eine bessere DTM

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The Darter
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eine bessere DTM

Beitrag von The Darter » Sa Okt 22, 2016 6:35 pm

Seit Jahren ist die DTM geprägt von immer weniger Rennen in Deutschland, Team- bzw. Marken-Order, unsinnigen Zusatzgewichten, unsinnigen Disqualifikationen, Rumgejammer der Fahrer und Rumgejammer der Fans.

Ein paar Verbesserungsvorschläge meinerseits:

Rennkalender

1)&2) Hockenheim/D
3)&4) Lausitzring Oval/D
5)&6) Salzburg/A
7)&8) Sachsenring/D
9)&10)Brünn/CZ
11)&12) Norisring/D
13)&14) Spielberg/A
15)&16) Nürburgring Gesamtsrecke/D
17)&18) Singen/D
19)&20) Lausitzring GP/D
21)&22) Budapest/H
23)&24) Oschersleben/D
25)&26) Nürburgring GP/D
27)&28) Zandvoort/NL
29)&30) Hockenheim/D

Eine Rückkehr zum Sachsenring wäre wünschenswert und auch möglich, jedoch müssten die Rennen aufgrund der Begrenzung auf 10 Lärmtage im Jahr am selben WE wie die GT Masters absolviert werden (so wie dieses Jahr am Lausitzring). Dass Oschersleben dieses Jahr rausgeschmissen wurde ist eine Frechheit, auch wenn die Strecke eher einer Kartbahn ähnelt, gehört sie mMn zurück in den Rennkalender. Rennen auf der Nordschleife, in Salzburg, auf dem Oval des Lausitzrings und dem Stadtkurs in Singen wären traumhaft, aber leider zurzeit nicht realistisch. Spektakulär wären sie mit dem aktuellen Autos auf jeden Fall.
Das Rennen in Moskau kann man sich schenken, die DTM interessiert dort eh keinen.

Technisches Reglement
Beibehaltung der V8-Motoren, was soll der Scheiß mit dem V6-Quatsch ab 2019.
Aerodynamische Abrüstung, die Autos sollen echten Autos wenigstens wieder ähnlich sehen.
Verkleinerung der Tanks von 120 auf 40-50 Liter, sodass Tankstopps wieder nötig werden.
Höhere Toleranzzonen bei technischen Kontrollen. Beibehaltung des aktuellen Punktesystems, wir dürfen nicht vergessen, dass die DTM eine europäische Rennserien ist und nicht die NASCAR.

Sportliches Reglement
2 Rennen á 60 Minuten, bei den Boxenstopps sind sowohl ein Reifenwechsel als auch Nachtanken vorgeschrieben.
Härtere Strafen für sportliche Vergehen.
Verbot für teamübergreifender Markenorder durch Preisgelderhöhung in der Teamwertung (Ich bezweifle dass letzteres funktionieren würde.)

So, und jetzt könnt ihr diese Vorschläge diskutieren, kritisieren, loben und euch drüber lustig machen. Viel Spaß Bild !

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MisterEd
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Beitrag von MisterEd » Sa Okt 22, 2016 11:10 pm

Einen wichtigen Punkt hast du vergessen, ohne den das alles für die Katz ist: Die Kosten müssen drastisch reduziert werden, damit auch andere Hersteller diese Rennserie nutzen wollen. Eine Serie mit nur 3 Herstellern ist Murks, die DTM krankt ja nicht erst seit ein paar Jahren. Wenn nur die 3 "Premiumhersteller" in D sich das leisten können/wollen, hat das keine Zukunft.
Und ja, diese Markenorder gehört definitiv abgeschafft. Ich hab noch nie so langweilige Rennen gesehen wie dieses Jahr, da nützte auch das Geschreie des ARD-Kommentators, um künstlich Spannung zu erzeugen, nix.

phylosopher
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Beitrag von phylosopher » So Okt 23, 2016 6:33 am

Ich denke auch, es ist zwingend notwendig, eine 4. Markte in die Serie zu bekommen.
Die bekannten Opel oder Alfa wären toll, warum nicht auch/oder VW oder sonst wen.
Und dazu müssen die Kosten runter.
15Rennwochenende erscheint mir da zu viel.
Und nachtanken mischelt zwar etwas im Feld herum, ist aber schwer zu verkaufen. In einer Zeit, in der immer mehr Reichweite gefragt ist, sorgt nachtanken für ein negatives Image. Und ungefährlich ist es auch nicht.

Ansonsten: The Darter Bild

greez
phylo

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Beitrag von Gutmensch » Mo Okt 24, 2016 12:42 am

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von phylosopher:
<strong>

Ansonsten: The Darter Bild

greez
phylo </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Wann ist eigentlich wieder Vollmond?

Ontoppic:

Wenn es bezahlbar sein soll, sind 10-12 Wochenenden genug: Willst du gelten, mach dich selten.

In der F1 spiegelt sich insofern ein wenig DTM, da man sieht, was passiert wenn die Werke allein den Einfluss auf die Entwicklung einer Rennserie haben.

Minardi
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Beitrag von Minardi » Mo Okt 24, 2016 9:24 am

...und einfach mal weg von diesem Prototypenmist hin zu echten Autos und aufhören, ständig der F1 nachzudackeln.

Die Serie wird sich auf absehbare Zeit in Herstellerhand befinden, da wird sich an der Markenorientierung wohl leider wenig ändern. Die DTM ist im Grunde genommen in ihrer jetzigen Form grosser Mist, zum Glück läuft noch MotoGP nebenher Bild

ex_Kamikaze
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Beitrag von ex_Kamikaze » Mi Okt 26, 2016 3:24 pm

Die DTM braucht ein Reset.
Und ein Bekenntnis zum Motorsport. Zuletzt war das reines Markenmarketing mit ein bißchen Motorenlärm. Den Sportgedanken im Allgemeinen und den Motorsportgedanken im Speziellen hat man in den letzten Jahren vergeblich gesucht. Stattdessen wird rumgedoktert mit ein paar PS mehr oder weniger, kleinlicher Regulierungswut und verheddert sich im Flügelsalat.
Alles großer Quark!
Ich kann nur jedem empfehlen sich mal das NASCAR Rennen von 2016 aus Watkins Glen anzusehen. Beinharte Zweikämpfe, übermotorisierte Autos die rutschen statt wie auf Schienen zu fahren. Und Lenkradkünstler die wild am Lenkrad drehen um die Kiste irgendwie auf der Piste zu halten. Und die Boliden halten auch mal ein Anlehnen aus und fallen auch nicht auseinander wenn sie einen Satz über die Kerbs machen. Und sie fahren auch nicht 1 sec langsamer bei einer Minibeule. Da passieren natürlich auch Fahrfehler und damit gibt es tolle Zweikämpfe.
So ähnlich war die DTM früher auch mal. Kann mich noch erinnern wie Uwe Alzen ohne Türen in Hockenheim rumdonnerte...

Minardi
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Beitrag von Minardi » Mi Okt 26, 2016 4:03 pm

Guter Vergleich. Auch Nascar hat nur 3 Hersteller am Start, trotzdem hat man irgendwie das Gefühl, dass das Ganze irgendwie offener ist und nicht ständig die Herstellermarke promoted werden soll, sondern der Sport an sich.

An der Nascar ist viele kritikwürdig, aber in den Punkten Show, Sport (trotz dem Chase-Format), Spektakel, Fahrerpersönlichkeiten etc. stellt sie die DTM klar in Schatten. Stell mal so nen Toy Stewart neben nen Timo Scheider oder Bruno Spengler, da liegen Welten dazwischen.

Die Nascar ist im Gegensatz zur DTM rein national ausgerichtet und sucht nicht ständig neue Austragungsorte in China oder Moskau, für die sich die regionalen Zuschauer null interessieren.

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Beitrag von ex_Kamikaze » Mi Okt 26, 2016 10:52 pm

Undenkbar das ein Johnson auf den Sieg verzichten würde um einem Hendrick-Kollegen den Verbleib im Chase zu sichern. Ganz absurd wäre es, wenn Stewart-Haas und Hendrick mit 8 Chevy-Autos eine Konvoifahrt zum Markenglück absolvieren würden.
Ich kann mich aber erinnern das Edwards irgendwann im Frühjahr seinem Gibbs-Toyota-Kollegen Kyle Bush leicht hinten dran gefahren ist um zu gewinnen. Da gab es nicht mal Theater zwischen den Beiden!

Und so muß Motorsport aussehen.

Minardi
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Beitrag von Minardi » Do Okt 27, 2016 9:06 am

Nascar geht ihren eigenen Weg, das spürt man. Man handelt eher fanorientiert. Ok, vielleicht hat sie im Gegensatz zur DTM als beherrschende Motorsportserie (Indycar nach wie vor nur unter ferner liefen) mehr gestalterischen Spielraum als die DTM als klare Nummer 2 hinter der F1. Aber vielleicht sollte die DTM weniger den Trends hinterherdackeln, die die F1 vorschreibt und sich als F1 mit Dach zu gebähren (Fortlaufende Übernahme des Punktesystems, Spielereien wie DRS, Renndistanz im Grand-Prix-Bereich, Asia- bzw. Ostorientierung etc.). Warum fährt man nicht mehr am Lausitzring? Oschersleben? Evtl Sachsenring? Warum Prototypen, warum keine echten Tourenwagen? Evtl. nicht nur "Premiumhersteller" sondern Autos/Marken, die auch der normale Menschon von der Strasse fährt wie Ford, Peugeot etc.

Letztens ein Rennen der Australischen V8-Supercar gesehen. 100 mal besser als DTM, sogar besser als F1. Kein Wunder, dass die Aussies darauf so abfahren.

Würde die WTCC nicht so diletantisch geführt, sie hätte die DTM, diese rollende Marketingmassnahme längst zermanscht, 100pro Bild

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