teilnehmer. Zudem lag er 0,753 Sekunden vor dem Franzosen Romain Dumas, der seinen Porsche RS Spyder LMP2 für Platz zwei qualifizierte.

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Werner wird allen Erwartungen gerecht
"Das war ein wirklich gutes Qualifying", strahlte Werner. "Ich habe alles gegeben und bin stolz, für Champion Racing und Audi auf Startplatz eins zu stehen. Danke an das ganze Team für die Arbeit. Ich mag diese Strecke - und um hier schnell zu sein, muss man sie mögen. Die Reifen haben eine gute Spitzenleistung geboten. Vielen Dank an Michelin. Als ich noch mal eine schnelle Runde hinlegen wollte, ließ die dann Reifenleistung nach. Das Auto wurde unruhig und ich drehte mich in der achten Kurve."
Sein Teamkollege Lucas Luhr zeigte sich ebenfalls zufrieden: "Ich freue mich sehr für das Team und für Audi. Das ist eine sehr wichtige Pole-Position für uns nach der unglücklichen Situation in Sebring. Marco hat eine fantastische Runde gedreht. Glückwunsch, ich ziehe meinen Hut vor ihm. Seine Runde war beeindruckend. Ich bin glücklich, denn wir haben die beste Startposition für ein hoffentlich erfolgreiches Rennen."
Der R10 mit der Startnummer zwei erreichte damit erstmals in St. Petersburg Startplatz eins und unterbot den LMP1-Bestwert von Allan McNish aus dem Vorjahr (1:03.415 Minuten) um 0,6 Sekunden. Damit stellte der R10 auch einen neuen LMP1-Streckenrekord für den 1,8 Meilen langen Kurs in der Innenstadt von St. Petersburg auf. In der 25-monatigen Rennhistorie des R10 war es bereits die zehnte Pole-Position.
Während Werners Runde Anerkennung fand, erreichte Frank Biela mit seiner Runde in 1:04.577 Minuten die neuntbeste Zeit. Mehrere Aspekte wirkten sich auf sein Ergebnis aus: Bei 31 Grad Außentemperatur und 46 Grad Streckenhitze entschied sich das Team im Audi R10 TDI mit der Startnummer eins für eine härtere Reifenmischung, die dann auch im 1:55 Stunden langen Rennen am Samstag zum Einsatz kommt. Zudem startete Biela zum ersten Mal auf diesem Stadtkurs.
Der Unfall eines anderen Fahrzeugs und rote Flaggen am Ende des letzten Freien Trainings hatten ihn zuvor daran gehindert, eine weitere Abstimmungsvariante für das Qualifying auszuprobieren.
Biela trotz Reifenwahl auch mit Runde unzufrieden
Angesichts der hohen Erwartungshaltung wirkte er nach der Session ein wenig niedergeschlagen: "Ich bin natürlich nicht zufrieden", murrte Biela. "Ich starte zum ersten Mal hier und es war nicht leicht, sich an alles zu gewöhnen. Außerdem hatten wir in engen Kurven etwas zu wenig Grip. Jetzt müssen wir herausfinden, woran das lag und wie wir es bis zum Rennen lösen können."
Zweitpilot Emanuele Pirro fügte an: "Eines vorweg: Marco hat eine unglaubliche Rundenzeit gefahren. Das ist wunderbar für das Team und für Audi. Ein fantastischer Tag. Was unser Auto betrifft, so haben wir uns für einen anderen Reifentyp entschieden. Wir wählten die härtere Mischung, von der wir uns für das Rennen mehr versprechen. Aber das ist nicht der einzige Grund. Wir müssen die Ursachen noch etwas detaillierter analysieren, um morgen wirklich eine gute Leistung zu zeigen."
Und Audis Nordamerika-Sportchef Dave Maraj erklärte: "Ich bin absolut überrascht, dass wir auf der Pole-Position stehen und dies mit einer solchen Rundenzeit erreicht haben. Marco hat eine extrem gute Leistung erbracht, während die Ingenieure und das Team ebenfalls sehr gut gearbeitet haben, um das Auto so hervorragend abzustimmen. Ich bin einfach nur glücklich. Jetzt geht es darum, auch im Rennen ein gutes Ergebnis zu erreichen."
Das deutsche Duo Werner/Luhr startet damit am Samstag von Position eins, während das Schwesterauto des italienisch-deutschen Duos Pirro/Biela aus der fünften Reihe ins Rennen geht.










