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Mücke: Das Kribbeln wird immer größer
Premiere beim berühmtesten Rennen der Welt: Stefan Mücke fährt als erster Berliner bei den 24 Stunden von Le Mans
(Motorsport-Total.com) - Seit Montag ist er in der Stadt, die im Nordwesten Frankreichs liegt und Hauptstadt des Departements Sarthe ist. Und mit jedem weiteren Tag, der vergeht, wird das Kribbeln immer größer. Die Rede ist von Le Mans und Stefan Mücke. Der 25-Jährige vom ASL-Team Mücke Motorsport aus Berlin-Altglienicke fiebert seiner Premiere bei den 24 Stunden von Le Mans, dem wohl berühmtesten Motorsport-Ereignis der Welt, entgegen.
"Bei den 24 Stunden von Le Mans einmal dabei zu sein, davon träumt bestimmt jeder Rennfahrer. Das ist ein absolutes Highlight und eine riesige Herausforderung", sagte Stefan Mücke am heutigen Dienstag und freut sich schon auf die nächsten Tage, wenn am Mittwoch das Training, am Donnerstag das Qualifying und am Freitag die legendäre Fahrerparade folgen. Und natürlich auf den Samstag und Sonntag (16./17. Juni), wenn es für die insgesamt 55 Autos und ihre Teams von 15.00 bis 15.00 Uhr 24 Stunden lang ernst wird auf der 13,650 Kilometer langen Strecke, auf der es auch über Landstraßen geht.
Stefan Mücke ist der erste Berliner, der bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start geht. Er fährt zusammen mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten Alex Yoong (Malaysia) und Jan Charouz einen Lola B07/17 Judd LMP1 des tschechischen Teams Charouz Racing System, das ebenso wie sein offener Sportwagen-Prototyp erstmals bei diesem Rennen dabei ist. Auch wenn die Konkurrenz - unter anderem mit den favorisierten Diesel-Werksautos von Audi und Peugeot - riesig ist, will die Mannschaft von Antonin Charouz nicht nur mitfahren.
"Wir sind gut vorbereitet, was nicht nur der zweite Platz bei den 1000 Kilometern von Valencia in der Le Mans Series gezeigt hat. Unsere Ingenieure haben das Auto weiter verbessert, und unsere Piloten sind sehr erfahrene Motorsportler", betont der Teamchef. "Priorität hat das Ankommen. Unser Ziel heißt, am Ende unter den Top Ten zu sein."
Da liegt der ehemalige DTM-Pilot Stefan Mücke ganz auf einer Wellenlänge mit seinem Teamchef. "Ich denke, wir können bei den Benzinern ganz vorn ein Wörtchen mitreden. Alle müssen nach den 24 Stunden erst einmal ins Ziel kommen - auch die Dieselfahrzeuge." Mit den Ingenieuren haben die Charouz-Fahrer am Dienstag noch die Daten vom einzigen Test auf der 24-Stunden-Strecke Anfang Juni aufgearbeitet, das Üben der Boxenstopps und Fahrerwechsel ist für das Training tags darauf vorgesehen. Und auch die Strecke wird per Motorroller noch einmal begutachtet.
"Doch im Rennen sieht das dann alles ganz anders aus, wenn man nicht mit 50 sondern mit 330 km/h über die Piste und dabei zum großen Teil über eine Landstraße jagt", weiß Stefan Mücke, der auch vor seiner Rennpremiere in der Nacht steht. "Ich fahre erstmals ein 24-Stunden-Rennen - und dann gleich in Le Mans. Das ist ein fantastisches Gefühl", schwärmt der Berliner, der an den ersten beiden Tagen der Le-Mans-Woche bereits viele neue Eindrücke gewonnen hat.
"Hier herrscht ein Riesentrubel. Schon bei der Abnahme vor der Kathedrale drängten sich tausende Menschen vor den Bühnen." Und für den ersten Berliner bei den 24 Stunden von Le Mans werden in dieser Woche noch viele weitere neue Erfahrungen hinzukommen. "Das alles werde ich bestimmt für immer in Erinnerung behalten."










