Wie wär's mit ein paar Anekdoten?

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Andial
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Wie wär's mit ein paar Anekdoten?

Beitrag von Andial » Mi Jul 09, 2008 4:26 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von adalbero:

Andial interessante details, doch was willst du, Andial, und purgmeister damit ausdrücken? das ganze klingt - überspitzt formuliert - so: wäre lauda nicht völlig fahrlässig ohne sicherheitsbekleidung herumgekurvt und hätte er nicht sein auto eigenverschuldet gegen die absperrung geknallt, wäre man noch jahre danach mit der f1 auf der nordschleife gefahren. ist das damit gemeint?</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Eigentlich wollte ich hier keinen Thread über den Lauda-Unfall lostreten.

YP hat lediglich Fakten aufgezählt. Da kann sich jeder sein eigenes Bild von der Situation machen.

BTW: Der, von der Staatsanwaltschaft eingeschaltetete Gutachter (Name bekannt), hat eindeutig festgestellt, daß kein technischer Defekt vorlag.


</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">
demgegenüber stehen zahlreiche aussagen, wonach das ende der nordschleife schon vor dem unfall beschlossene sache war.
</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Das ist nicht korrekt. Noch vor dem 77er GP war offiziell nicht klar, wo gefahren wurde. Denke nur mal an die 77er Besichtigung des Rings, als sich Lauda selbst zum Fahrersprecher ernannte - und damit die anderen Fahrer erzürnte.

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">
ich will nicht ausschließen, dass ein fahrfehler schuld an laudas unfall war, doch purgmeisters artikel ist dafür kein beweis: dass die aufgezählten komponenten nicht gebrochen sind, heißt nicht, dass das für andere (z.b. aufhängung) auch gilt. obendrein stimmt die schilderung vom wrack nur sehr wenig mit fotos wie diesem überein: etwas runterscrollen [/QB]</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Siehe oben. Es lag definitiv kein technischer Defekt vor.

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Beitrag von The Door » Mi Jul 09, 2008 5:19 pm

Lauda-Schuld-am-Ringtod-Diskussionen sind ohnehin für die Fisch'.

Zwei, spätestens drei Jahre später wäre die Sache sowieso gegessen gewesen: Der Ground-Effect wurde ab 1978 bei F1ern eingesetzt. Die Autos unterschieden sich damit im Design sehr von früheren.

Mit so einem Wagen kann man nämlich noch ein Setup für eine Achterbahn, wie es der Ring ist, hinbekommen.

Mit so einem aber nicht mehr. Man sehe sich allein die für den Ground Effect nötigen, bis zum Boden reichenden Seitenschürzen an.

Und ich glaube nicht, dass irgendwer auf die Weiterentwicklung dieser neuen Entdeckung zugunsten der "grünen Hölle" verzichtet hätte.

Daher: zurück zu Anektdoten. Bild

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Beitrag von Andial » Mi Jul 09, 2008 5:45 pm

Und da habe ich noch was lustiges:

Anekdoten

(Ganz runter scrollen)

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Beitrag von racefan » Mi Jul 16, 2008 1:45 pm

...nachdem ich das nun alles gelesen habe musste ich doch mal meinen Dad kontaktieren der 1976 bei der ONS-Staffel war und ebenfalls am Unfallort Lauda´s.

Er meinte, dass Lauda´s Unfall das Ende des NBR geschleunigt hat, aber nicht der einzige Grund war. Allerdings hatte Lauda wohl ordentlich Stimmung gegen den NBR gemacht nach seinem Unfall.

Zum Thema Unfallursache meinte er, dass es sich, nach Meinung der Anwesenden, ziemlich sicher um einen Fahrfehler handelte.

Ob er mit geeigneter Schutzausrüstung besser davon gekommen wäre sei dahingestellt, ihmmerhin wurde er aus dem brennenden Wrack geborgen (dank ONS uns Fahrerkollegen). Nicht wie 2 oder 3 Jahre zuvor Williamson, als spezielle Lauda den Ausspruch prägte: "wir werden fürs fahren und nicht fürs Parken bezahlt" (dabei waren damals die Fahrer die einzigen mit Feuerfester Kleidung und hätten helfen können)
Williamson´s Familie wäre sicher froh wenn ihr Vater, Mann oder Sohn heute so aussähe wie Lauda!

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Beitrag von ET » Mi Jul 16, 2008 9:09 pm

James Hunt

Es ist schon sonderbar. Seit Jahren höre ich das Gejammer meiner Kollegen, es gäbe einfach keine Formel 1-Rennfahrer mehr wie in den 60ern und 70ern. Richtige Kerle, die auf der Rennstrecke feste Gas geben und nachher aber auch genauso gekonnt Feste feiern. Alonso sei zu grantelig, Räikkönen zu einsilbig, Hamilton zu glatt und die anderen… naja. Da waren, hörte ich jahrelang, Kerle vom Schlage eines James Hunt von völlig anderem Kaliber. Ein blonder, blauäugiger Mädchenschwarm, Kettenraucher – etwa 60 Stengel am Tag – und einem ausschweifenden Saufgelage selten abgeneigt, einer der barfuss, nur mit Jeans und T-Shirt zu Dinnerparties erschien. Wo James auftauchte, so wurde erzählt, ging die Post ab.

Eddie Irvine? Jacques Villeneuve? Mika Salo? David Coulthard? Jaja, alles Partygänger. Aber kein Vergleich zu Hunt. Ein paar Schwänke gefällig? Ein Veteran der F1-Szene schilderte mir einmal, wie Niki Lauda den James nach Grinzing zum Heurigen einlud. Der junge Wein floss in Bächen und irgendwann dreht sich James zum Fenster um und entliess seinen gesamten Mageninhalt inmitten der Bepflanzung des Wirtshauses. Nur um ungerührt noch eine Runde nachzubestellen.

Am nächsten Morgen flogen die beiden dann gemeinsam zu Testfahrten nach Paul Ricard. Während Niki dem Umgang mit dem jungen Wein offenbar angemessener angegangen war und seine Testarbeit für Ferrari verrichten konnte, lief der Weltmeister alle paar Runden die McLaren-Box an und nörgelte über sein Auto. Der tatsächliche Grund für die häufigen Boxenstopps: Ein Riesenkater, mehr als ein paar Runden am Stück war einfach nicht drin. Irgendwann rollt der M26 dem Ende der Mistral-Geraden aus. Das Training wurde unterbrochen, die Mechaniker schnappten sich Starterbatterie und Abschleppseil und – wie das damals üblich war – fuhren mit dem Mietwagen über die Strecke um den gestrandeten Renner zu bergen. Bis die McLaren-Schrauber die anderen Seite der Rennstrecke erreichten, war James sanft und tief im Cockpit entschlummert…

James konnte aber auch ein sehr hitziges Temperament an den Tag legen. So gab es einige Geschichten aus seiner wilden Formel 3-Zeit, wo die Zweikämpfe auf der Strecke hernach am Streckenrand ihre Fortsetzung fanden – mit den Fäusten. Nicht zu vergessen die Titelentscheidung 1976 in Fuji, als Lauda im sintflutartigen Regen das Rennen – und damit den Titel – aufgibt. In der Boxenfunk-Prähistorie wird James zu spät zum Reifenwechsel hereingeholt. Er kriegt nicht mit, dass Lauda draussen ist und steigt – als drittplazierter und faktisch neuer Weltmeister – nach dem Rennen so stocksauer aus dem Cockpit, dass er Teamchef Teddy Mayer wegen der verpatzten Strategie – und dem vermeintlich verlorenen WM-Titel – verdreschen will. Der kauzige Teddy kann gerade noch entwischen, bis die grölenden Mechaniker prustend James derbe auf die Schulter klopfend zum Titel gratulieren.

Quelle: msa-aktuell

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Beitrag von The Door » Do Jul 17, 2008 2:21 am

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von ET:
<strong>wie Niki Lauda den James nach Grinzing zum Heurigen einlud. Der junge Wein floss in Bächen</strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Bild Hat sich bis heute nicht geändert. Nur F1-Piloten treffe ich dort selten an.

Hunt ist cool. Auch aus meiner begreiflicherweise schwierigen Position heraus, großer Lauda-Fan sowie Anhänger vermutlich eines jeden etwaigen sich im Titelkampf befindlichen österreichischen Piloten zu sein, der noch dazu darauf hinweisen muss, dass Hunt die WM mit nur einem Punkt Vorsprung gewonnen hat, Lauda aber 3 Rennen (inkl. Ring) auslassen musste, gönne ich Hunt den Titel wirklich sehr! (Wie wohl auch sein dicker Freund Lauda selbst.) Es ist gut, wenn so ein Typ WM wird.

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von ET:
<strong>etwa 60 Stengel am Tag</strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Und woran isser gestorben? Und mit wie vielen Jahren? Bild
Wäre wohl besser statt dessen viel mim Niki beim Heurigen beim Wein gesessen. Er könnte es jetzt noch tun.

Aber irgendwo ist auch sein Abgang für ihn stimmig. The good die young.


------
Edith: Bild Gerade auf Wikipedia gelesen: Bild
</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von ET:
<strong>He famously wore a badge on his racing overalls that read Sex - Breakfast of Champions.</strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Und tatsächlich...

<small>[ 17.07.2008, 02:38: Beitrag editiert von: The Door ]</small>

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Beitrag von Magic » Do Jul 17, 2008 8:21 am

Der coolen Piloten spielte Hunt jedoch nur für die Oeffentlichkeit. Auf der Rennstrecke war er oft ein nervöses Wrack und es gab einige Momente wo er kurz vor dem Start eines Rennens vor lauter Nervosität erbrechen musste.

Sein plötzlicher Rücktritt nach dem GP von Monaco 79 war auch darauf zurückzuführen dass Hunt den Tod von Ronnie Peterson in Monza aus dem Vorjahr nie überwinden konnte. Mit diesem war er gut befreundet gewesen und er war zusammen mit Lauda einer derjenigen gewesen die nach dem Monza Chaos Patrese die Hauptschuld in die Schuhe schieben wollten. Insgeheim wusste er vielleicht selber am besten dass er am Unfall auch nicht unschuldig war.

Wie dem auch sei, als Kommentator mit Murray Walker fand ich ihn spitze und er ist leider viel zu früh gestorben.

ET
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Beitrag von ET » Do Jul 17, 2008 10:38 pm

Pleiten, Pech und Pannen

Im Vorfeld des Monaco Grands Prix ist viel darüber geschrieben worden, wie schwer für die Piloten ein Regenrennen sein würde.

Es gibt keine Traktionskontrolle mehr, wurde gejammert, und da die französischen Wetterfrösche für den Sonntagnachmittag Regen vorhergesagt hatten, würde dieser Grand Prix unheimlich gefährlich werden.

Vielleicht wirke ich wieder mal als Ewig-Gestriger, aber bei all dem Gejammere musste ich immer wieder denken: Bin ich im falschen Film, oder was ?

Ich meine, das sind doch die besten und höchstbezahlten Piloten der Welt. Wieso sollen die es nicht schaffen, 78 Runden im Fürstentum bei nasser oder feuchter Fahrbahn zurückzulegen? Die Formel 1 ist fast ein halbes Jahrhundert ohne Traktionskontrolle ausgekommen, und jetzt soll das auf einmal nicht mehr gehen?

Ich bin wirklich der Letzte, der behauptet, dass früher alles besser war. Das war es nicht. Aber vor, während und nach dem heutigen Monte-Grand Prix liessen sich ein paar Erinnerungen nicht vermeiden.

1972 fuhr ein gewisser Jean-Pierre Beltoise in seinem BRM bei sintflutartigem Regen alles in Grund und Boden. Der angeblich grösste Regenmeister dieser Zeit, der Belgier Jacky Ickx als Zweiter, hatte fast 40 Sekunden Rückstand. Fittipaldi im Lotus eine Runde. Stewart im Tyrrell zwei Runden.

Ohne Traktionskontrolle.

1983 gewann ein gewisser Keke Rosberg den Monte Carlo Grand Prix. Am Start war die Fahrbahn komplett nass, Keke startete auf Slicks. Die einzige Traktionskontrolle des Finnen war in seinem rechten Fuss.

Der Monte Grand Prix 1984 ist wahrscheinlich jenes Rennen, das mit die grössten fahrerischen Leistungen erbrachte, die ich je miterleben durfte. Da war einmal der immer stärker werdende Regen, und zum anderen verwendeten damals alle Turbo-Motoren, die noch weit davon entfernt waren, eine auch nur halbwegs voraussehbare Kraftentfaltung zu entwickeln. Prost führte, dahinter fuhr ein gewisser Ayrton Senna in seinem ersten Formel-1-Jahr eine Wahnsinns-Zeit nach der anderen.

Je mehr es regnete, desto schneller wurde der Brasilianer. Was fast alle ausser uns Deutschen (ok, ok, ich bin Österreicher) übersehen haben war die Tatsache, dass hinter Ayrton ein unbekümmerter junger Mann aus Giessen namens Stefan Bellof, ebenfalls in seiner ersten Grand-Prix-Saison, auf seinem Tyrrell noch schneller fuhr als Prost und Senna.

Jacky Ickx war mittlerweile in Monaco Rennleiter geworden und hat diesen Grand Prix nach 31 Runden wegen zu starken Regens abgebrochen. Dass ist der einzige Grund, dass Alain Prost dieses Rennen gewonnen hat. Fünf Runden mehr, und der Sieger hätte Senna geheissen. Noch einmal drei Runden mehr, schätze ich, und der Sieger hätte Bellof geheissen.

Wieviel damals Alain Prost dem Rennleiter von seinem Preisgeld abgegeben hat, ist nicht überliefert.

Deren Autos waren, in erster Linie aufgrund der absurden Motor-Charakteristik, um ein Vielfaches schwerer zu fahren als die Boliden von heute. Der Begriff Traktions-Kontrolle war in diesen Tagen eher unbekannt.

Ich will jetzt ganz bestimmt nicht behaupten, dass die Piloten von damals besser waren. Eine solche Diskussion ist unsachlich und führt ins Uferlose. Aber die Pleiten -, Pech - und Pannenshow von heute Nachmittag im Fürstentum gibt einem schon zu denken.

Gerade eine Handvoll der besten Piloten unserer Zeit hat es geschafft, ein fehlerfreies Rennen zu fahren.

Sind wir so verwöhnt, dass ohne elektronische Hilfen nichts mehr geht?

Sieger Hamilton hätte seinen McLaren schon ums Haar in der Anfangs-Phase weggeschmissen. Dafür, dass der McLaren bei der Touché ausgangs der Tabak nicht mehr beschädigt wurde, müsste man anstelle von «Glück» eigentlich ein eigenes Wort erfinden. Anschliessend war der Brite fehlerlos, und zu dem strategischem Schachzug, ihn bei dem erforderlichen frühen Stopp so viel Sprit wie möglich einzufüllen, kann man der McLaren-Truppe nur gratulieren. Aber ohne die folgende Pace-Car-Phase nach dem Red-Bull-Happening am Casino, die das Feld wieder zusammenrücken liess, wäre es auch nicht gegangen

Der zweimalige Champion Alonso? Ein Desaster.

Gerade er hätte auf dem untermotorisierten Renault die Gelegenheit wahrnehmen müssen, den „Gleichmacher“ Regen auszunutzen. Stattdessen produziert er einen Fehler nach dem anderen.

Der regierende Champion Raikkönen ? Ein noch grösseres Desaster.

Wo blieb der Speed des Finnen ?

Im Qualifying von Massa bezwungen, im Rennen vom Teamkollegen wieder ins Abseits gestellt, Ausrutscher in den Sainte- Dévote-Notausgang, und dann auch noch der Abschuss von Sutil in den letzten Minuten.

Wäre des umgekehrt gelaufen, hätte sich Sutil derart masslos verbremst und den Champion abgeschossen, was hätte das für ein Geschrei gegeben!

Adrian Sutil kann sich nichts dafür kaufen, dass er der unbelohnte Held dieses Rennen gewesen ist. Nach so einer Performance, ein derart wichtiges Ziel für das Team vor Augen, sich selber vor einem Millionen-Publikum derart dargestellt zu haben, so scheitern zu müssen, das ist der Wahnsinn.

Ich hoffe, Adrian wird es irgendwann schaffen, aus diesem Rennen für sich selbst etwas Positives mitzunehmen. Denn davon gibt es genug.

Wenn es irgendwo Gerechtigkeit gibt auf dieser Welt, müsste Kimi Raikkönen fürs Force-India-Team sämtliche Motoren-Kosten bis zum Ende der Saison tragen.

Selbst Massa war nicht fehlerfrei. Aber wer war das schon heute?

Mark Webber fällt mir ein, auch Vettel, dem bei den Zwischenfällen, in die er involviert war, keine Schuld traf.

Und dann natürlich Robert Kubica.

Die Fahrt des Polen war begeisternd, absolut fehlerlos, immer Herr des Geschehens. So stellt man sich als Teamchef die Leistung eines Top-Piloten vor.

Okay, der Pole hat nicht gewonnen.

Aber ihm hat Prinzessin Caroline den Pokal überreicht, umarmt und geküsst.

Mit dem Sieger hat sie das nicht gemacht.

Qualle: Dieter Stappert - msa

Magic
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Beitrag von Magic » Fr Jul 18, 2008 7:55 am

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv"> Ich will jetzt ganz bestimmt nicht behaupten, dass die Piloten von damals besser waren </font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Ich schon Bild Bild

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Alboreto
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Beitrag von Alboreto » Fr Jul 18, 2008 9:11 am

Hat man eigentlich inzwischen irgendwas über den Zustand von Dieter Stappert gehört?

adalbero
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Beitrag von adalbero » Fr Jul 18, 2008 9:31 am

für mich einer der besten deutschsprachigen motorsport-journalisten überhaupt. hoffentlich gehts ihm bald wieder besser. Bild

The Door
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Beitrag von The Door » Fr Jul 18, 2008 10:51 am

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von ET:
<strong>Wieviel damals Alain Prost dem Rennleiter von seinem Preisgeld abgegeben hat, ist nicht überliefert.</strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Was soll er ihm gegeben haben? Sein Sieg in diesem Rennen kostete Prost die WM in diesem Jahr!
(Was ich auch zu meinem eigenen Trost sage, denn auch ich hätte gerne einen Tyrrell vor einem Toleman vor wem auch immer am Podium gesehen.)


Zu Beltoise zitiere ich mal wieder aus meinem geliebten Heft "F150 - 50 goldene Jahre":

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">(...) Auch punktemäßig ging es für BRM bergab.
Ein Rennen fiel jedoch aus dem Rahmen. Das war Monaco, wo es das ganze Wochenende regnen sollte. Unter solchen Bedingungen konnte nur ein außergewöhnlicher Fahrer siegen und den hatte BRM zum Glück.
Jean-Pierre Beltoise hatte seine Rennfahrerkarriere mit Motorrädern begonnen. In seinem ersten Jahr auf vier Rädern - 1963 - hatte er einen schweren Unfall in einem René-Bonnet-Sportwagen beim 12-Stunden-Rennen von Reims. Komplizierte Frakturen im linken Arm hinterließen eine bleibende Behinderung. Dennoch benutzte er die Schwäche seines linken Arms nie als Ausrede, selbst wenn es offensichtlich war, das er Probleme hatte.
Ohne Servolenkung konnte er nur auf verregneter Strecke beweisen, dass er wirklich eines der größten Talente des Jahrzehnts war.
Aus seiner Startposition aus der zweiten Reihe setzte Beltiose alles aufs Spiel, um den Ferrari von Jacky Ickx in der ersten Kurve bei Ste-Dévote zu überholen. Es klappte (ohne Traktionskontrolle!, Anm.) und der erstaunte Jacky Ickx konnte nur noch zusehen, wie der BRM buchstäblich in Regen und Nebel verschwand.
Mit seinem guten Sehvermögen war Beltoise in der Lage, die trockeneren Streckenstücke zu erkennen. Darüber hinaus kam ihm die saubere Leistung des V12-Motors des BRM zugute. Er war erst viermal auf diesem Kurs gefahren, aber er steuerte das Auto mit größter Agilität an Mauern und Absperrungen vorbei.
Zur Freude des Zigarettensponsors Marlboro, der den Rennstall sponsorte, blieb der Franzose die gesamten 80 Runden dieses Rennens in Führung. Den Pokal hob er mit nur einer Hand empor. Leider gewann er danach nie wieder einen Grand Prix. BRM auch nicht.</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">

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Beitrag von Magic » Fr Jul 18, 2008 11:08 am

Beltoise muss ein ziemlich guter Fahrer im Regen gewesen sein. Ein anderes Regenrennen welches er gewonnen hatte war in der F2 in Hockenheim 1968, das Rennen wo Jim Clark leider tödlich verunglückte.

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Beitrag von Magic » Fr Jul 18, 2008 2:03 pm

Jep, der tödliche Unfall von Ignazio Giunti

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Beitrag von adalbero » Fr Jul 18, 2008 8:19 pm

auch prüller weiß noch was zu hunt: "oder in einem salzburger dorfgasthaus: james kippt gezählte 15 bier mit schnaps, reißt das fenster auf, bier und schnaps fallen ihm aus dem gesicht - aber er dreht sich um und ruft: ,noch ein bier'" (gp story 79)

und da regen sich die spießer über den einen oder anderen damenspitz vom kimi auf. Bild

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Beitrag von ET » Fr Jul 18, 2008 8:20 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von adalbero:
<strong> auch prüller weiß noch was zu hunt: "oder in einem salzburger dorfgasthaus: james kippt gezählte 15 bier mit schnaps, reißt das fenster auf, bier und schnaps fallen ihm aus dem gesicht - aber er dreht sich um und ruft: ,noch ein bier'" (gp story 79)

und da regen sich die spießer über den einen oder anderen damenspitz vom kimi auf. Bild </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Hasilein, das steht oben in meinem Artikel, nicht gelesen ?

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Beitrag von adalbero » Fr Jul 18, 2008 8:24 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von ET:
<strong>

James konnte aber auch ein sehr hitziges Temperament an den Tag legen. </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">klick

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Beitrag von adalbero » Fr Jul 18, 2008 8:26 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von ET:
<strong> </font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von adalbero:
<strong> auch prüller weiß noch was zu hunt: "oder in einem salzburger dorfgasthaus: james kippt gezählte 15 bier mit schnaps, reißt das fenster auf, bier und schnaps fallen ihm aus dem gesicht - aber er dreht sich um und ruft: ,noch ein bier'" (gp story 79)

und da regen sich die spießer über den einen oder anderen damenspitz vom kimi auf. Bild </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Hasilein, das steht oben in meinem Artikel, nicht gelesen ? </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">schätzchen, das eine war wien das andere was salzburg, das eine war bier, das andere wein.

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Beitrag von adalbero » Sa Jul 19, 2008 12:14 am

beim sportwagenrennen 1971 in argentinien hatte er aber leider einen fürchterlichen aussetzer. Bild

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Beitrag von ET » Sa Jul 19, 2008 12:42 am

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von adalbero:
<strong> schätzchen, das eine war wien das andere was salzburg, das eine war bier, das andere wein. </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">HiHi, der erste, der mich Schätzchen nennt.... Bild

In der Tat, du hast recht, tss, tss, auch ne Art zu trinken....

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Beitrag von pans » Mo Jul 21, 2008 11:36 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von racefan:
<strong> ...nachdem ich das nun alles gelesen habe musste ich doch mal meinen Dad kontaktieren der 1976 bei der ONS-Staffel war und ebenfalls am Unfallort Lauda´s.

Er meinte, dass Lauda´s Unfall das Ende des NBR geschleunigt hat, aber nicht der einzige Grund war. Allerdings hatte Lauda wohl ordentlich Stimmung gegen den NBR gemacht nach seinem Unfall.

Zum Thema Unfallursache meinte er, dass es sich, nach Meinung der Anwesenden, ziemlich sicher um einen Fahrfehler handelte.

Ob er mit geeigneter Schutzausrüstung besser davon gekommen wäre sei dahingestellt, ihmmerhin wurde er aus dem brennenden Wrack geborgen (dank ONS uns Fahrerkollegen). Nicht wie 2 oder 3 Jahre zuvor Williamson, als spezielle Lauda den Ausspruch prägte: "wir werden fürs fahren und nicht fürs Parken bezahlt" (dabei waren damals die Fahrer die einzigen mit Feuerfester Kleidung und hätten helfen können)
Williamson´s Familie wäre sicher froh wenn ihr Vater, Mann oder Sohn heute so aussähe wie Lauda!

The two sides of the coin

Marcus </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Das Thema hatten wir hier schon oft durchgekaut. Lauda hatte diesen Satz genervt von Journalisten und unüberlegt gesagt. Fakt ist aber, dass die Piloten damals einen Fahrer am brennenden Auto sahen und glaubten es wäre der verunfallte Fahrer selbst, der es aus dem Auto schaffte...war nun leider nicht Williamson, der da stand! Bild

Keep racing
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Beitrag von racefan » Di Jul 22, 2008 7:56 am

...net das einzige Thema was öfter durchgekaut wird
Bild aber das ist Offtopic.

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Beitrag von Magic » Di Jul 22, 2008 8:24 am

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Das Thema hatten wir hier schon oft durchgekaut. Lauda hatte diesen Satz genervt von Journalisten und unüberlegt gesagt. Fakt ist aber, dass die Piloten damals einen Fahrer am brennenden Auto sahen und glaubten es wäre der verunfallte Fahrer selbst, der es aus dem Auto schaffte...war nun leider nicht Williamson, der da stand! </font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">@Pans

Sorry, aber da bin ich anderer Meinung. David Purley parkierte seinen Wagen für jeden sichtbar auf der anderen Seite der Strasse als er seinem Kollegen zur Hilfe kam. Er versuchte mehrmals die Aufmerksamkeit seiner Fahrerkollegen auf sich zu lenken aber kein einziger hielt an. Auch Graham Hill nicht der direkt hnter Williamson fuhr und den Unfall eigentlich hätte mitkriegen müssen.

Der eigentlch Skandal waren aber die Streckenposten die nur blöd rumstanden während der arme Purley versuchte seinem Freund das Leben zu retten Bild

Bildstrecke Zandvoort 1973

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Wie wär's mit ein paar Anekdoten?

Beitrag von HaPe » So Aug 31, 2008 7:43 pm

Sennas Neffe Bruno serviert ein Schmankerl:

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv"> "Er konnte nicht verlieren, das war das, was er am meisten im Leben hasste. Er wollte immer gewinnen, sogar gegen mich, und er tat alles dafür."

So habe der Neffe im Kart seine Rundenzeiten "ohne Probleme" erreichen können, weil er ständig auf der Kartbahn auf der Farm der Familie übte, was ihn "ziemlich" gewurmt habe und ihn veranlasste ordentlich Blei in das Kart seines Gegners zu laden, um den Gewichtsvorteil auszugleichen: "Und wenn er trotzdem wieder verlor, sagte er trotzig: Dann nehme ich diese Kurve hier beim nächsten Mal eben Vollgas. Das tat er auch - und dann landete er im Zaun."
</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Hihi Bild Bild


</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv"> Was das Rennfahren betrifft, lag Michael Schumacher als Vorbild für mich sogar näher, weil er ja bis vor kurzem noch in der modernen Formel 1 fuhr." </font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Der Junge hat Ahnung! Bild

HaPe

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Wie wär's mit ein paar Anekdoten?

Beitrag von Redfive92 » Mo Sep 01, 2008 12:06 am

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv"> weil er ja bis vor kurzem noch in der modernen Formel 1 fuhr." </font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">was hat das mit ahnung zu tun ??

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