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FIA beschließt Ende der Formel 3 in jetziger Form nach 2018

22. September 2017 - 15:43 Uhr

Der FIA-Weltrat hat den Weg freigemacht, für 2019 eine neue internationale Formel-3-Meisterschaft auf den Weg zu bringen - Formel 3 spaltet sich in zwei Kategorien

Ferdinand Habsburg, Guanyu Zhou, Ralf Aron
Nach 45 Jahren wird die Formel 3 in jetziger Form Geschichte sein
© FIA F3

(Motorsport-Total.com) - Das seit 1974 geltende Reglement der Formel 3 wird nach der Saison 2018 nach 45 Saisons eingestampft. Die Formel 3 mit produktionsbasierten Zwei-Liter-Saugmotoren, eingebremst durch Luftmengenbegrenzer, wird es ab 2019 in dieser Form nicht mehr geben. Sie wird in zweierlei Form wieder auferstehen. Als regionale Meisterschaft mit 220 bis 240 PS und als "Internationale FIA Formel-3-Meisterschaft" mit 350 PS - höchstwahrscheinlich im Zuge einer Verschmelzung mit der GP3-Serie.

Zum ersten Mal wird eine Formelkategorie mit demselben Namen gänzlich unterschiedliche Performances aufweisen, denn prinzipiell wird es sich um zwei verschiedene Klassen handeln. Die Formel-3-Europameisterschaft wird derweil 2018 zum letzten Male ausgetragen. Obwohl es noch nicht offiziell kommuniziert ist, wird erwartet, dass die GP3-Serie verschwinden wird und die Internationale Formel 3 ins Formel-1-Rahmenprogramm rückt. Als Vorbild dient die MotoGP, in der die Klassen Moto3, Moto2 und MotoGP "unter einem Dach" fahren.

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Damit wäre die Formelklassen-Pyramide endgültig begradigt, was stets der Traum von FIA-Monoposto-Chef Stefano Domenicali gewesen ist. Die neuen Fahrzeuge werden nach dem Vorbild der Formel 4 Einheitsfahrzeuge mit Einheitsmotoren und Einheitsreifen werden. In den derzeitigen Formel-3-Meisterschaften kommen zwar ausschließlich Dallara-Chassis zum Einsatz. Das ist jedoch nicht im Reglement festgeschrieben.

Zudem sind momentan mehrere Motoren homologiert - neben den in der Europameisterschaft engagierten Herstellern Mercedes und Volkswagen beispielsweise auch Toyota und kleinere japanische Motorenmanufakturen. Alle zeichnet der charakteristische äußerlich angebrachte Luftmengenbegrenzer aus. Dieses Markenzeichen der Formel 3 wird voraussichtlich verschwinden. Mit der neuen Serie stirbt damit der letzte in den unteren Nachwuchsklassen zugelassene technische Wettbewerb zu Gunsten einer Einheitsmeisterschaft aus.

Regionale Meisterschaften können sich voneinander unterscheiden

Weitere Eckpunkte der geplanten internationalen Meisterschaft: Neun bis zehn Events mit nur noch zwei Rennen (hier orientiert man sich an der GP3 und nicht an der Formel-3-EM, die drei Rennen pro Wochenende fährt), acht Teams mit jeweils drei Fahrzeugen, womit das Feld auf 24 Autos gedeckelt wird, und "begrenzte und regulierte" Testfahrten.

Die regionalen Formel-3-Meisterschaften werden nach dem Vorbild der Formel 4 ebenfalls mit Einheitsfahrzeugen und -motoren ausgetragen, die jedoch je nach Region unterschiedlich sein können. In der Formel 4 gibt es derzeit vier homologierte Chassis und sechs verschiedene Motoren, die aber nie gegeneinander fahren. Ähnlich soll es auch in der Formel 3 laufen, allerdings lässt das WMSC die Möglichkeit offen, alternative Konzepte durch die nationalen Motorsportbehörden ausarbeiten zu lassen. Damit einher geht die Einführung einer US-amerikanischen Formel-3-Meisterschaft.

Die Motoren in den regionalen Meisterschaften sollen 220 bis 240 PS leisten. Ob Turbo- oder Saugmotor, lässt die FIA-Pressemitteilung offen. Ebenfalls unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt, was aus dem Formel-3-Weltcup in Macao wird. Entschieden wurde nur, dass 2017 in den Straßenschluchten wieder Yokohama-Reifen zum Einsatz kommen werden. 2016 hatte Pirelli die Ausschreibung gewonnen. Allerdings mussten 20 statt 14 Reifen pro Fahrer zugelassen werden, da man sich über die Haltbarkeit Sorgen machte. Mit Yokohama geht es zurück auf 14 Pneus.

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