Jean-Eric Vergne: Techeetah ist noch nicht in Form

07. Dezember 2017 - 17:51 Uhr

Laut Jean-Eric Vergne ist Techeetah beim Saisonauftakt der Formel E in Hongkong nicht in Form gewesen - Trotzdem könne das Team auf die Ergebnisse aufbauen

Jean-Eric Vergne
Jean-Eric Vergne ist mit dem ersten Wochenende der Saison nicht zufrieden
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Laut Jean-Eric Vergne ist Techeetah beim Saisonauftakt der Formel E in Hongkong nicht in derselben Form gewesen, wie am Ende der vergangenen Saison. Trotzdem reichten die Ergebnisse, um auf Platz zwei in der Teamwertung zu landen. Vergne selbst hatte sich für das Eröffnungsrennen die Pole-Position gesichert und beendete den Lauf auf Platz zwei. Am Sonntag fiel er hingegen von Rang vier auf Position sieben zurück.

In der Meisterschaft liegt er damit zwei Punkte hinter Samstagssieger Sam Bird. Der Franzose spricht von einem schwierigen Saisonstart und sagt, das Team hätte nicht das volle Potenzial des Autos ausgeschöpft.

"Das Gute ist, dass wir in der Meisterschaft mit 33 Punkten auf Platz zwei stehen", erklärt Vergne gegenüber 'Motorsport-Total.com". "Im vergangenen Jahr hatten wir zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen Punkt auf dem Konto." Das Auto sei in Hongkong aber nicht ansatzweise so gut gewesen wie in New York oder Montreal in der vergangenen Saison.

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Der Rennfahrer habe das "ganze Wochenende über Probleme mit dem Fahrzeug" gehabt. Er habe alles gegeben, um das Maximum herauszuholen. "Ich bin sehr stolz auf meine Leistung", gibt sich Vergne kämpferisch. "Wir werden hart arbeiten, um in unsere Form zurückzugelangen."

Dafür müsse das Team aber viel leisten, gibt der Franzose zu. Die Basis-Fahrzeugeinstellungen als auch der Renault-Motor würden noch Schwierigkeiten machen. Der Rennstall spüre, dass er vor dem Saisonstart nur drei Tage Zeit hatte, um das Auto in Valencia auf der Strecke zu testen.

"Der Spielraum ist groß, um das Team zu verbessern", erklärt der Techeetah-Pilot. "Wir wollten Punkte sammeln, und es ist besser gelaufen als gedacht." Die Mannschaft würde auf denselben Motor wie im vergangenen Jahr zurückgreifen, der in der vorigen Saison aber besser funktioniert hätte.

Vergne würde das aber positiv stimmen, da der Rennstall wisse, dass er "das Fahrzeug verbessern" könne. Das Team müsse nur weiter hart arbeiten und ein gutes Rennen in Marrakesch abliefern. Sollte das gelingen, wäre das Team für die restliche Saison bereit.

Konzentration auf Marrakesch

Auch laut Techeetah-Teamchef Mark Preston ist das Rennen in Hongkong besser verlaufen als erwartet. Trotzdem sei sein Rennstall noch lange nicht da, wo er sein will. Das größte Problem seien die Schwierigkeiten von Vergne im Qualifying am Sonntag gewesen, so Preston.

Er sagt: "Am Samstag waren wir im Qualifying schnell. Ich verstehe nicht, warum wir am Sonntag so weit zurückgefallen sind. Die Runde von Jean-Eric schien gar nicht schlecht gewesen zu sein." Jetzt müsse man das Wochenende evaluieren, was schiefgelaufen ist. Auch wenn es kein perfektes Wochenende war, sei der Schaden nicht sehr groß.

Er fügt hinzu: "In Marrakesch, wo wir auf einer viel traditionelleren Rennstrecke fahren, wird er mit mehr Training sicher weiter vorne landen."

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