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Slightly Mad Studios: Harte Vorwürfe gegen Ex-Partner

03. Oktober 2017 - 15:02 Uhr

CEO Ian Bell plaudert aus dem Nähkästchen und zeichnet ein düsteres Bild der Zusammenarbeit mit Electronic Arts - NFS SHIFT 3 wurde kurzfristig gecancelt

Slightly Mad Studios
Auf SHIFT 2 UNLEASHED hätte noch ein dritter Titel von SMS folgen sollen
© Slightly Mad Studios

(MST/Speedmaniacs.de) - Mit Project CARS schwimmt Slightly Mad Studios noch immer auf einer Erfolgswelle. Bis heute wurden nach Angaben von Ian Bell rund 2,8 Millionen Einheiten von der Motorsportsimulation verkauft. Der gerade frisch veröffentlichte direkte Nachfolger Project CARS 2 soll vieles was in PCARS verbesserungswürdig war von Anfang an besser machen und damit die Reputation des britischen Entwicklers stärken.

Dass es PCARS und PCARS 2 gibt ist genau genommen ein kleines Wunder. Denn wie Bell in einem Videointerview mit SpotTheOzzie erklärt hat, wäre es beinahe gar nicht dazu gekommen. Die Ursache? Die Zusammenarbeit mit Electronic Arts, für die man Need for Speed SHIFT (2009) und Need for Speed SHIFT 2 (2011) entwickelte, um dem damals strauchelnden Franchise neues Leben einzuhauchen.

"Ich sagte 'Okay, das klingt nach einem guten Deal'"

Bell unterschrieb damals nach eigenen Angaben einen Vertrag mit dem Branchenriesen der im Nachhinein betrachtet nur auf den ersten Blick ein gutes Geschäft war. "Als wir Need for Speed SHIFT gemacht haben, wurde uns jedes kleine Detail von Electronic Arts vorgeschrieben. Wir hatten nicht den Raum für Kreativität und nicht die Freiheit die man braucht", gibt Bell einen kleinen Einblick in die damalige Situation. Der 48-Jährige erhebt aber auch schwere Vorwürfe gegen EA und gibt einen Einblick in den Auslöser für das zerrüttete Verhältnis.

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"Zwei Monate nachdem wir die Arbeit an Need for Speed SHIFT 2 aufgenommen hatten, kam EA zu mir und bot 1,5 Millionen, wenn ich mich dafür bereit erklären würde mit keinem anderen Publisher Gespräche zu führen, keine anderen Games zu machen und keine Vereinbarungen mit anderen Publishern abzuschließen. Wir geben dir 1,5 Millionen und unterzeichnen den Vertrag für SHIFT 3. Ich sagte 'Okay, das klingt nach einem guten Deal' und stimmte zu. Ich nahm die 1,5 Millionen und zahlte den Jungs zahlreiche Prämien aus. Zwei Wochen, bevor wir mit den Arbeiten an SHIFT 3 beginnen sollten, wurde es ohne Vorwarnung auf Eis gelegt", so Bell, dessen Kritik noch weiter geht. Wie der Ire erklärt, machte der Partner, wissend um die nun schwierige Situation des Studios, das Angebot, sich nach neuen Jobs umsehende Mitarbeiter bei EA anzustellen und sendete E-Mails an einige SMS-Angestellte.

"Sie haben versucht uns zu zerstören"

"Sie haben versucht uns zu zerstören. Wir haben daher keine Liebe mehr für EA in unserer Firma."
Ian Bell

"Nach SHIFT 2 haben sie versucht einen Teil unserer Firma zu stehlen. Sie haben die Vereinbarung für SHIFT 3 mit einer Frist von zwei Wochen aufgekündigt und versucht einige Schlüsselpersonen abzuwerben. Bei zwei oder drei ist es ihnen gelungen, doch diese sind wieder zu mir zurückgekehrt, denn wir kümmern uns um unsere Leute. Sie haben versucht unsere Technologien zu stehlen und uns über den Tisch zu ziehen", sagt Bell mit dem Nachsatz, dass es für das was vorgefallen ist keine andere Beschreibung geben kann. "Sie haben versucht uns zu zerstören. Wir haben daher keine Liebe mehr für EA in unserer Firma." Gerettet wurde Slightly Mad Studios nach Darstellung Bells durch den Einsatz privater finanzieller Mittel des Firmengründers und einiger Games die man als Auftragsarbeit ausführte. "Wir haben uns durchgeschlagen und es ist reiner Liebe zu verdanken, dass wir noch da sind. Wir haben keinen Respekt mehr für EA und werden nie wieder einen Deal mit ihnen machen. Sie sind keine mitfühlenden Wesen sondern 'corporate monsters' und der schlimmste ist Patrick Söderlund (Executive Vice President, EA Worldwide Studios; Anm. d. Red.)".

Der Vertrag über 1,5 Millionen enthielt auch Klauseln nach denen Slightly Mad Studios das Eigentum an den Technologien an den damaligen Partner EA übertragen würde. Damit hätte Electronic Arts das geistige Eigentum der Firma besessen. Nach eigener Aussage stimmte Bell dem zwar grundsätzlich zu, nahm aber Technologie Dritter, die nicht SMS gehört, wie zum Beispiel FMOD, als Ausnahme aus der Vereinbarung heraus. Der Falle von EA entging Bell dadurch, dass er kurz vor der Vertragsunterzeichnung alle Technologien von SMS auf eine selbst gegründete Firma (Middleware Limited; Anm. d. Red.), auslagerte.

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