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McNish: Von Liebe und Schmerzen
Audi-Pilot Allan McNish verbindet mit Le Mans besondere Emotionen - Nach dem schmerzhaften Ausfall 2007 will er sie in diesem Jahr wieder erleben dürfen
(Motorsport-Total.com) - Le Mans - das steht für Mythos und Emotionen, vor allem, wenn man das härteste Langstreckenrennen der Welt gewinnen kann. Allan McNish ist das 1998 gelungen: Gemeinsam mit Laurent Aiello und Stéphane Ortelli triumphierte er damals im Porsche. "Damals habe ich zum ersten Mal richtig verstanden, was Le Mans bedeutet", wurde McNish bei 'Crash.net' zitiert. "Eine Stunde vor dem Ziel sagten mir die Porsche-Bosse über Funk: 'Allan, bitte mach das Auto nicht kaputt'!"
"Wir standen danach mit dem Champagner auf dem Podium und konnten sehen, dass die Teamchefs und die Direktoren dieses multinationalen Konzerns Tränen in den Augen hatten", berichtete McNish weiter. "Wir kamen uns vor, als hätten wir die Welt erobert. Das ist die Liebe zu diesem Rennen, 2007 dagegen erlebten wir den Schmerz."
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Nach dem Frühstück: Aus der Traum
Im vergangenen Jahr waren McNish und seine Audi-Teamkollegen Dindo Capello und Rekordsieger Tom Kristensen auf dem Weg zum Sieg, als das Rennschicksal sich von seiner harten Seite zeigte. Nach einem Reifenschaden landete Capello mit dem R10 TDI in der Streckenbegrenzung - aus der Traum. "Ich hatte kurz geschlafen und dann gerade mein Frühstück beendet, als ich das Auto in der Streckenbegrenzung sah", so McNish. "Es war uns allen sehr schnell klar, dass wir nicht würden weiterfahren können. In uns ist eine Welt zusammengebrochen."
Und das in einem Rennen, in dem sich Audi erfolgreich gegen einen neuen Gegner erwehren konnte, der die Ingolstädter mit eigenen Waffen schlagen wollte - Dieseltechnologie. "Peugeot hatte schon in Le Mans gewonnen, wir wussten, dass sie das nötige Geld hatten und daran, dass sie Jacques Villeneuve und Sébastien Bourdais als dritte Piloten verpflichtet hatten, sah man, dass sie es ernst meinten", erklärte der Schotte.
Bereit für neuen Anlauf
Peugeot holte auch die Pole-Position, doch im Rennen konnte sich Audi durchsetzen. Die Ingolstädter gewannen schließlich auch, doch McNish und Kollegen mussten bei der Zieldurchfahrt zuschauen. "So etwas erlebt man nicht jedes Jahr", so McNish. "Wir hatten hart für unsere Position gearbeitet und alles war perfekt gelaufen, und alles war von einem Moment auf den anderen vorbei. Das hat wieder einmal gezeigt, dass Le Mans das härteste Rennen der Welt ist. Man kann alles tun, aber es kann einen doch erwischen, wenn man es am wenigsten erwartet."
Jetzt ist es für McNish an der Zeit den Schmerz wieder in Liebe zu verwandeln. 2008 will er die offene Rechnung begleichen: "Du musst 100 Prozent Vollgas geben, wie in einem Zehn-Runden-Rennen. Wenn du das nicht tust, gewinnst du nicht. Und die Herausforderung von Peugeot? Wir sind bereit!"










