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Need for Speed ProStreet: Fokus auf Realismus
 
von Nico Kerrinnes 05. Juni 2007 - 11:18 Uhr
 
Der elfte Titel der Need for Speed-Reihe sorgt schon jetzt für Aufsehen: Wissenswertes zum Schadensmodell, der Fahrphysik und neuen Spielmodi
 
Need for Speed ProStreet
Auch das Fahrgefühl soll sich von dem der Vorgänger unterscheiden
Zoom © EA
(MST/Speedmaniacs.de) - Mit Need for Speed ProStreet soll das Genre der Straßenrennen einen großen Schritt nach vorne machen. Nachdem sich in den letzten Jahren die Rennen ausschließlich virtuell in der illegalen Underground-Szene befanden, werden die Wettfahrten mit stark getunten Boliden nun in allgemein anerkannten Veranstaltungen ausgetragen. Dabei soll die Serie aber nicht an ihrer Geschwindigkeit, Intensität und dem Adrenalin verlieren, sondern durch zahlreiche neue Features an Originalität gewinnen.
 

Die Kollegen der Need for Speed-Fanseite 'NFS-Planet' hatten nun die Gelegenheit eine frühe Spielversion des neuen Streetracers bei den Entwicklern von EA Black Box anzutesten. Nachdem vor kurzem erste Informationen zu den Rennstrecken sowie den Fahrzeugen enthüllt wurden, könnt ihr jetzt erfahren, inwiefern das Schadensmodell und die Fahrphysik verbessert wurden. Zusätzlich könnt ihr erste Eindrücke von den neuen Spielmodi sammeln.

 
Crash, boom, bang!

Damit die Wettfahrten trotz der konzeptionellen Änderungen dennoch spannend und aufregend zugleich empfunden werden, wurden einige Bereiche aufpoliert. Das Schadensmodell soll im Vergleich zu den Vorgängern deutlich realistischer ausfallen. Auf der optischen Seite soll dieses nun Kratzer, zerbrochene Schreiben, hinunterhängende Stoßfänger sowie kleinste Verformungen, die je nach Material in Form von Metall oder Carbon unterschiedlich stark ausfallen, unterstützen. Ebenso kann nun die Intensität einer Kollision über die Stärke einer Kaltverformung entscheiden. Im Gegensatz zu Need for Speed Carbon werden sich alle Beschädigungen auf das Fahrverhalten und die Leistung der Boliden auswirken bis der eigene Wagen nicht mehr fahrbar ist und einen Totalschaden darstellt. Bei Need for Speed ProStreet wird der Grundsatz gelten, sich aus Unfällen herauszuhalten, um Reparaturkosten zu sparen.

 
Fahrphysik mit Simulationsansätzen

Dass der elfte Titel der beliebten Rennspielserie sich weiter nach vorne auf der Realismusskala bewegen möchte, zeigt zudem die neue Fahrphysik-Engine. Diese soll sowohl Arcade-Fans als auch Freunde von teilweise simulationslastigen Handlings überzeugen. Die Schwierigkeit wird dabei über Fahrhilfen reguliert, die je nach Fähigkeiten eingeschaltet und deaktiviert werden. Dennoch soll Need for Speed ProStreet nicht zum nächsten GTR auf Next Gen-Plattformen avancieren, sondern den Arcade-Wurzeln treu bleiben. Auch werden die visuellen Tuningteile, welche erneut mit den Schiebereglern der Autosculpt-Funktion individuell angepasst werden können, erstmalig einen Einfluss auf die Leistungen des eigenen Boliden ausüben.

Deshalb sollte der Kauf von brachialen Heckflügeln, aufwändig gestalteten Seitenschwellern und ausgepfeilten Frontspoilern nicht nur auf Grund der Optik durchgeführt werden. Wie sich der Anpressdruck oder Auftrieb am Fahrzeug verändert, soll der Spieler mit Hilfe eines neuen Windkanals erfahren können. Zusätzlich steht wie gewohnt der Dyno-Prüfstand bereit, auf dem der ambitionierte Tuner die Effektivität von über 90 Leistungskomponenten, die mit einer Vielzahl von originalen Aftermarket-Teilen ausgetauscht werden können, testen kann. Ein weiteres neues Feature stellen die so genannten Blueprints dar. Spezielle Kombinationen von Tuningteilen können gespeichert und wie eine Vorlage bei verschiedenen Fahrzeugen angewendet werden.

 
Neue Spielmodi

Bisher sind vier Spielmodi aus Need for Speed ProStreet bekannt. Neben den Drift-Rennen, die auf Grund der Street Racing-Wettbewerbe und der neuen Fahrphysik anders als noch bei Need for Speed Carbon auftreten sollen, dürfen sich Interessierte auf die Reinkarnation der Drag-Rennen freuen. Hierbei kann nur derjenige Fahrer gewinnen, der beim Beschleunigungsrennen am meisten Traktion besitzt und am besten Schalten kann. Zudem wurden mit GRIP und Speed Challenge zwei neue Modi aufgenommen. Zuerst genannter wird sich mit Rundenrennen auf speziell präparierten Kursen beschäftigen, während bei der Speed Challenge vor allem Hochgeschwindigkeit zählt. Lange Geraden werden hierbei jedoch von zahlreichen Mutkurven unterbrochen, die eine hohe Fahrzeugbeherrschung im instabilen Zustand bei über 300 km/h fordern.

Need for Speed ProStreet soll im November dieses Jahres für PC, Xbox 360, PS3, Nintendo Wii, PS2, PSP sowie Nintendo DS erscheinen.

 
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