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SEAT trotz Macao-Ergebnis zufrieden
SEAT verliert beide greifbar nahen Titel durch Technikdefekt, sieht neben Enttäuschung aber auch Raum für Zufriedenheit und Hoffnung
(Motorsport-Total.com) - Bitterer hätte das Wochenende in Macao für das SEAT-Team und Yvan Muller nicht laufen können: Den Fahrer- und Konstrukteurstitel schon greifbar nahe, beendete eine defekte Kraftstoffpumpe kurz vor Ende des ersten Laufes sämtliche Hoffnungen. Alle Versuche, den Schaden unter der Motorhaube zu beheben, blieben erfolglos. Dem enttäuschten Franzosen blieb nur noch, dem neuen WTCC-Champion Andy Priaulx zu gratulieren.
"In der letzten Runde hat meine Dieselpumpe den Geist aufgegeben. Das ist zum ersten Mal passiert und hat uns den Titel gekostet", stellte Muller nüchtern fest. Der faire Verlierer zeigte sich gefasst und bodenständig: "Es ist für das ganze Team eine riesige Enttäuschung, aber wir können auch auf den zweiten Platz sehr stolz sein."
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Muller ging als Favorit ins Saisonfinale
Zuvor hatte es für den Leon TDI noch sehr gut ausgesehen, denn lange Zeit schien Muller der sichere Sieger zu sein. Mit dem späteren Sieger des Laufes, Alain Menu, als härtestem Verfolger, versuchte er den Rückstand vergessen zu machen, den er noch in Anderstorp hatte, und spulte souverän Runde um Runde ab. Erste dunkle Wolken zogen aber bereits bei der Ankündigung der Rennleitung auf, sich einen eventuellen Frühstart des 38-Jährigen noch einmal anzusehen. Der späte Ausfall machte die drohende Bestrafung jedoch irrelevant.
Mullers Teamkollege Gabriele Tarquini, der selbst Zweiter des Laufes wurde, schwankte zwischen Freude und Trauer: "Es war eine sehr gute Saison für SEAT, aber im letzten Rennen ist irgendwas passiert und Yvans Motor war kaputt. Ich freue mich, dass ich es in Macao zum ersten Mal auf das Podium geschafft habe, aber es ist bitter, dass wir sowohl den Fahrer- als auch den Konstrukteurstitel verloren haben."
Ausgerechnet ein Anbauteil des von allen Seiten gelobten Dieselaggregats des Leon TDI, das die Titelträume nach dem WM-Stand von Schweden überhaupt am Leben hielt, bremste nun also das spanische Team ein. Dennoch zeigte sich auch in China einmal mehr, dass man mit diesem Motor um den Sieg mitfahren kann. Der positive Trend zum Ende der Saison hin war klar erkennbar und abgesehen vom Defekt hatte die SEAT-Entwicklungsabteilung ganze Arbeit geleistet.
Puig mit seinem Team zufrieden
SEAT-Sportdirektor Jaime Puig erinnerte sein Team an die hervorragende Leistung in dieser Saison: "Wir kamen um zwei Meisterschaften kämpfend nach Macao und sollten darauf sehr stolz sein. Besonders gegen Ende der Saison waren wir sehr wettbewerbsfähig". Ein erfahrener Mann wie Puig ist sich sicher, dass "wenn man im Leben nicht weiß, wie es sich anfühlt zu verlieren, weiß man auch nicht, wie es sich anfühlt zu gewinnen."
Ersteres kennt das Team nun - und es brennt darauf, die Kehrseite kennen zu lernen. Puig: "Wir haben ein fantastisches Team, ein exzellentes Auto, die besten Fahrer und müssen nun sicherstellen, dass wir es das nächste Mal besser machen." Von Kopf-in-den-Sand-stecken also keine Spur beim Vizeweltmeisterteam.










