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Peugeot feiert Pole Position und zeigt Zuversicht
Vom Sieg spricht im Peugeot-Lager noch niemand, doch die bisherigen Leistungen der beiden Autos sorgt für eine große Portion Zuversicht
(Motorsport-Total.com) - Vor dem Wochenende in Le Mans galt Peugeot als Herausforderer, der sich der Diesel-Erfahrung von Platzhirsch Audi noch geschlagen geben müsste. Davon war in den Qualifyings in Le Mans nichts zu sehen. Die beiden 908 HDi konnten mit den Audi R10 TDI nicht nur einfach mithalten, sowohl im Nassen als auch im Trockenen lieferte man sich heiße Gefechte.
Da es am Donnerstag regnete, hatten die Zeiten vom Mittwoch weiter Bestand. Mit seiner Zeit von 3.26.344 Minuten, die der ehemalige Formel-1- und Rallye-WM-Pilot kurz vor Ablauf des ersten Trainingstages auf der 13,650 Kilometer langen Strecke markierte, lag er über eine halbe Sekunde vor dem zweitplatzierten Audi. "Das war die beste Runde, die ich je in Le Mans gefahren bin", freute sich Sarrazin über seine gute Leistung. "An keiner Stelle hätte ich noch schneller gekonnt." Das Rennen wird er zusammen mit dem Portugiesen Pedro Lamy und seinem französischen Landsmann, dem dreifachen Champ-Car-Meister Sébastien Bourdais bestreiten.

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Das gute Abschneiden von Peugeot bei der Startplatzvergabe bestätigte auch der zweite 908 HDi FAP, der von Nicolas Minassian gesteuert die drittbeste Qualifyingzeit erzielte und aus der zweiten Reihe starten wird. In diesem Auto komplettieren Marc Gené aus Spanien und der ehemalige Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve aus Kanada das Fahreraufgebot.
Peugeot-Sportdirektor Michel Barge frohlockte bereits nach dem Qualifying. "Diese Erfolge haben das Team noch enger zusammengeschweißt und sind natürlich eine perfekte Motivation. Auf der anderen Seite ist uns allen bewusst, dass wir immer noch in unserem Lehrjahr sind, bei dem es in allen Bereichen gilt, so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln. Und das werden wir auch in den kommenden Tagen tun", erklärte er.
Schon das Qualifying zeigte, dass Le Mans seine eigenen Tücken hat. Auch Polesitter Sarrazin hatte einige Male seine liebe Not. "Ich verpasste einen Bremspunkt einmal um 100 Meter", gestand er. "Ich jagte einer Corvette nach. Dann habe ich versucht, meinen Bremspunkt zu finden - aber der lag schon weit hinter mir. Ich fuhr durch den Kies, war aber so schnell, dass ich keinen Kiesel aufsammelte."
Auch der zweite Peugeot fand bisher nur wenig Grund zur Klage. Der Regen am Donnerstag gab Marc Gené, der noch über keine große Erfahrung in Sportwagen verfügt, die Chance, sich an die schwierigen Verhältnisse zu gewöhnen. Ein Abflug in den Abendstunden zeigte ihm, dass er noch einiges lernen muss.
"Es war nicht ganz einfach, denn wir wechselten von Intermediates auf Regenreifen", erklärte er gegenüber 'Crash.net'. "Das war vielleicht etwas früh, aber wir haben es eben probiert. Aber es war meiner Fehler, das muss ich auf mich nehmen. Der Schaden war gar nicht so groß, es hätte es sogar zurück an die Box geschafft. Aber ich bin noch zu sehr in dem mir bekannten Motorsport drin, aber hier muss man das Auto - egal wie - einfach an die Box zurückfahren."
Für das Rennen ist er dennoch optimistisch, wenn man die Probleme aus dem Qualifying lösen kann. "Es ist schon sehr speziell, vor allem dann, wenn man in der Nacht im Regen fährt", gestand der Spanier. "Bisher hatten wir keine Zuverlässigkeitsprobleme, das ist ein gutes Zeichen. Wenn wir ins Ziel kommen, kann alles passieren. Aber ist wahrscheinlich, dass etwas passieren wird, denn wir haben keine 24-Stunden-Simulation absolvieren können."










