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Bourdais: Texas-Rennen war "Bullshit" und lebensgefährlich

Rundumschlag von Sebastien Bourdais: Der verletzte IndyCar-Pilot geht nach dem chaotischen Rennen in Fort Worth hart mit seinen Fahrerkollegen ins Gericht

(Motorsport-Total.com) - Nach seinem schweren Unfall bei den Trainings zum Indianapolis 500 ist IndyCar-Pilot Sebastien Bourdais derzeit zum Zuschauen verdammt. Am vergangenen Sonntag war das dem Dale-Coyne-Piloten beim Rennen auf dem Texas Motor Speedway aber auch ganz recht so. Denn das chaotische Rennen mit einer ganzen Reihe von Unfällen, bei dem am Ende nur neun Fahrer die Zielflagge sahen, ließ Bourdais die Haare zu Berge stehen.

Unfall

In Fort Worth krachte es am Samstag gleich reihenweise

"Das war Bullshit und wir sollten es besser wissen", so Bourdais gegenüber 'Autosport'. Nach dem Tod von Dan Wheldon 2011 in Las Vegas hätten sich die Fahrer geschworen, auf Superspeedways künftig vorsichtiger zu fahren. "Aber nicht erst in Texas haben wir nichts mehr davon gewusst. Es war auch 2015 in Fontana und bei anderen Rennen so", kritisiert Bourdais.

"Wenn wir immer noch nicht gelernt haben, dass es lebensgefährlich ist, mit Formelautos im Stock-Car-Stil zu fahren, dann ist uns nicht mehr zu helfen", sagt der Franzose. Über Aussagen, die das Rennen als tolle Show oder Spektakel gelobt haben, kann Bourdais nur mit dem Kopf schütteln.

"Da denke ich mir: 'Oh man, haben die Leute manchmal ein kurzes Gedächtnis'. Es ist so lange lustig und ein Spiel, bis jemand stirbt", hält er solche Kommentare angesichts der Fahrweise seiner Kollegen für unangebracht. "Ab der grünen Flagge habe ich gezittert und gebetet, dass sich keiner wehtut. Wir können froh sein, dass es alle überstanden haben."


IndyCar Texas: Rennhighlights

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Bourdais will seine Äußerungen explizit nicht als Kritik am Oval in Fort Worth oder der IndyCar-Organisation verstanden wissen. Vielmehr seien die Fahrer selbst für das aus seiner Sicht gefährliche Chaos am Samstag verantwortlich. Denn im Fahrerfeld herrsche über die notwendigen Maßnahmen für sicheres Rennfahrern im Oval keine Einigkeit.

"Egal wie laut die eine Hälfte von uns warnt, die andere Hälfte wird immer sagen: Ist doch gar kein Problem", kritisiert der Franzose seine Kollegen. Und nimmt auch in Kauf, dass seine Kritik nicht bei jedem gut ankommen wird. "Ich weiß, dass ich für meine Aussagen als Schlappschwanz angesehen werde. Aber das ist mir egal."

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