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FIA-GT
 
Müller/Vilander nach Ausfall noch nicht Meister
 
01. Oktober 2007 - 11:16 Uhr
 
Dirk Müller und Toni Vilander schieden in Nogaro wegen eines technischen Defekts aus und verpassten damit die vorzeitige Titelentscheidung
 
Müller/Vilander
Dirk Müller und sein Partner Toni Vilander gehen als Führende ins FIA-GT-Finale
Zoom © xpb.cc
(Motorsport-Total.com) - Nach einem Problem mit der Benzinversorgung ihres AF-Corse Motorola Ferrari F430 mussten Dirk Müller und sein finnischer Teamkollege Toni Vilander den neunten Lauf zur FIA-GT-Meisterschaft in Nogaro in Führung liegend vorzeitig beenden.

Auf der französischen Rennstrecke schien es für Müller und die AF-Corse-Mannschaft zunächst genau nach Plan zu laufen: Mit elf Punkten Vorsprung auf die Teamkollegen Gianmaria Bruni und Stephane Ortelli angereist, hätten sich Müller und Vilander bei einem Sieg bereits ein Rennen vor Saisonende vorzeitig den Titel in der GT2-Klasse sichern können. Entsprechend konzentriert ging man in Frankreich zu Werke.



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Gutes Qualifying mit Platz zwei

Mit der zweitschnellsten Qualifyingzeit stellte Müller seinen Ferrari F430 mit der Startnummer 50 neben seinen Teamkollegen Bruni auf die zweite Startposition in der GT2 Kategorie: "Wir haben uns damit eine sehr gute Ausgangsposition für das Rennen geschaffen", freute sich der Deutsche zu diesem Zeitpunkt noch.

Auch das Rennen am Sonntag begann für Müller ganz nach seinem Geschmack: Mit einem phantastischen Start konnte er seinen vor ihm stehenden Teamkollegen Bruni im Schwesterauto der AF-Corse-Truppe hinter sich lassen und sich sofort an die Spitze der GT2-Klasse setzen. Schnell gelang es ihm, sich einige Sekunden Luft auf Bruni zu verschaffen. "Ich konnte mein Rennen und das Geschehen hinter mir sehr gut kontrollieren", berichtete Müller von seinem ersten Stint, "es lief phantastisch. Auto und Reifen waren perfekt."

Auch in der Phase der ersten routinemäßigen Boxenstopps blieben Müller/Vilander weiter auf vorzeitigem Titelkurs, zumal ihre Teamkollegen sich eine Stop-and-Go-Strafe einfingen, da ihr Auto nach dem Boxenhalt nicht mehr ansprang und mit einer externen Batterie gestartet werden musste, was nicht erlaubt ist. "Wir haben, nachdem wir von der Strafe erfahren haben, sofort etwas Tempo heraus genommen", so Müller.

Der Stopp der Startnummer 50 gelang problemlos: Mit großem Vorsprung konnte Vilander den zweiten Rennabschnitt angehen und weiter die Spitzenposition behaupten. Die Fahrt des Finnen wurde nach drei Runden allerdings abrupt beendet.

 
Defekt noch nicht geklärt

Müller: "Wir hatten ein Problem mit der Benzinzufuhr, der Motor hat kein Benzin mehr bekommen und ist ausgegangen. Was genau kaputt ist, ob Benzinpumpe oder etwas anderes, müssen wir erst in der Werkstatt herausfinden. Ich bin im Moment auf jeden Fall ziemlich enttäuscht und traurig, denn es hat hier alles gepasst. Nun müssen wir das Ding halt in Zolder richten."

Die Titelentscheidung in der FIA-GT-Meisterschaft ist vor dem Finallauf im belgischen Zolder am 21. Oktober wieder völlig offen. Von dem komfortablen Vorsprung ist noch ein mageres Pünktchen übrig geblieben. In Belgien kommt es nun zu einem Herzschlagfinale: Müller und Vilander führen mit einem Punkt (63) vor ihren Teamkollegen Bruni/Ortelli (62) und dem Porsche-Duo Malucelli/Collard (59).

Für Müller geht es am kommenden Wochenende aber zunächst einmal wieder nach Amerika. Beim Petit Le Mans in Road Atlanta tritt er zusammen mit seinen Partnern Peter Dumbreck und Lukas Luhr mit dem Petersen/White-Lightning-Ferrari-F430 in der ALMS an: "Ich freue mich wahnsinnig auf dieses Rennen", so Müller. "1.000 Meilen sind eine gigantische Distanz, wir rechnen mit einer Fahrzeit von knapp zehn Stunden. Das ist eines der prestigeträchtigsten GT-Rennen Amerikas. Wir haben eine sehr schlagkräftige Truppe und wir sind siegeshungrig."

 
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