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Silverstone: Großer Erfolg für Werner

14. September 2007 - 00:05 Uhr

Als Mitglied des Siegerteams bei den 24 Stunden von Silverstone feierte Dirk Werner einen der größten Erfolge seiner Karriere

Dirk Werner
Mit diesem BMW Z4 M-Coupé gewann Dirk Werner in Silverstone
© Duller Motorsport

(Motorsport-Total.com) - Porsche-Carrera-Cup-Champion Dirk Werner hat bei der dritten Auflage der 24-Stunden von Silverstone (Großbritannien) seinen insgesamt dritten Triumph bei einem Langstreckenmarathon gefeiert und damit gleichzeitig für ein Novum im internationalen Automobilsport gesorgt.

Der 26-Jährige aus Kissenbrück wurde bei seinem neuerlichen Erfolg im BMW Z4 M-Coupé des österreichischen Teams Duller Motorsport (Klagenfurt) noch von Altstar Dieter Quester (Österreich), Johannes Stuck (Lichtenstein), Sohn der Rennlegende Hans-Joachim Stuck, sowie Lokalmatador Jamie Campbell-Walter unterstützt. Der Brite und seine beiden Teamkollegen Quester und Werner, die im vergangenen Jahr an gleicher Stelle für den Premierensieg beim ersten Renneinsatz des neuen BMW Z4 M-Coupés gesorgt hatten, feierten damit innerhalb von nur zwölf Monaten bereits den dritten Triumph bei einem 24-Stunden-Rennen mit dem zweisitzigen Sportwagen aus München. Dieses Kunststück hat vor ihnen noch kein anderes Fahrertrio geschafft. Insgesamt haben sich 62 Teams an dem Rennen zweimal rund um die Uhr beteiligt.

Das erfolgreiche BMW Quartett, das mit Werners Bestzeit (1:54.219 Minuten) im Qualifying aus der ersten Reihe gestartet war, hatte nach 596 Runden (3.062,844 Kilometer) auf dem englischen Grand-Prix-Kurs einen Vorsprung von 29 Runden vor den Trainingsschnellsten Briten Martin Short, Stuart Hall und Andy Neate in einem Mosler GT3 RS.

"Der Z4 war über die Distanz viel besser und damit natürlich auch leichter zu fahren als im vergangenen Jahr. Das Auto wurde vor allem im Bereich von Bremse, Fahrwerk und Hinterachse deutlich verbessert", meinte Werner, der die Pole Position im Zeittraining trotz ABS-Ausfalls nur um 0,192 Sekunden verfehlt hatte.

Nach dem Start fiel Werner zwar einen Platz zurück, konnte aber noch in seinem ersten Stint die Gesamtführung übernehmen. Kontinuierlich baute man anschließend den Vorsprung an der Spitze immer weiter aus. Einziges Problem: Wie schon im vergangenen Jahr stoppte Nebel in den frühen Morgenstunden den Vorwärtsdrang der BMW Truppe. Im Gegensatz zu 2006, als die Teilnehmer fast vier Stunden hinter dem Safety-Car fahrend fast einschliefen, entschied sich der Veranstalter diesmal, nach rund 30-minütiger Neutralisation zu einer zweistündigen Unterbrechung bei Halbzeit des Rennens. Zu diesem Zeitpunkt hatten Werner und Co. bereits 16 Runden Vorsprung herausgefahren. Auch nach dem Restart vergrößerte sich der Abstand zu den Verfolgern, auch weil die nicht ohne Probleme über die Runden kamen. "Wir haben früher geschaltet und gebremst und sind beim Überrunden keine unnötigen Risiken eingegangen", erklärte Werner das gedrosselte Tempo in den letzten Stunden. Die wurden für die Duller-Mannschaft zu einem reinen Geduldsspiel.

"Das ist ein großartiger Erfolg des gesamten Teams. Einfach unglaublich und der Wahnsinn, dass wir ohne ein einziges Problem über die lange Distanz gekommen sind. Das war der Grundstein für die erfolgreiche Titelverteidigung", meinte Werners erfahrener und routinierter Teamkollege, der 68 Jahre alte Wiener Dieter Quester.

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