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DeltaWing: Ist die "Rennrakete" ein Auslaufmodell?

Der DeltaWing in der aktuellen Version dürfte nur noch 2016 rollen - Folgt anschließend die Einstampfung des Projekts oder der Wechsel ins GT-Feld?

(Motorsport-Total.com) - Die Zukunft des DeltaWing ist ungewiss. In der aktuellen Saison ist die Coupé-Version der "Rennrakete" in der Prototypen-Klasse der United-SportsCar-Championship (USCC) im Einsatz. Ob das Programm eine Zukunft hat, steht in den Sternen. Hintergrund ist weniger die Performance des DeltaWing als vielmehr das neue LMP2-Reglement, das ab 2017 nur noch vier Hersteller (Dallara, Onroak, Oreca und Riley/Multimac) vorsieht.

Katherine Legge

Aktuell fährt der DeltaWing noch in der Prototypen-Klasse der USCC

"Wir machen Fortschritte, aber ich denke, es ist ziemlich klar, dass das kommende Jahr das letzte sein wird", gibt DeltaWing-Teammanager Tim Keene gegenüber 'sportscar365.com' zu verstehen. Die angesprochenen Fortschritte schlugen sich zuletzt auch in den Ergebnislisten nieder.

So pilotierten Katherine Legge und Memo Rojas die "Rennrakete" in Mosport auf Platz acht und am vergangenen Wochenende in Elkhart Lake auf Platz sechs. Doch Keene ist sich bewusst, dass "wir von den Rundenzeiten her wohl niemals das Niveau der DPs oder LMP2-Autos erreichen werden".


Fotos: USCC in Elkhart Lake


"Es war von Beginn an ein Entwicklungsprojekt, aber wir sind gut vorangekommen", unterstreicht Legge gegenüber 'The Checkered Flag' und gibt zu bedenken: "Wenn man es mit innovativer Technologie zu tun hat, dann ist es immer ein Prozess."

Wie lange dieser Prozess fortgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Teammanager Keene merkt an, dass "für das kommende Jahr noch nichts entschieden" ist. Vor dem Hintergrund des neuen LMP2-Reglements ab 2017 wäre auch ein Wechsel ins GT-Feld denkbar. Das Konzept für ein GT-Auto auf DeltaWing-Basis wurde im Frühjahr vorgestellt.

"Don (Panoz; Anm. d. Red.) will bis 2017 ein GT-Programm auf die Beine gestellt haben, ich glaube aber nicht, dass das für kommendes Jahr realistisch ist", hält Keene den Ball flach und will sich zu keiner Aussage hinreißen lassen, ob und wenn ja, wie es 2017 weitergeht.

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