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Audi: Doppeltes Jubläum in Long Beach

11. April 2008 - 22:03 Uhr

Audi wird beim ALMS-Rennen in Long Beach gleich zwei Meilensteine feiern: 20 Jahre Rundstreckenrennen und 25. Einsatz des R10 TDI

Lukas Luhr Marco Werner
Lukas Luhr und Marco Werner gewannen zuletzt den ALMS-Lauf in St. Petersburg
© Audi

(Motorsport-Total.com) - Beim kommenden Rennen der American-Le-Mans-Series (ALMS) in Long Beach" feiert Audi am Wochenende des 19./20. April gleich zwei Jubiläen. Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren begann auf dem berühmten Stadtkurs bei Los Angeles der Siegeszug von Audi auf der Rundstrecke. Zudem ist Long Beach der 25. Renneinsatz für den Diesel-Sportwagen R10 TDI.

Nachdem Audi Anfang der 80er-Jahre mit dem Allradantrieb quattro den Rallyesport revolutioniert hatte, erfolgte 1988 der Wechsel auf die Rundstrecke. Am 16. April 1988 starteten Hurley Haywood und Hans-Joachim Stuck in Long Beach mit zwei seriennahen Audi 200 quattro beim Auftakt der nordamerikanischen Trans-Am-Serie. Der zweite Platz von Hurley Haywood beim Rundstrecken-Debüt von Audi ließ aufhorchen. Doch er war lediglich ein Vorgeschmack auf das, was folgen sollte: Audi gewann in der Saison 1988 acht der 13 Trans-Am-Rennen und am Ende souverän den Meistertitel. Im darauf folgenden Jahr verboten die Organisatoren der Trans-Am-Serie kurzerhand den überlegenen quattro Antrieb.

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Im nunmehr dritten Jahr sorgt Audi im Motorsport mit dem R10 TDI weiter für Aufsehen. Der erste und bisher einzige Diesel-Sportwagen, der die berühmten 24 Stunden von Le Mans gewann, ist ein rollendes Versuchslabor, mit dem die Ingenieure Know-how für die nächste Generation der TDI-Motoren sammeln. Der über 650 PS starke Prototyp ist in der LM P1-Klasse der American Le Mans-Serie unbesiegt. Long Beach ist das 25. Rennen des R10 TDI - damit feiert Audi in Kalifornien gleich zwei Jubiläen auf einmal.

Die nicht permanente Rennstrecke in Long Beach, die von 1977 bis 1983 Schauplatz von Formel 1-Rennen war und als Vorgänger aller heutiger Stadtkurse gilt, ist eine extreme Herausforderung für den Diesel-Sportwagen, der ursprünglich für den Hochgeschwindigkeits-Kurs in Le Mans entwickelt wurde. Die Durchschnitts-Geschwindigkeit einer Runde in Le Mans liegt bei fast 240 km/h, in Long Beach dagegen bei nur rund 160 km/h. Für die schnellsten Sportwagen der Welt besonders schwierig ist die enge Spitzkehre in Long Beach, eine der langsamsten Kurven, die es im Motorsport überhaupt gibt.

Dass man mit dem R10 TDI auch auf einem Stadtkurs gewinnen kann, bewiesen die beiden Deutschen Lucas Luhr und Marco Werner am ersten April-Wochenende mit ihrem Sieg in St. Petersburg. Dabei konnten sie einmal mehr einen der größten Vorteile der TDI-Technologie ausspielen: das enorme Drehmoment, das beim V12 TDI-Motor des R10 über 1.100 Newtonmeter beträgt und gegen das die Konkurrenten mit ihren konventionellen Ottomotoren vor allem beim Beschleunigen wenig entgegenzusetzen haben. Lucas Luhr und Marco Werner kommen als Spitzenreiter der LM P1-Klasse nach Long Beach. Der zweite R10 TDI wird von Frank Biela und Emanuele Pirro pilotiert.