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Sebring: Audi kontert im Freien Training
 
von Britta Weddige 13. März 2008 - 18:12 Uhr
 
In den Sebring-Tests war Peugeot vorn, im Freien Training war Dindo Capello mit dem Audi R10 der Schnellste - LMP2-Bestzeit für Adrian Fernandez im Acura
 
Audi R10 TDI
Im Freien Training in Sebring fuhr Audi wieder vorne weg
Zoom © Audi
(Motorsport-Total.com) - Das Diesel-Duell beim ALMS-Saisonauftakt in Sebring geht munter weiter. Die beiden Testtage hatte Herausforderer Peugeot dominiert, doch im Freien Training schlug Platzhirsch Audi zurück. Dindo Capello fuhr mit dem R10 TDI #1 die Tagesbestzeit von 1:45.491 Minuten. Der Bolide, in dem neben Capello auch Allan McNish und Tom Kristensen fahren, war am Montag bei einem Unfall mit einem Creation schwer beschädigt worden. Die Ingolstädter setzten ein Ersatzchassis ein. "Wir sind immer noch nicht ganz zufrieden mit dem Auto", sagte Capello laut 'motorsport.com'. "Wir haben noch Probleme mit dem Handling." Das Schwesterauto mit Lucas Luhr, Mike Rockenfeller und Marco Werner kam im Freien Training auf Gesamtrang vier.

Am Nachmittag war bei wärmeren Temperaturen Peugeot-Rivale Nicolas Minassian der Schnellste mit 1:45.989 Minuten. In der Tagesgesamtwertung belegte Minassian mit seiner Vormittagszeit von 1:45.508 Minuten die zweitschnellste Zeit hinter Capello.

 

 
Acuras dominieren LMP2-Training

In der Kategorie LMP2 hatte im Freien Training Adrian Fernandez mit dem Acura ARX-01b die Nase vorn. Er war einer der wenigen Piloten, die sich am Nachmittag verbessern konnten. Bei schwülem Wetter und wenig Grip holte Fernandez eine Rundenzeit von 1:46.029 Minuten. Das war die Bestzeit in der LMP2 und die drittschnellste Zeit im Gesamtklassement, vor dem Audi mit der Startnummer zwei. Fernandez ist nun zuversichtlich für die Qualifikation, weiß aber nicht, wie im Rennen das Kräfteverhältnis zu Porsche aussehen wird.

 
"Wir wissen, dass das Rennen zwölf Stunden dauert und dass wir am Samstag ins Ziel kommen müssen."
Adrian Fernandez
"Die Qualifikation bedeutet hier in Sebring gar nichts", sagte Fernandez nach dem Training. "Wir wissen, dass das Rennen zwölf Stunden dauert und dass wir am Samstag ins Ziel kommen müssen. Im vergangenen Jahr hatten wir ein kleines Problem und sind Zweite in der LMP2 geworden. Jetzt wollen wir gewinnen. Es wäre toll, bei einem legendären Rennen wie Sebring zu triumphieren." Teammitbesitzer John Anderson macht sich allerdings Sorgen um die Zuverlässigkeit, da eine Zwölf-Stunden-Simulation kürzlich an einem defekten Getriebe scheiterte.

Die zweitschnellste LMP2-Zeit ging an ALMS-Neuzugang Marco Andretti im Acura von Andretti-Green-Racing. Dahinter reihten sich die beiden Porsche RS Spyder von Penske ein. Die Titelverteidiger Timo Bernhard und Romain Dumas, die in Sebring durch Emmanuel Collard verstärkt werden, belegten in der Klasse Rang drei hinter den beiden Acuras. Das Schwesterauto von Sascha Maassen, Patrick Long und Ryan Briscoe holte mit 1:46.988 Minuten die viertschnellste LMP2-Zeit.

 
Corvette in der GT1 vorn

In der GT1-Klasse dominierten im Freien Training die beiden Werks-Corvettes. Oliver Gavin holte mit der Corvette C6.R mit der Startnummer vier die Klassenbestzeit. Drei Zehntelsekunden dahinter reihte sich das Schwesterauto ein, das von Jan Magnussen, Johnny O'Connell und Ron Fellows pilotiert wird.

Die Bestzeit in der GT2-Klasse holte sich mit 2:02.402 Minuten Wolf Henzler im Flying-Lizard-Porsche. Porsche habe das Auto im Vergleich zum Vorjahr verbessert, gab Henzler zu Protokoll. Er und seine Teamkollegen Jörg Bergmeister und Marc Lieb kämen immer besser mit dem neuen Auto zurecht und sein Team sei auf dem richtigen Weg.

 
"Der Ferrari ist jetzt richtig gut."
Jim Tafel
Die zweitschnellste Zeit in der GT2 ging an den Tafel-Ferrari 430 GT mit der Startnummer 71. Gefahren wurde die 2:02.421er-Runde von Dominik Farnbacher, der sich das Cockpit mit Dirk Müller und Rob Bell teilt. "Der Ferrari ist jetzt richtig gut", sagte Teambesitzer Jim Tafel. "Jetzt müssen wir uns nur noch um Kleinigkeiten kümmern und sicherstellen, dass wir ein reibungsloses Rennen haben. Es geht nicht so sehr um die Rundenzeiten, sondern darum, konstant zu fahren und der Boxengasse fern zu bleiben. So kommt man in Langstreckenrennen weit."

Komplettiert wurden die Top 3 in der GT2 durch den Farnbacher-Loles-Porsche mit der Nummer 87. Die drittschnellste Klassenzeit wurde von Dirk Werner gefahren, der sich das Cockpit mit Marc Basseng und Bryce Miller teilt. "Nicht jede Trainingssession lief so, wie wir uns das vorgestellt hatten, aber am Schluss haben wir gezeigt, dass unser Auto auf einer Runde recht gut ist", sagte Werner. "Ich denke, dass es in der Qualifikation gut laufen sollte. Wir haben nicht am Renn-Set-Up gearbeitet, aber wir haben eine gute Fahrerpaarung und viel Erfahrung. Deshalb denke ich, dass das Team das Auto für das Rennen gut vorbereiten kann."

 
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