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Zieht es Barrichello ins Honda-Lager?

Rubens Barrichello zeigt sich mit seinem bisherigen Abschneiden im KV-Chevrolet alles andere als zufrieden und schließt einen Teamwechsel nicht aus

(Motorsport-Total.com) - Der diesjährige IndyCar-Neuzugang Rubens Barrichello hat sich nach gut einem Viertel seiner ersten Saison in den USA gut in der Szene eingelebt. Mehr noch als die reinen Ergebnisse stellt Barrichello das Klima in der höchsten US-Formelrennserie positiv heraus: "Du steigst aus dem Auto aus und hast Spaß. Man fährt gemeinsam zu den Rennen und sitzt beim Grillen zusammen", wird der 40-Jährige von 'Autosport' zitiert. "Doch ich bin nicht hier, um mich mit jemandem anzufreunden. Ich bin hier, um
zu gewinnen", stellt er klar.

Rubens Barrichello

Rubens Barrichello denkt ernsthaft über einen Teamwechsel nach

Vom Gewinnen ist Barrichello nach zwölf Rennen noch weit entfernt. Ein siebter Platz auf dem Iowa Speedway steht als bestes Ergebnis zu Buche. Dass das bisher beste IndyCar-Ergebnis des Formel-1-Rekordstarters ausgerechnet auf einem Oval und nicht auf einem Straßenkurs zustande kam, überrascht nicht nur Barrichello selbst. "Ich weiß, dass die Leute mehr von mir erwartet haben", ist sich der Brasilianer gegenüber 'SpeedTV' bewusst und gesteht: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich in diesem Auto so viel Zeit verliere."

In der Gesamtwertung belegt Barrichello einen durchwachsenen 17. Platz. Teamkollege und Kumpel Tony Kanaan liegt drei Rennen vor dem Saisonende auf Platz sieben. Ernesto Viso im dritten KV-Chevy liegt als 20. sogar noch hinter dem langjährigen Formel-1-Piloten. "Ich befinde mich in einer Situation, in der die Ergebnisse enttäuschend sind, aber ich habe mein Lachen nicht verloren, denn ich lerne ständig dazu", sagt der zu Beginn dieses Jahres auch beruflich in den USA sesshaft gewordene Barrichello.

Freundschaft mit Tony Kanaan kein Grund, bei KV zu bleiben

Zwar geht der Formel-1-Rekordstarter davon aus, auch im kommenden Jahr in einem IndyCar zu sitzen, ob er dann noch für KV Racing ins Lenkrad greifen wird, ist allerdings ungewiss. Anders als im Falle Barrichello läuft der KV-Vertrag von Kumpel Kanaan noch bis Ende der Saison 2013, dennoch kokettiert "Rubinho" mit einem Teamwechsel. "Absolut", entgegnet der IndyCar-Pilot im ersten Jahr gegenüber 'Autosport' auf die Frage, ob er sich eine Veränderung vorstellen könne.

Rubens Barrichello, Tony Kanaan

Tony Kanaan war an Rubens Barrichellos IndyCar-Einstieg maßgeblich beteiligt

Daran ändert offenbar auch die langjährige Freundschaft zu seinem "Bruder" Kanaan nichts. "Wenn man die Freundschaft einmal ausblendet, reden wir hier immer noch von einem Business", stellt Barrichello klar und unterstreicht: "Ich kenne Tony seit ich zwölf Jahre alt bin, aber das bedeutet nicht, dass wir zwingend weiterhin im selben Team fahren müssen."

"Wir werden weiterhin Brüder sein. Wir werden weiterhin Freunde sein, doch ich muss einfach schauen, ob mir dieses Team etwas Gutes an die Hand geben kann", deutet Barrichello einen Abschied aus dem KV-Lager an. Das Team von Jimmy Vasser und Kevin Kalkhoven hatte in der Premierensaison des Dallara DW12 generell Mühe, sich auf diesen einzustellen. "Ich habe nach wie vor kein Basis-Setup, mit dem ich zufrieden sein könnte, doch wir tun alles, um dieses zu erreichen", so Barrichello.

Unterm Strich ist "Rubinho" mit seinen bisher gesammelten Erfahrungen zufrieden. "Es war fantastisch, die Höhen und Tiefen kennenzulernen, die Ovale und all die neue Dinge, aber jetzt ist es an der Zeit, dass etwas passiert. Gegenüber 'SpeedTV' gibt er offen zu: "Um ehrlich zu sein, hätte ich nie gedacht, dass die Vertragsgespräche so früh beginnen. Zwar habe ich mich bisher noch nicht mit vielen Leuten unterhalten, aber du musst für Gespräche auf jeden Fall offen sein."

Wechsel ins Ganassi-B-Team?

Nach drei Jahren im Formel-1-Team von Honda (2006 bis 2008) hat Barrichello nach wie vor gute Kontakte zu den Japanern. Ein Wechsel ins Honda-Lager der IndyCars scheint aus diesem Grund wahrscheinlich. "Ich bin für alles offen. Bevor du eine Entscheidung triffst, musst du dich mit allen unterhalten. Für mich ist es das Wichtigste, ein konkurrenzfähiges Auto zu haben, denn ich will wieder gewinnen", so der 11-fache Grand-Prix-Sieger.

Rubens Barrichello

Mit dem KV-Chevrolet konnte Barrichello bisher keine Bäume ausreißen

"Ich mag zwar 40 Jahre alt sein, aber ich sehe das eher so, dass mein Geist 20 ist und mein Körper fühlt sich auch an wie 20", scherzt "Rubinho" und versichert: "Ich habe noch ein paar gute Jahre vor mir." In diesem Zusammenhang stellt der Brasilianer klar, dass es ihm beim Gedanken, das Team zu wechseln nicht um finanzielle Aspekte geht: "Wir sprechen hier nicht davon, das große Geld zu machen. Ich will einfach nur ein Auto haben, mit dem ich gewinnen kann."

"Es wird sich zeigen, ob mir KV dieses bieten kann oder aber jemand anderes", so Barrichello vielsagend. Durch den für das Ende der Saison angekündigten Abschied von Graham Rahal aus dem Ganassi-B-Team wäre für die Saison 2013 ein lukratives Honda-Cockpit zu haben...

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