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Simracing: Rennfahrer stellen sich der virtuellen Herausforderung

13. Juli 2012 - 19:55 Uhr

Immer mehr Rennfahrer entdecken das Simracing - im Interview sprechen die Profis über Beweggründe, Vorteile und Unterschiede zwischen realem und virtuellem Motorsport

Deutsche Simracing Tourenwagen Meisterschaft
Der Simracing Deutschland e.V. bietet Neueinsteigern und Rennprofis eine Plattform für das Simracing
© WirPre Racing e. V.

(MST/Speedmaniacs.de) - Motorsportinteressierte verbinden die Namen Rene Rast (Mobil 1 Porsche Supercup, Deutscher Porsche Cup, Audi 24h Nürburgring, ADAC GT Masters), Philipp Eng (Deutscher Porsche Cup, ADAC GT Masters), David Jahn (Deutscher Porsche Cup, VLN, 24h Nürburgring) und Marcel Jeleniowski (Schaltkart Deutsche Meisterschaft, Europameisterschaft) mit dem Tourenwagen-, Formel- oder Kartrennsport.

Doch möglicherweise werden sie gegen die Fahrer auch bald auf den virtuellen Rennstrecken dieser Welt um Siege und Punkte kämpfen. Darüber wie die Rennprofis zum Simracing gelangten, was sie daran fasziniert und welche Ziele sie verfolgen sprachen sie im Rahmen eines Interviews.

Simulationen gehören zur Rennvorbereitung

Frage: "Wie bereitet Ihr Euch auf die Rennen vor?"
Rene Rast:
"Alle Strecken die ich noch nicht kenne, versuche ich vorher mit rFactor zu trainieren."
Philipp Eng: "Ich habe einen Simulator von RACE STAR und mein eigen entworfenes 'Peng Wheel'. Damit bereite ich mich mit der Simulation rFactor auf meine Rennen vor indem ich die jeweilige Strecke im Vorfeld fahre."
David Jahn: "Unter der Woche treibe ich Sport, schaue mir Datenaufzeichnungen und Onboardaufnahmen der jeweiligen Rennstrecken an. Für mich neue Strecken fahre ich in Simulationen wie GTR 2 oder rFactor."
Marcel Jeleniowski: "Viel Ausdauersport und Ruhe vor den Rennen. Zur Formel-BMW-Zeit habe ich viel mit Simulationssoftwares gearbeitet, um die jeweiligen Strecken gut kennenzulernen."

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Frage: "Das heißt, Du bedienst Dich aktueller Simulationssoftware, um Deine Streckenkenntnisse wieder aufzufrischen?"
Rene Rast:
"Ja."
Philipp Eng: "Ja."
David Jahn: "Bei neuen Strecken, ja. Wenn ich eine Rennstrecke schon kenne, mache ich das um ein bisschen Spaß zu haben."
Marcel Jeleniowski: "Ja."

So ein Testtag kostet Geld, viel Geld...

Frage: "Könnt Ihr Euch vorstellen, dass Ihr Euch zukünftig durch das Simracing noch intensiver auf Rennen vorbereiten werdet und Simulationen teure Testtage zwar nicht ersparen, aber deren Anzahl zumindest reduzieren können.?"
Rene Rast:
"Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Auf der Strecke ist es wichtig, sich auf die Brems-, Einlenk- und Beschleunigungspunkte zu konzentrieren. Nichts anderes ist es beim Simracing. rFactor hilft mir, sich auf die Strecken einzustellen.
Philipp Eng: "Simulatoren kommen der Realität schon sehr nahe. Im Simulator mache ich im Prinzip nichts anders als im echten Rennauto und in der heutigen Zeit sind die Strecken sehr gut nachgebildet."
David Jahn: "Ich denke, man kann sich beim Simracing eher an Strecken gewöhnen. In einem Rennauto zu sitzen und die Kräfte zu spüren ist am Computer leider nicht möglich, daher sind Testtage dadurch nicht ersetzbar."
Marcel Jeleniowski: "Ja durchaus könnte man sich den ein oder anderen Testtag sparen. Im Winter zum Beispiel und sich sehr gut mit Simracing beschäftigen."

Frage: "Ist es möglich, dass Ihr uns eine 'Hausnummer' nennt, die solch ein Testtag verschlingt?"
Rene Rast:
"Es kommt auf die Serie und den Testumfang an. Zwischen 5.000 und 10.000 Euro muss man aber rechnen."
Philipp Eng: "Keine Ahnung."
David Jahn: "Ein Testtag kostet, je nach Fahrzeug, Rennstrecke und Team, zwischen 5.000 und 10.000 Euro."
Marcel Jeleniowski: "Testtage im Tourenwagen- oder Formel-Sport liegen zwischen ca. 2.000 und 5.000 Euro pro Tag."

rFactor als Simulation hoch im Kurs

Frage: "Welche Software nutzt Ihr dafür und welche Fahrzeuge?"
Rene Rast:
"rFactor mit den Mods vom Simracing Deutschland e. V. und dem Porsche-Mod von GSFM."
Philipp Eng: "rFactor mit dem Mod von Speedmaster DSFM und von GSFM den Porsche Carrera Cup Mod."
David Jahn: "Ich nutze GTR 2 und rFactor. Oft fahre ich mit einem Porsche 911 GT3 Cup."
Marcel Jeleniowski: "Ich bin seit neustem bei Simracing-Deutschland.de angemeldet und nutze meist deren Fahrzeuge."

Frage: "Wie seid Ihr eigentlich zum Simracing gekommen?"
Rene Rast:
"Ich bin vom Simracing Deutschland e. V. kontaktiert worden. Vorher habe ich etwas mit dem Nintendo gespielt."
Philipp Eng: "Simracing begleitet mich schon seitdem ich circa 15 Jahre alt bin. Ich habe mich immer sehr dafür interessiert und früh begriffen wie wichtig es für meine Vorbereitung der Rennen ist."
David Jahn: "Gespielt habe ich als kleiner Junge schon 'Grand Prix 2'. Ich hatte schon immer Interesse und Spaß daran und habe mir deshalb auch immer die neusten Simulationen besorgt."
Marcel Jeleniowski: "Durch Freunde und eigen Interesse."

Beim Simracing Deutschland e. V. ist jeder willkommen

Frage: "Gelandet seid Ihr ja alle beim Simracing Deutschland e. V. Eine Community, die neben kostenlosen Serien auch die preisgelddotierten Serien Speedmaster DSFM und Teamplay DSTM anbietet. Wie ist der Kontakt entstanden und welchen Eindruck habt Ihr von der Community, die seit nunmehr über zehn Jahren besteht?"
Rene Rast:
"Der Kontakt kam über Facebook. Im Verein sind alle unglaublich hilfsbereit. Bei der Installation der gesamten Software wurde ich super unterstützt."
Philipp Eng: "Ich wurde sehr herzlich und hilfsbereit aufgenommen. Jeder den man fragt hilft einem, egal ob bei der Installation der Mods oder in Sachen Setup."
David Jahn: "Der Kontakt kam über Facebook zustande. Ich wurde zum Porsche Cup eingeladen und habe es ausprobiert. Ich habe einen sehr guten Eindruck von der Community. Sie ist sehr professionell und gut organisiert. Ich bewundere die Leute, die so viel Zeit dafür opfern um vielen Simracern diese Rennserien anbieten zu können."
Marcel Jeleniowski: "Zu Simracing Deutschland e. V. bin ich durch einen Freund gekommen. Ich bin von der Community sehr begeistert, weil dort alle sehr professionell sind und alle einen tollen Umgang miteinander haben!"

Mit Analysetools und Setupstudium die Lücke schließen

Frage: "Eure Zeiten sind, schaut man sich die Rundenzeiten an, schon sehr dicht an der Spitze dran. Wie schätzt Ihr das Niveau der anderen Simracer ein?"
Rene Rast:
"Das Niveau ist sehr hoch. Ich brauchte schon einige hundert Runden um ansatzweise an die Topzeiten zu kommen. Mit meinem ersten Rennen in Budapest war ich jedoch sehr zufrieden."
Philipp Eng: "Das Niveau in der DSFM ist unglaublich hoch. Da sind sehr, sehr viele gute Fahrer dabei und ich muss mich richtig strecken und alles geben um die Zeiten mitgehen zu können."
David Jahn: "Die Spitze ist verdammt stark. Da kann man nur mit viel Übung dranbleiben. Aber es ist trotzdem möglich in der Spitzengruppe mitzufahren, wenn man sich genug mit den verschiedenen Fahrzeugen auseinandersetzt und deren Feinheiten kennenlernt."
Marcel Jeleniowski: "Das Niveau ist sehr hoch gesteckt und eine professionelle Arbeit wird dort an den Tag gelegt."

Frage: "Wie versucht Ihr die noch bestehende Lücke auf die Topleute zu schließen. Welche technischen Hilfsmittel verwendet Ihr zur Erarbeitung Eurer Setups?"
Rene Rast:
"Ich arbeite mit einem Analysetool und tausche mich mit meinen Kollegen, zum Beispiel Philipp Eng, aus.
Philipp Eng: "Ich arbeite sehr intensiv mit Motec, da es das gleiche Auswertungsprogramm wie im Porsche GT3 Cup ist, da werden schon mal Daten an meinen Renningenieur geschickt um ein gutes Setup zu bauen. Meine Teamkollegen in der DSFM helfen mir da auch sehr."
David Jahn: "Ich probiere viel, setze mein Wissen aus dem realen Motorsport ein, erfrage aber auch viele Dinge von erfahrenen Simracern, da man viel Erfahrung braucht um ein richtig gutes Setup herauszufahren."
Marcel Jeleniowski: "Üben, Üben, Üben. Teils bekomme ich das Setup von schnellen Jungs oder arbeite selber daran rum."

Die Sache mit dem "Popometer"

Frage: "Eine Frage, die unseren Lesern sicherlich unter den Nägeln brennt ist, worin Ihr den Unterschied (zum Beispiel fehlende G-Forces) beziehungsweise worin Ihr Parallelen zum realen Motorsport seht?"
Rene Rast:
"Es fehlt der 'Popometer' und die Reifenabnutzung ist schwerer einzuschätzen."
Philipp Eng: "Eine sehr große Parallele ist die Konzentration. Im Simracing, sowie im echten Racing, muss man zu jeder Sekunde 100 Prozent konzentriert sein. Das kann man mit dem Simulator sehr gut üben und nutzen für das echte Racing."
David Jahn: "Die Parallelen sind auf jeden Fall die Detailtreue der Fahrphysik sowie auch der Fahrzeuge und Rennstrecken. Unterschiede sehe ich natürlich in den Kräften, die am PC leider nicht so wirken wie im Rennfahrzeug. Man kann seinen 'Popometer' nicht so gezielt einsetzen."
Marcel Jeleniowski: "Was uns realen Fahrern fehlt sind die Fliehkräfte und der direkte Kontakt zum Fahrzeug, sprich der so genannte Popometer fehlt uns beim Simracing. Man muss teilweise umdenken und Dinge tun, die im realen Auto vielleicht nicht so funktionieren würden."

Der Wettbewerb spornt an - Jeder will der Schnellste sein

Frage: "Scheinbar habt Ihr richtig Blut geleckt. Was bewegt Euch dazu, auch im Simracing vorne mitfahren zu wollen?"
Rene Rast:
"Ich möchte einfach schneller sein als alle anderen. Das ist schwer, aber vorher höre ich nicht auf."
Philipp Eng: "Mein natürlicher Ehrgeiz den ich als Rennfahrer und Sportler habe. Egal wo, ich will erfolgreich sein."
David Jahn: "Dasselbe wie auch im realen Motorsport. Wenn ich etwas anfange, möchte ich es auch ordentlich machen und habe immer das Ziel in der Spitzengruppe mitzufahren."
Marcel Jeleniowski: "Als Motorsportler hat man immer den Ehrgeiz gewinnen zu wollen... egal was oder wo man fährt."

Frage: "Andere Rennfahrer, wie Rubens Barrichello, Felipe Massa, Adrian Sutil oder Marc Hennericci sind ja ebenfalls bekennende Simracer. Wie sieht es in Eurem Fahrerkollegenkreis aus? Kann man Eurer Einschätzung nach damit rechnen, weitere Fahrer auf den virtuellen Strecken zu sehen?"
Rene Rast:
"Ganz klares 'Ja'. Man muss sie nur einmal davon begeistert haben. Vielen ist das Simracing in dieser Form - sprich Realitätsnähe in Sachen Fahrphysik und Optik - überhaupt nicht bewusst."
Philipp Eng: "Ich hoffe es doch! In der DSFM haben wir einige echte Rennfahrer dabei die das Feld aufmischen und es wäre schön, in Zukunft mehr davon zu haben."
David Jahn: "Ich denke, wenn man die Werbetrommel rührt und die virtuellen Rennserien sehr nah an der Realität hält, werden auch weitere 'echte' Rennfahrer im virtuellen Motorsport zu sehen sein. Man muss sie nur von dem tollen Wettbewerb überzeugen."
Marcel Jeleniowski: "Ich denke schon, weil Simracing wirklich eine interessante Sache ist und wir werden bestimmt in Zukunft den ein oder anderen realen Fahrer im Simracing sehen."

Die Rennen live im Internet

Frage: "Insbesondere der Simracing Deutschland e. V., der alle Rennen live via Internetstream und mit Live-Kommentar überträgt, engagiert sich sehr stark in diesem Bereich. So soll in Kürze eine Prosimracer-Meisterschaft ins Leben gerufen werden, in der aktive Rennfahrer in das virtuelle Geschehen eingreifen können. Denkt Ihr, solch eine Serie hat trotz des vollen und sich teilweise überschneidenden Rennkalenders Aussicht auf Erfolg?"
Rene Rast:
"Ja, man sollte nur die Termine innerhalb der Woche legen. Wenn sich 20 Fahrer untereinander kennen, wird aus dem Spaß Ernst, denn keiner will virtuell verlieren."
Philipp Eng: "Das ist unser Hauptproblem - die Zeit. Ich bin so oft dabei wie es nur geht und ich denke meine motivierten Kollegen auch. Ob das eine Zukunft hat, muss man abwarten. Meiner Meinung wäre es schöner, auch für die echten Simracer, wenn sie sich mit uns realen Fahrern messen können. Wir haben dadurch auch mehr Spaß weil wir nicht so schnell sind wie Sie ;)."
David Jahn: "Sicher kann man es nicht jedem recht machen und ein Rennfahrer hat immereinen vollen Terminkalender, aber wenn man die Rennen zu beginn einer Woche veranstaltet, werden sicherlich einige aktive Rennfahrer ins virtuelle Geschehen eingreifen. Eine gute Organisation und eine Rennserie mit Nähe zur Realität hat mich Sicherheit Aussicht auf Erfolg."
Marcel Jeleniowski: "Das wird sich zeigen. Die realen Fahrer müssen sich erstmal bei den Simracern beweisen, denn in meinen Augen sind das momentan die Pro-Sim-Racer."

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Wir sind gespannt, wie sich eure Simracingkarriere und natürlich eure Rennfahrerkarrieren weiterentwickeln. Wer seinen eigenen Speed selbst testen und gegen die echten Rennfahrer fahren möchte, kann im Sommer die kostenlose Serie "Ring Police Virtual Race of Champions" des Simracing Deutschland e. V. einmal ausprobieren. Die Kontaktaufnahme zum Verein ist dabei entweder über die Registrierung auf der Homepage oder direkt per E-Mail an vorstand@simracingdeutschland.de möglich. Sowohl erfahrene Simracer als auch Neueinsteiger und natürlich die echten Rennfahrer sind alle herzlich willkommen. Grundvoraussetzungen für das Simracing sind neben PC, Internetzugang, Headset und der PC-Simulation rFactor noch ein Lenkrad und Pedale.

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