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IndyCar-Cockpitschutz: Ab Ende 2018 im Renneinsatz?

Beim Phoenix-Test in dieser Woche wird der IndyCar-Cockpitschutz in Form eines Aeroscreens erstmals auf der Strecke getestet - Wie geht es weiter?

(Motorsport-Total.com) - Dem viermaligen IndyCar-Champion Scott Dixon kommt am Donnerstag dieser Woche die Ehre zuteil, als erster Fahrer in der Geschichte der Rennserie mit einem nicht zu übersehenden Cockpitschutz zufahren. Bei den Testfahrten auf dem Ein-Meilen-Oval in Phoenix wird der #9 Ganassi-Honda von Dixon mit dem kürzlich veröffentlichten Aeroscreen ausgerüstet sein. Ob und wann der Cockpitschutz auch bei Rennen eingesetzt wird, ist noch offen. Eine erste grobe Zeitplanung in diese Richtung gibt es aber.

IndyCar Aeroscreen

Wird der von Dallara und PPG entwickelte Cockpitschutz schon 2018 Vorschrift? Zoom

"Das wird das erste Mal sein, dass wir die Konstruktion auf einer Rennstrecke sehen werden", betont IndyCar-Rennleiter Jay Frye mit Blick auf den Phoenix-Test und erklärt: "Dabei geht es darum, herauszufinden, wie und wann es weitergeht. Werden wir es vorschreiben? Wenn ja, für 2019 oder schon für Ende 2018?"

Nach zahlreichen Simulationen mit dem von Dallara und PPG entwickelten Cockpitschutz folgt nun beim Phoenix-Test also die Bewährungsprobe in der Realität. "Sobald wir die Konstruktion auf dem Auto montiert haben, werden wir sehen, wie das Handling dadurch beeinflusst wird. Wir können Daten sammeln und dank derer werden wir das Ganze besser verstehen. Wir wollen einfach sicherstellen, dass wir das Richtige tun", so Frye.

Ungeachtet dessen, ob der Cockpitschutz vorgeschrieben wird oder nicht, hat das 2018er-IndyCar-Chassis schon jetzt eine Reihe zusätzlicher Sicherheitsfeatures spendiert bekommen. So wurden unter anderem die Seitenkästen weiter nach vorn verlängert, um dem Fahrer im Falle eines seitlichen Aufpralls mehr Schutz zu bieten und das Verletzungsrisiko zu minimieren. Doch Frye sagt ganz deutlich: "Wir sind mit unseren Bemühungen noch nicht am Ende angelangt."

Emerson Fittipaldi und Al Unser Jr. beim Indy 500 1989

CART-Racing mit Windschutzscheibe: Emerson Fittipaldi und Al Unser Jr. 1989 Zoom

Sollte der kürzlich präsentierte Cockpitschutz in Form einer Scheibe tatsächlich verpflichtend vorgeschrieben werden, wäre es rein von der Optik her nicht das erste Mal, dass IndyCar-Boliden mit einer Windschutzscheibe fahren. Schon die CART-Boliden der späten 1980er- und frühen 1990er-Jahre hatten eine deutlich größere Scheibe als man es üblicherweise von Formelautos gewohnt ist. Die neue Variante ist aber noch voluminöser.

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