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Michael Andretti: Siege als Fahrer anders als als Teambesitzer

Michael Andretti zählt zu den erfolgreichsten Fahrern im US-Rennsport und feiert auch als Teambesitzer Erfolge - Seine neue Rolle genießt er, obwohl es anders ist

(Motorsport-Total.com) - Michael Andretti führt eine der bekanntesten Familiendynastien im US-Rennsport fort. Er ist einer der Rennfahrer, die auch nach der aktiven Karriere als Teambesitzer Erfolge feiern. Unvergessen sind seine Zeiten bei Newman/Haas Ende der 1980er und Anfang der 1990er-Jahre, als er mit seinem Vater Mario ein Spitzenteam formte. Der Formel-1-Ausflug 1993 zu McLaren verlief weniger erfolgreich, bei seiner Rückkehr in die USA holte er in Surfers Paradise 1994 beim ersten Rennen von Chassishersteller Reynard den Sieg.

Michael Andretti

Als Teambesitzer gewann Michael Andretti viermal das Indy 500 Zoom

Unvergessen ist auch der "Andretti-Fluch" bei den 500 Meilen von Indianapolis. Mario konnte 1969 einmal gewinnen, doch Michael scheiterte mehrmals knapp. Als Teambesitzer konnte sich Michael dennoch den Traum erfüllen und die Yards of Brick küssen. "Es war toll, das als Besitzer zu schaffen. Als Fahrer ist es mir nicht gelungen, aber viermal als Teambesitzer ist schon cool", strahlt Andretti bei 'IndyCar.com'. Dan Wheldon (2005), Dario Franchitti (2007), Ryan Hunter-Reay (2014) und Alexander Rossi (2016) gewannen für Andretti das größte Rennen der Welt.

Trotzdem gibt Andretti zu, dass es anders ist, als Fahrer und als Teambesitzer den Sieg zu erobern: "Wenn du als Teambesitzer gewinnst, dann teilst du den Erfolg mit anderen. Als Fahrer ist es viel persönlicher." Mit insgesamt 42 Siegen hält Michael Andretti in der ewigen Siegstatistik hinter AJ Foyt und Vater Mario Platz drei. 1991 holte er seinen einzigen Titel, viermal wurde er Vizemeister. Ende 2002 beendete Andretti seine aktive Karriere und trat anschließend noch dreimal in Indianapolis an - zum letzten Mal 2007.

Michael Andretti

2002 fuhr Michael Andretti seine letzte volle CART-Saison Zoom

Ein weiteres Comeback schließt der 54-Jährige aus: "Als Fahrer muss man in guter Form sein. Ich möchte nicht in ein Auto steigen, wenn ich nicht mein Bestes geben kann. Wenn ich jetzt fahren würde, dann wäre es für mich eine große Enttäuschung. Ich habe das alles hinter mir gelassen. Seit ich gesagt habe, dass es das war, drehen sich meine Gedanken zu 100 Prozent um das Teammanagement, weil ich wusste, dass das der neue Abschnitt meines Lebens sein wird."

Das Team ging aus einer Zusammenarbeit mit Barry Green hervor. Seit 2010 heißt der Rennstall Andretti Autosport, seither ist Michael Andretti der alleinige Besitzer. Mittlerweile ist man nicht nur in der IndyCar-Serie erfolgreich, sondern auch in der US-Rallycross-Meisterschaft. Dazu gibt es auch ein Formel-E-Team, das von England aus betrieben wird. "Es ist großartig, ich liebe es", zeigt sich Andretti mit seiner Rolle mehr als zufrieden.

"Man geht durch harte Zeiten, aber generell macht es Spaß. Es ist ein einzigartiges Business mit vielen Aspekten", spricht er nicht nur die technische Seite an, sondern auch Marketing- und Sponsoring. "Es gibt so viele verschiedene Seiten. Das macht Spaß, weil es immer eine neue Herausforderung ist, wenn du eine Türe öffnest. Ich bin sehr stolz darauf."

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