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Surtees fordert klare Struktur im Formelsport

12. Januar 2013 - 13:57 Uhr

Ex-Formel-1-Weltmeister John Surtees fordert klare Strukturen im Formelsport, bei denen gute Leistungen mit einer Förderung der Karriere belohnt werden

Lucas Wolf
Die neue Formel-3-EM ist ein erster Schritt zur Vereinheitlichung der Formelklassen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die unübersichtliche Situation im Formelsport mit GP2 und GP3, Formel 3, Renault-World-Series, AutoGP und anderen Serien ist vielen Beobachtern der Szene ein Dorn im Auge. So hatte im Oktober Max Mosley, ehemaliger Präsident des Automobilweltverbands FIA, die Tatsache, dass er in diesem Bereich keine Ordnung geschaffen habe, als "das vielleicht größte Versagen seiner Präsidentschaft" bezeichnet.

Auch John Surtees appelliert an die Verantwortlichen, das "Formelchaos" aufzuräumen. "Wir benötigen eine Struktur, die Erfolg mit Fortschritten in der Karriere belohnt", fordert der 78-Jährige im Rahmen der 'Autosport'-Show in Birmingham. "Wo sonst wird der Titelgewinn in einer Serie damit belohnt, dass dir ein Team in der nächsthöheren Klasse sagt, dass du 550.000 Pfund (etwa 660.000 Euro, Anm. d. Red.) für die Saison mitbringen musst? Das ist schrecklich", beurteilt der Brite die aktuelle Situation.

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Nicht nur der finanzielle Aspekt stört Surtees. Durch die vielen verschiedenen Klassen sei es schwierig, die Leistungen der Nachwuchsfahrer objektiv einzuschätzen. Zudem gebe es keinen klar vorgezeichneten Weg in Richtung Formel 1. "Wir brauchen eine festgelegte Anzahl von Formelklassen, die internationale anerkannt sind. Wenn du eine Klasse gewinnst, erhältst du ein Stipendium für die nächsthöhere Kategorie. Und das muss bis zur Formel 1 so funktionieren", schlägt der Formel-1-Weltmeister von 1964 vor.

Den Ruf hat die FIA mittlerweile erhört. Gerhard Berger, der seit dem vergangenen Jahr Vorsitzender der Formel-Kommission der FIA ist, soll sich des Themas annehmen. Einen ersten Schritt unternahm der Österreicher bereits, in dem er für 2013 die Formel-3-Europameisterschaft ins Leben rief.

Surtees, der nach seiner aktiven Karriere sein eigenes Team in der Formel 5000, Formel 2 und Formel 1 leitete, gab schon damals dem Geld nur ungern den Vorzug vor dem Talent: "Als ich mein eigenes Team hatte, war ich frustriert, wenn ich Bezahlfahrer nehmen musste. Ich habe immer versucht, trotzdem einen Fahrer zu nehmen, an den ich geglaubt habe." Der 78-Jährige glaubt, dass damals die sportliche Leistung noch einen höheren Stellenwert hatte. "Zu der Zeit, als ich Rennen gefahren bin, war die Stoppuhr wesentlich wichtiger."

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