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Abt: "Ich habe gewusst, dass es schwierig wird"

Mit viel Verärgerung und Pech reist Daniel Abt von seinem GP2-Debüt in Malaysia nach Hause - In Bahrain hofft der Deutsche auf ein problemloses Rennen

(Motorsport-Total.com) - Seinen GP2-Einstand in Malaysia hätte sich Daniel Abt (ART) sicherlich anders gewünscht. Den 20-Jährigen erwartete vom Qualifying an ein schwieriger Auftakt auf dem fordernden Kurs in Sepang. Am Ende musste der Deutsche ohne Punkte die Heimreise antreten. Woran es lag, dass Abt so verärgert die Strecke verließ, welche positiven Ansätze er sieht, und welcher Fahrer ihn überrascht hat, das verrät er im Interview mit 'Motorsport-Total.com'.

Daniel Abt

Für Daniel Abt war das Rennen in Malaysia keine Reise wert

Frage: "Dein erstes GP2-Rennen in Malaysia ist Geschichte. War es - unabhängig vom Ergebnis - so, wie du es dir vorgestellt hast?"
Daniel Abt: "Nein. Klar ist es immer schwierig, das Ganze unabhängig vom Ergebnis zu betrachten: Aber das ganze Wochenende verlief nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Es sind einige Dinge schiefgegangen, somit war es kein zufriedenstellendes Wochenende für mich."

Frage: "Das ging ja schon im Qualifying los, nach dem du ziemlich verärgert warst. Wo lag das Problem?"
Abt: "Ja, ich war sehr verärgert. In der Qualifikation bin ich auf dem ersten Satz Softreifen in den Verkehr geraten, demnach war die Runde nicht sonderlich gut. Ich habe dann gesehen, dass alle noch einmal auf den zweiten Reifen wechseln und war glücklich darüber, dass ich auch noch einmal eine Chance bekomme. Ich bin dann in die Box gefahren und wurde von der FIA zum Wiegen rein gerufen - das hat schon Zeit gekostet. Dort muss man natürlich den Motor ausmachen."

"Dann ist ein Mechaniker gekommen, um das Auto wieder zu starten. Aber der Starter ging kaputt, und es hat eine Minute oder so gedauert, bis jemand einen funktionierenden Starter auftreiben konnte. Das hat so viel Zeit gekostet, dass ich keine fliegende Runde mehr auf dem zweiten Reifensatz fahren konnte. Ungefähr zehn Sekunden bevor ich die Runde anfangen wollte, wurde die Session beendet. Da sich alle auf dem zweiten Satz verbessert haben, war das natürlich enorm ärgerlich, weil es mich komplett durchgespült hat - dann war ich fast ganz hinten."


Fotos: Daniel Abt, GP2-Serie in Sepang


"Und es wurde nicht unbedingt besser, es folgte der Ausfall im ersten Rennen..."

Frage: "Musste dein Team dich dann aufbauen?"
Abt: "Was heißt aufbauen? Es hilft ja nichts, wenn man da rumplärrt. Klar ist es ärgerlich, aber man muss einfach draus lernen und den Fehler nicht noch einmal machen - und einfach weiterhin alles geben."

Zweites Rennen als zusätzlicher Test

Frage: "Im zweiten Rennen bist du von fast ganz hinten noch auf Rang 16 vorgefahren..."
Abt: "Wir haben vor dem Rennen gesagt, dass wir die Zeit nutzen, um ein bisschen was am Setup auszuprobieren. Wir hätten eh keine Chance gesehen, von so weit hinten noch in die Top acht zu fahren, weil das einfach sehr unrealistisch ist. Somit haben wir das Rennen dafür genutzt, waren vom Setup aber leider nicht sehr gut - wir waren deutlich schlechter als im anderen Rennen. Von daher war mein Speed nicht so berauschend. An sich war es aber zumindest ein sauberes Rennen. Ich konnte ein paar Plätze gutmachen, aber mehr auch nicht."

Daniel Abt

Abt gibt in dieser Saison mit ART sein GP2-Debüt

"Mitch Evans, dein Titelrivale aus der GP3, ist in diesem Rennen auf das Podest gefahren. Wärst du unter normalen Umständen auch dazu in der Lage gewesen?"

Frage: "Musst du deine Ziele nach dem Wochenende korrigieren?"
Abt: "Nein, ich habe meine Ziele noch nie wirklich so genau definiert. Von daher ändert sich nicht wirklich was. Ich habe gewusst, dass es schwierig wird. Meine Ziele sind immer noch die gleichen. Man muss hart arbeiten, es ist in der GP2 kein Zuckerschlecken. Gerade Fehler werden eben bestraft. Wir müssen einfach schauen, dass wir beim nächsten Mal schon von der Qualifikation an alles richtig machen. Das Wochenende an sich wird auch deutlich einfacher, wenn man von weiter vorne starten kann."

Twitter klärt auf

Frage: "Malaysia gilt als eines der härtesten Rennen in der Saison. Was war dein größtes Problem: die Hitze, die Reifen - oder die anderen Fahrer?"
Abt: "Es gab kein wirklich größtes Problem. Es ist einfach ein Mix aus allem. Das Problem hat jeder Fahrer, von daher herrschen gleiche Bedingungen für alle. Man muss halt lernen, damit umzugehen. Man muss versuchen, sich schnell darauf einzustellen. Es war natürlich nicht leicht, es war schon ein anstrengendes Rennen. Aber es war machbar."

Daniel Abt

Im zweiten Rennen ging es für den Deutschen ein wenig nach vorne

"Nach den Sessions hast du auf Twitter & Co. gepostet, wie verärgert du warst. Sind soziale Netzwerke ein guter Weg, um seinen Frust loszuwerden?"

Frage: "Was machst du in den drei Wochen bis zum nächsten Grand Prix in Bahrain?"
Abt: "Ich werde schauen, dass ich körperlich fit bleibe und viel trainiere. Das ist eigentlich Standard. Vor Bahrain werde ich noch einmal nach Frankreich fliegen, wo ich mit dem Team über das letzte Wochenende quatschen werde. Wir werden drüber reden, was man besser machen kann, und ich werde mich auch nochmal im Simulator vorbereiten."

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