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Priaulx: "Heute war mein Glückstag"
Andy Priaulx hat von Startplatz zwölf aus noch den WM-Titel geholt und damit dem Hattrick in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft perfekt gemacht
(Motorsport-Total.com) - Als das zweite Rennen des WTCC-Finales in Macau beendet war und die Piloten die Auslaufrunde absolvierten, saß Andy Priaulx kopfschüttelnd in seinem BMW. Soeben hatte er das geschafft, was viele nach der schlechten Qualifikation nicht mehr für möglich gehalten hatten: Der Brite wurde zum dritten Mal in Folge Tourenwagen-Weltmeister. Zusammen mit dem Gewinn der Europameisterschaft 2004 war es für Priaulx sogar der vierte Titel in Folge.
Dabei war die Ausgangsposition für den BMW Piloten alles andere als ideal. Er selbst stand nur auf Startplatz zwölf, während sein ärgster Rivale, Seat-Pilot Yvan Muller, sich in Startreihe eins platzieren konnte. Die beiden waren punktgleich als WM-Führende nach Macau gekommen. Doch in Rennen eins wandten sich die Glücksgötter Priaulx zu.
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Pech für Muller und Farfus
Der Brite konnte bis zur letzten Runde des ersten Rennens nur einen Platz gut machen, während Muller in Führung lag. Dann aber bekam der Franzose ein Problem mit der Benzinzufuhr und musste aufgeben. Damit übernahm BMW Pilot und Titelanwärter Augusto Farfus Rang zwei. Er krachte aber in der letzten Runde nach einer Kollision mit Seat-Pilot Gabriele Tarquini in die Leitplanken. Bei der Zieleinfahrt war Priaulx Achter, das bedeutete die Pole Position für Rennen zwei. Und da fuhr der Engländer einen sicheren Start-Ziel-Sieg ein - und war zum dritten Mal Weltmeister.
Als Priaulx aus dem Auto stieg, war er sehr emotional: "Ich gebe niemals auf, aber heute musste schon etwas Besonderes passieren, damit ich den Titel zum dritten Mal gewinnen konnte", sagte er. "Zum fünften Mal in Folge hatte ich jetzt im letzten Saisonrennen die Chance auf den Titel. Wir alle wissen, dass man auch ein bisschen Glück braucht, um den Titel zu gewinnen, aber man muss das Glück auch nutzen können. Heute war mein Glückstag. Ich hatte tolle Leute um mich, die mich motiviert haben. Das Auto war zuverlässig, das Team war zuverlässig und das ist auch wichtig, um eine Meisterschaft zu gewinnen."
Macau scheint ein gutes Pflaster für Priaulx zu sein - zum dritten Mal in Folge sicherte er sich hier den WM-Titel. Aber der Erfolg hat auch seinen Preis: Er konnte wie schon in den Vorjahren nicht beim Geburtstag seiner Tochter Danielle dabei sein, die gestern vier Jahre alt wurde. Schon bei ihrer Geburt war er in Macau und nicht zu Hause. Via die TV-Kameras schickte er aber liebevolle Grüße an Danielle und seinen Sohn Sebastian.
Nicht nur für Priaulx, auch für BMW war es am Ende doch noch ein großartiges Wochenende. Das bedeutet für den Hersteller ebenfalls einen WM-Hattrick. Zuvor hatten die Bayern in der Europameisterschaft drei Titel in Folge geholt.










