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FIA-GT
 
Müller: Mit Superleistung zum vierten Saisonsieg
 
10. September 2007 - 12:58 Uhr
 
Obwohl ihnen von der Rennleitung Steine in den Weg gelegt wurden, gewannen Müller/Vilander die GT2-Klasse beim Rennen in Adria
 
Toni Vilander
Beim Nachtrennen in Adria lieferten Müller/Vilander eine tolle Leistung ab
Zoom © xpb.cc
(Motorsport-Total.com) - Mit einer Superleistung sicherte sich der Ferrari-Pilot Dirk Müller beim siebenten von zehn Läufen zur FIA-GT-Meisterschaft auf dem Adria Raceway in Italien mit dem AF-Corse Motorola Ferrari F430 GT2 von der letzten Startposition aus, den vierten Saisonsieg.

"Ich bin einfach begeistert", freute sich Müller nach der Zieldurchfahrt am Samstagabend. "Das war trotz - oder gerade wegen - unserer ungünstigen Ausgangsposition das perfekte Rennen. Wir hatten heute ein absolut fantastisches Auto. Wir hatten mit den Michelin-Pneus den perfekten Reifen. Wir hatten eine traumhaft sichere Mannschaft an der Box und wir hatten zwei perfekte Fahrer."

 

Obwohl sich der 31-jährige Burbacher in allen Freien Trainingssitzungen mit als schnellster Mann der GT2-Klasse bewies und dann das Qualifying für sich entscheiden konnte, musste er das Nachtrennen mit seinem Teamkollegen Toni Vilander von der letzten Startposition aus in Angriff nehmen. Einige wenige Zentimeter des Unterbodens des Ferrari F430 hatten sich während des Qualifying gelöst und wurden von den technischen Kommissaren bei der Kontrolle nach der Zeitenhatz als um einige Millimeter zu tief bemängelt.

"Die Prüfrolle hat an einer Stelle unter dem Fahrersitz nicht unter das Auto gepasst, also war das Auto dort zu tief. Daraufhin hat man uns alle Zeiten aus der Qualifikation gestrichen. Wir hatten zwar dadurch keinerlei Vorteil, aber so ist nun mal das Reglement", so Müller nach der Entscheidung pragmatisch.

Im Rennen auf dem nur 2,3 Kilometer langen Kurs vor den Toren Venedigs, das bei hereinbrechender Dunkelheit gestartet wurde und über eine Distanz von zwei Rennstunden gehen sollte, übernahm Müller wie gewohnt den Part des Startfahrers. Vom Ende des Feldes war es für den gebürtigen Siegerländer nicht einfach sich in Szene zu setzen, doch nach einer verzögerten Startphase hat "der Porsche neben mir bei roter Startampel bereits Gas gegeben und den Maserati vor uns herumgedreht. Um den nicht zu torpedieren, musste ich vom Gas", so Müllers Schilderung des Starts. "Als die Ampel dann auf grün sprang, stand ich auf der Bremse."

Danach gab es für den AF-Corse-Piloten aber kein Halten mehr und nur noch eine Blickrichtung, nach vorne! In einer aufsehenerregenden Art und Weise kämpfte sich der Deutsche durch das Feld nach vorne und schon nach etwas mehr als einer halben Stunde Fahrzeit hatte er die Spitze in der GT2-Klasse schon in Reichweite.

Als kurz vor Ende der ersten Rennstunde die Boxenstopps anstanden, konnte Vilander den Ferrari F430 als Führender übernehmen und verteidigte diese Position auch in seinem Stint. "Wir haben kurzfristig unsere Renntaktik umgestellt", erzählte Müller, der nach dem Mittelabschnitt des Finnen auch den Schlussturn übernahm.

Im letzten Rennabschnitt waren die beiden AF-Corse-Piloten Müller und Gianmaria Bruni die Hauptprotagonisten in der GT2-Klasse: Im Sekundenabstand jagten die beiden rot-blauen Motorola-F430 um den Kurs. Obwohl Ex-Formel-1-Pilot Bruni alle Register zog, um Müller die Spitzenposition noch streitig zu machen, behielt dieser die Oberhand und sicherte sich mit dem Sieg nach zwei Rennstunden nicht nur den vierten Saisonerfolg, sondern baute seine Tabellenführung in der Gesamtwertung auf nunmehr sechs Punkte aus.

 
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