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Visser gewinnt Formel-Masters-Rennen

09. Juni 2013 - 18:49 Uhr

Red-Bull-Juniorin Beitske Visser gewinnt auf dem Sachsenring ihr erstes Formel-Masters-Rennen - Starker Regen sorgt für einen vorzeitigen Abbruch

Beitske Visser
Beitske Visser (mitte) gewann ein kurioses Rennen im Formel-Masters
© ADAC Motorsport

(Motorsport-Total.com) - Das dritte Rennen des ADAC Formel-Masters auf dem Sachenring geht in die Geschichtsbücher ein: Beitske Visser (Lotus) sicherte sich den Sieg nach sechs absolvierten Runden. Pünktlich zum Rennbeginn am Sonntagnachmittag setzte starker Regen ein. Bei schwierigen Witterungsbedingungen rutschten Martin Gatz (KSW-Motorsport) und Benedikt Gentgen (JBR Motorsport & Engineering) im ersten Umlauf von der Strecke. Es folgte eine Safety-Car-Phase. Nach fünf Runden hinter dem Safety-Car entschied die Rennleitung, den dritten Lauf auf der sächsischen Traditionsstrecke wegen des heftigen Unwetters abzubrechen.

Visser ging somit als strahlende Siegerin nach lediglich einer "richtigen" Rennrunde hervor. Nach einem schwierigen Saisonauftakt war es der erste Sieg der Red-Bull-Juniorin in diesem Jahr. Die Lotus-Pilotin übernahm kurz nach dem Start die Führung von Pole-Setter Florian Herzog (KUG-Motorsport) - es war das rennentscheidende Manöver zum Sieg. Lokalmatador Herzog hatte Pech und fiel bis zur Mitte der ersten Runde bis auf Platz vier zurück. Der Dresdner verpasste sein erstes Podium in der Highspeedschule des ADAC knapp, fuhr aber in allen drei Rennen in die Punkteränge.

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"Erst als ich die roten Flaggen rund um die Strecke sah, wurde mir bewusst, dass ich das Rennen wirklich gewonnen hatte", sagt die 18-jährige Niederländerin. "Das war schon ein bisschen verrückt - ein Sieg mit nur einer richtigen Rennrunde war mir bis heute in meiner Karriere noch nicht gelungen. Zum Glück konnte ich gleich am Start Florian Herzog überholen und so in Führung gehen. Es war richtig von der Rennleitung, das Rennen nicht fortzusetzen. Selbst bei sehr langsamer Fahrt hinter dem Safety-Car hatte ich Aquaplaning."

Neben Visser fuhr Hendrik Grapp (Mücke) als Zweiter auf das Podest. Der Sieger des ersten Rennens auf dem Sachsenring überholte von Startplatz vier seinen Vordermann Jason Kremer (Schiller Motorsport) sowie Herzog. "Das war ein sehr kurioses Rennen, aber mit Platz zwei bin ich zufrieden. Die Rennleitung hat die absolut richtige Entscheidung getroffen, das Rennen vorzeitig abzubrechen. Die Sicht aus dem Cockpit war durch die Gischt stark eingeschränkt und ich konnte meistens nur im zweiten oder dritten Gang fahren, berichtet Grapp.

"Für mich war es ein gelungenes Wochenende auf dem Sachsenring. Mit meinem Sieg im ersten Lauf und Platz zwei im dritten Rennen konnte ich viele Punkte für die Meisterschaft sammeln."ADAC Stiftung-Sport Förderpilot Kremer sicherte sich den dritten Platz auf dem Podium. "Zu Rennbeginn wollte ich wegen der schwierigen Witterungsbedingungen und der schlechten Sicht kein allzu großes Risiko eingehen. Kurz nach dem Start verbesserte ich mich auf Platz zwei."

"Leider sah ich wegen der Gischt nichts in meinen Rückspiegeln und so konnte mich Grapp überholen", so Kremer. "Als das Safety-Car auf die Strecke ging, war mir schon klar, dass das Rennen abgebrochen werden würde. Alles in allem bin ich mit dem Rennwochenende auf dem Sachsenring zufrieden: Ich konnte mich in der Meisterschaftswertung vom dritten auf den zweiten Platz verbessern. Jetzt freue ich mich auf mein Heimrennen auf dem Nürburgring."

"Erst als ich die roten Flaggen rund um die Strecke sah, wurde mir bewusst, dass ich das Rennen wirklich gewonnen hatte."
Beitske Visser

Hinter Herzog belegte Marvin Dienst (Neuhauser Racing) den fünften Platz. Der Rookie, der das zweite Rennen am Sonntagmorgen als Zweiter abgeschlossen hatte, setzte sich in der ersten Runde gegen Indy Dontje (Lotus) durch. Der Niederländer musste sich mit der fünften Position begnügen. Der Meisterschaftsführende Alessio Picariello (Mücke) hätte sich sicherlich ein längeres Rennen gewünscht. Für den dritten Lauf wurde die Startreihenfolge der besten Acht umgekehrt, weshalb Picariello, der Sieger des zweiten Rennens auf dem Sachsenring, Lauf drei von Position acht begann.

Im Verlauf der ersten Runde erzielte er einen Positionsgewinn und überquerte die Ziellinie als Siebter. Hinter dem achtplatzierten Mikkel Jensen (Lotus) führte Nicolas Beers (Neuhauser Racing) Aufholjagd bis auf Platz neun. Der Däne startete nach einem kniffligen Wochenende vom 15. Startplatz und verbesserte sich nach dem Start um sechs Positionen.

Die Top 10 erhalten trotz der verkürzten Renndauer die volle Punktzahl, da mindestens 50 Prozent der vorgesehenen Renndauer absolviert wurden. Nach fünf Siegen in den ersten neun Rennen reist Picariello als Spitzenreiter der Meisterschaft zum nächsten Rennwochenende an den Nürburgring (2. bis 4. August). Der Belgier führt die Gesamtwertung seit dem Auftaktrennen in Oschersleben an und baute seinen Vorsprung auf 144 Punkte aus. Dahinter trennen den zweitplatzierten Kremer (96 Punkte) und Günther auf Platz fünf (84 Punkte) zwölf Zähler.

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