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Jay Howard: Vom Abstellgleis zur Indy-500-Bestzeit

Das märchenhafte Comeback von Jay Howard: Schon als Instruktor abgestempelt, lässt er nun mit Bestzeit im vierten Indy-500-Training aufhorchen

(Motorsport-Total.com) - Jay Howard vom Schmidt-Peterson-Honda-Team war mit seiner Bestzeit (39,6924 Sekunden oder 226,744 mph Schnitt) die große Überraschung des vierten Freien Trainings für die 500 Meilen von Indianapolis 2017.

Jay Howard

Jay Howard bestreitet nach sechs Jahren Pause wieder ein Indy 500 Zoom

Der Brite ist seit 2011 kein IndyCar-Rennen mehr gefahren. Nach dem Gewinn der Indy-Lights-Meisterschaft 2006 galt er als eine der heißesten Aktien im nordamerikanischen Formelsport, doch danach verlief die Karriere nicht nach Wunsch. Nun feiert er mit 36 Jahren ein Comeback in Indianapolis. Ermöglicht wurde ihm dieses durch Tony Stewart.

Die NASCAR-Legende ist neben Sam Schmidt die Person, die Howards Comeback möglich gemacht hat - und nach der Bestzeit gestern, bei der Stewart persönlich in der Box stand, so etwas wie ein Glücksbringer: "Ich werde ihn in der Box anketten. Der geht nirgendwo hin", lacht Howard und meint augenzwinkernd: "Ich habe mich schon um seine Autoreifen gekümmert ..."

Im Training am Donnerstag setzte er sich vor drei Andretti-Honda-Fahrern an die Spitze - allerdings unter Vorbehalt: Howard fuhr seine Zeit mit Windschatten. Im Klassement ohne Windschatten lag er nur an 24. Position. Der märchenhaften Story um sein gelungenes Comeback tut das aber keinen Abbruch.


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"Das ist wie ein Traum", schwärmt er. "Ich weiß nicht, ob ich morgen aufwache und alles vorbei sein wird. Ich kann noch gar nicht glauben, dass ich an der Spitze der Tabelle stehe. Fühlt sich gut an. Wir waren schon vor dem Event zuversichtlich, aber das ist natürlich ein sehr, sehr guter Start. Aber wir haben auch noch viel Arbeit vor uns."

Howard trat bisher erst ein einziges Mal beim Indy 500 an. 2011 fuhr er in einem gemeinsamen Entry von Schmidt und Rahal-Letterman-Lanigan. Vom 20. Startplatz aus belegte er damals den 30. Platz. Insgesamt hat er in seiner Karriere elf IndyCar-Rennen bestritten. Der Durchbruch gelang ihm aber nie.


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In den vergangenen Jahren, als er schon am Ende schien, verdiente er sein Geld als Instruktor für Nachwuchspiloten. Sein Auto wird finanziert von One Cure, einem Krebsprojekt, das früher bei Stewarts NASCAR-Programm engagiert war. Und am 2. Mai hatte Howard Gelegenheit, in St. Louis zu testen.

Jetzt fühlt er sich im Auto einigermaßen wohl: "Das ist wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht", sagt er. "St. Louis war definitiv eine Hilfe für mich, dort ein paar Runden zu drehen und den Rost wegzukriegen, mich wieder an die hohen Geschwindigkeiten zu gewöhnen." Und Howard sagt: "Indy ist immer noch genauso magisch wie beim letzten Mal, als ich hier war!"

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