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Priaulx hält alle Trümpfe in der Hand

05. Oktober 2007 - 15:05 Uhr

Bei seinem 100. Rennen als BMW Werkspilot kann sich Andy Priaulx in Monza den Titel-Hattrick holen - Jörg Müller hat den Kampf noch nicht aufgegeben

Andy Priaulx
Andy Priaulx könnte in Monza zum dritten Mal in Folge Weltmeister werden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Jubiläum und Matchball für Weltmeister Andy Priaulx, letzte Chance für den einzigen deutschen Teilnehmer Jörg Müller: Bei den Saisonläufen 19 und 20 zur Tourenwagen-WM am Sonntag (12.00 und 15.30 Uhr/live bei Eurosport) in Monza könnte bereits eine Entscheidung im Titelkampf fallen.

Sollte der britische Titelverteidiger Priaulx (81 Punkte) in seinem BMW 320si beide Sprintrennen gewinnen und sein härtester Widersacher, Markenkollege Augusto Farfus (Brasilien/69), nicht jeweils über Rang drei hinauskommen, könnte Priaulx bereits vor dem Saisonfinale am 18. November in Macau/China den Titel-Hattrick in der WM feiern.

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Passend dazu bestreitet der 33-Jährige ein außergewöhnliches Jubiläum. Priaulx fährt im Königlichen Park sein 100. Rennen als BMW-Werkspilot. "Andy Priaulx ist mittlerweile seit vier Jahren der Maßstab im Tourenwagensport", sagt BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. "Talent, Ehrgeiz und Motivation sind die Grundlagen für seine beispiellose Siegesserie."

Die begann bereits 2004, als Priaulx Europameister wurde. Es folgten die beiden WM-Titel 2005 und 2006. Alle drei Titel holte sich der Brite erst im Saisonfinale. Und bis dahin will auch Jörg Müller seine Chance wahren. Der 38 Jahre alte Vize-Weltmeister aus Hückelhoven hat allerdings nach insgesamt sieben Nullrunden in seinem Schnitzer-BMW 320si als Vierter in der Gesamtwertung bereits 15 Punkte Rückstand (66) auf Priaulx.

"Ich glaube nicht, dass die Entscheidung bereits in Monza fällt."
Jörg Müller

"Natürlich sieht es momentan nicht gut für mich aus, aber es werden noch vier Rennen gefahren, in denen 40 Punkte vergeben werden", erklärte Müller dem 'sid': "In der WM passieren so viele unvorhersehbare Dinge, daher glaube ich nicht, dass die Entscheidung bereits in Monza fällt."

Lokalmatador Alessandro Zanardi hat da ganz andere Sorgen. Der beinamputierte Italiener wird ausgerechnet bei seinem Heimspiel um zehn Startplätze nach hinten versetzt, weil er angeblich eine "vermeidbare Kollision" in Oschersleben verursacht haben soll. "Das Jahr ist für mich bislang nicht nach Wunsch verlaufen. Umso wichtiger sind meine Heimrennen für mich", meinte Zanardi, der auf der schnellen Grand-Prix-Strecke im vergangenen Jahr um den Sieg kämpfte: "Der Kurs kommt meinem Fahrstil entgegen, in Monza war ich bisher immer schnell. Außerdem freue ich mich sehr, vor meinen italienischen Fans anzutreten. Das wird auch in diesen Jahr wieder etwas ganz Spezielles für mich sein."