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ADAC-Procar: De Villota Comba knapp am Vize vorbei
Trotz einer Pole Position wurde Maria de Villota Comba beim Saisonfinale der ADAC-Procar-Serie in Oschersleben um den verdienten Lohn gebracht
(Motorsport-Total.com) - Das nennt man wohl Pech: Die erhoffte Vize-Meisterschaft in der ADAC-Procar-Serie vor Augen und mit der Pole Position eigentlich die beste Ausgangslage. Aber am Ende überwog nur noch der Frust über zwei Kollisionen, die Maria de Villota Comba und das Team Maurer Motorsport aus Kölliken in der Schweiz um den verdienten Lohn ihrer guten Arbeit in dieser Saison gebracht hatten.
Dabei waren die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wochenende besser denn je. Die Spanierin reiste als Zweitplazierte mit sieben Punkten Vorsprung in die Motorsport Arena Oschersleben und hatte von den insgesamt fünf Kandidaten, die um den zweiten Gesamtrang hinter dem bereits als Meister feststehenden Franz Engstler kämpften, die besten Chancen.
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Im verregneten Qualifying schaffte es die 28-Jährige in ihrem Chevrolet Lacetti sogar, sich erstmals in dieser Saison die Pole zu sichern. Mit 1:54,603 Minuten war de Vilotta Comba 0,089 Sekunden schneller als Engstler im BMW 320i E46. Ihr härtester Widersacher in der Tabelle, der Russe Andrej Romanov, stand in einem weiteren Engstler-BMW nur auf Startplatz sechs.
Im ersten der beiden Sprintrennen konnte sich Engstler beim Start auf nun trockener Bahn mit seinem heckgetriebenen BMW erwartungsgemäß gegen de Vilotta Comba durchsetzen. In der Folge entwickelte sich ein Dreikampf zwischen der Fitness-Trainerin sowie Philip Geipel (Toyota Corolla) und Vladimir Labazov (BMW 320i) um Platz zwei.
Der Russe kollidierte dabei mit der Maurer-Pilotin. "Ich glaube nicht, dass es Absicht von ihm war. Philip Geipel hat vor mir plötzlich so früh gebremst, dass ich überrascht war und kaum ausweichen konnte. Leider hat mich Vladimir dabei umgedreht", berichtete die schnelle Amazone enttäuscht. Weil zwei vor ihr ins Ziel gekommene Gaststarter keine Punkte erhielten, konnte sie sich letztendlich als Sechste noch drei Zähler sichern.
Im finalen Showdown hätte der Chevrolet-Pilotin bereits ein vierter oder besserer Platz zum erhofften Ziel, der Vize-Meisterschaft gereicht. Die Fahrsicherheits-Instruktorin aus Madrid war trotz der Enttäuschung guter Dinge, denn solch ein Resultat hatte sie zuvor schon in acht Saisonrennen erzielt.
Genau um jenen vierten Platz ging es in der vorletzten Runde von Lauf zwei auf dem 3.696 Meter langen Kurs in der Magdeburger Börde, als Geipel einen erfolgreichen Angriff von de Vilotta Comba kontern wollte. Die harte Attacke des Toyota-Piloten misslang und nach einer erneuten Kollision war für beide das Rennen vorzeitig beendet. Als dann auch noch Engstler seinem Teamkollegen Romanov Schützenhilfe leistete und ihm den Vortritt ließ, war die Entscheidung um die Vize-Meisterschaft zugunsten des Russen und gegen de Vilotta Comba gefallen.
"Was soll ich dazu noch sagen. Maria war am ganzen Wochenende sehr schnell unterwegs und wurde in beiden Rennen von Philip Geipel ins Aus geschickt", schimpfte Teamchef Beat Maurer: "Mit solch einer Einstellung auf der Strecke wollen wir keine Rennen fahren!"
Die letzten Laufsiege in der "Zweiten Tourenwagen-Bundesliga""sicherten sich die beiden BMW-Piloten Labazov und Engstler. Hinter dem früheren DTM-Piloten belegten Romanov (74 Punkte) und de Villota Comba (72) die Gesamtränge zwei und drei in der Endabrechnung.










