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Hetzjagd der Clio-Piloten

01. Oktober 2007 - 11:33 Uhr

Im zweiten Rennen des Clio Cups in Oschersleben holte Mathias Schläppi Rang zwei, musste sich aber Gesamtleader Kristian Nägele geschlagen geben

Clio Cup Oschersleben
Im zweiten Rennen des Clio Cups in Oschersleben wurde viel Action geboten
© Renault

(Motorsport-Total.com) - Motorsport vom Feinsten zeigten die Piloten des New Renault Clio Cup im 13. Saisonlauf in der Motorsport-Arena Oschersleben. In atemberaubender Aufholjagd hetzte Mathias Schläppi von Rang 14 auf den zweiten Platz vor - hinter Kristian Nägele, während sich Stefan Landmann von Rang elf auf den dritten Podestplatz fighten konnte. Die Meisterschaft bleibt spannend bis zum Finale in Hockenheim.

Einen Rennsportkrimi vom Start bis zum Zielstrich lieferten sich die Fahrer des New Renault Clio Cup beim ADAC-Top-10-Wochenende in der Magdeburger Börde. Sensationelle Positionskämpfe, kompromisslos und überaus fair, prägten den 13. Saisonlauf.

Einer der Hauptakteure landete wenige Minuten vor Schluss im Aus: Vortagesieger Elmar Jurek. Der Berliner hatte sich zu Beginn des Rennens von Rang sechs bis an die Spitze gefightet, konnte sich sogar in einem Atemzug die Brüder Kristian und Dennis Nägele schnappen. Nachdem sein Auto zunehmend abbaute, musste er jedoch sowohl den von Rang fünf gestarteten Kristian Nägele als auch den anbrausenden Mathias Schläppi ziehen lassen. Drei Minuten vor Ende des Rennens verbremste er sich unter dem Druck seiner drängelnden Hintermänner Stefan Landmann und Dennis Nägele und landete vorzeitig im Aus. "Das ist ärgerlich, aber nicht zu ändern", so Jurek trocken.

Oliver Freymuth und Andri Kruglik hatten das Feld in die erste Runde geführt, konnten jedoch ebenso wie Steffen Ramer und Dennis Nägele das Tempo der Hintermänner nicht halten. "Zudem drehte sich Kruglik von der Strecke, was mir zugute kam", erzählte Meisterschaftsführer Kristian Nägele später.

Die ersten Runden habe er schwer kämpfen müssen. "Doch Runde für Runde ließ Jureks Auto nach, ich konnte vorbeiziehen und meinen Vorsprung ausbauen, wobei ich im Rückspiegel nur nach dem schwarzen Auto von Mathias Schläppi Ausschau hielt", erinnerte er sich. Am Ende war der Tabellenführer mehr als drei Sekunden früher als der zweitplatzierte Eidgenosse im Ziel.

Schläppi wiederum hatte sich zwar im Rennen bis auf den zweiten Platz gearbeitet, gegen Nägele jedoch keine Chance. "Mehr war einfach nicht möglich. Ich bin von Anfang bis zum Ende Top-Zeiten gefahren. Wertvolle Sekunden habe ich im Starttumult verloren. Ich kam ganz gut durch. Nur der Nägele-Bruder zeigte sich - was auch verständlich ist - widerspenstiger als die anderen, aber fair", resümierte der Schweizer grinsend. Er war im Vortagesrennen von Kristian Nägele auf den zweiten Tabellenplatz verwiesen worden.

Mit dem Podestplatz im zweiten Wochenendlauf schrumpft die Punktedifferenz an der Tabellenspitze: Kristian Nägele zählt 284 Zähler, Schläppi 267 Punkte. Den dritten Meisterschaftsplatz hat der Österreicher Stefan Landmann mit 208 Zählern inne und weiterhin fest im Visier. "Mein Team hat mir den Clio super vorbereitet. Ich bin glücklich, dass es nach dem verpatzten Vortagesrennen so gut gelaufen ist, der dritte Platz ist mein Ziel", verriet der Österreicher. In der Tabelle jedoch ist die Luft dünn: Hinter ihm werden Dennis Nägele mit 207 und Elmar Jurek mit 202 Punkten geführt.

Dünn war die Luft auch für die Fahrer hinter der Spitzengruppe: Mit harten Bandagen fighteten sowohl Oliver Freymuth und Andreas Kast als auch Andri Kruglik und Christian Bebion. Marc Uwe von Niesewand zog ebenfalls alle Register - unter anderem im Kampf mit Steffen Ramer und Matthias Kaul - und beendete den Lauf auf Platz sechs. Ihn hatte es bereits im freien Training arg getroffen. Der heftige Crash war jedoch glimpflich verlaufen. Sein Auto war rechtzeitig fürs Rennen einsatzbereit.

Anders sah es mit dem Clio von Christian Ott aus. Er musste auf den zweiten Einsatz nach einem Unfall am Vortag verzichten. Bis zu den Finalläufen um den New Renault Clio Cup in Hockenheim sind jedoch noch drei Wochen Zeit. Sie stehen am 20./21. Oktober im Rennsportkalender.

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