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Nur vier Wochenenden: Sorge um die Britische Formel 3

31. Januar 2013 - 17:28 Uhr

Neun Veranstaltungen waren angekündigt, vier werden 2013 durchgeführt: Die Britische Formel 3 steht vor einem Mini-Programm - Carlin: "wurden vernachlässigt"

Union Jack
Wie lange weht der Union Jack noch für die heimische Formel-3-Serie?
© GP2/LAT

(Motorsport-Total.com) - Was wird aus der Britischen Formel 3? Diese Frage stellen sich nach dem Veröffentlichen des Kalenders für die Saison 2013 viele. Hatte die traditionsreiche Serie, die 1951 zum ersten Mal ausgetragen wurde, im vergangenen Jahr noch zehn Rennwochenenden im Kalender stehen, so umfasst der Plan für diese Saison gerade einmal vier Veranstaltungen - obwohl im Dezember noch neun Events angekündigt wurden.

Begründet wurde dieser Schritt durch die große Konkurrenz durch die neue Formel-3-Europameisterschaft, die volle zehn Rennwochenenden, darunter sechs im Rahmen der DTM und zwei im Rahmen der WTCC, austragen wird. Ausbleibendes Fahrerinteresse an der Britischen Formel 3 zwangen die Organisatoren zu der drastischen Kürzung des Kalenders.

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Viele befürchten nun das schleichende Ende der Traditionsserie, unter ihnen auch Trevor Carlin, der mit seinem gleichnamigen Team in diversen Nachwuchsklassen vertreten ist. "Ich hoffe, das ist nur eine einmalige Ausnahme", sagt er den Kollegen von 'Autosport', rechnet allerdings mit dem Schlimmsten. "Es ist sehr traurig", kommentiert er nach Bekanntwerden des Mini-Kalenders.

Als Grund sieht der Brite dafür die große Anzahl an Formelklassen im Nachwuchsbereich. Gerhard Berger, der seit dem vergangenen Jahr Vorsitzender der Formel-Kommission der FIA ist, sollte sich des Themas annehmen und endlich Übersichtlichkeit schaffen. Wortwörtlich geschafft hat er bisher eins: die Formel-3-Europameisterschaft. Zum Leidwesen der Britischen Formel 3. Trotz des ganzen Wirrwarrs hat die Serie bisher überlebt - "auch dank der Teams", betont Carlin. "Aber man braucht auch Unterstützung seitens der Industrie und der Motorsportbehörden, um eine Meisterschaft zu erhalten. Ich glaube die Britische F3 wurde in der Hinsicht vernachlässigt."

Dabei gilt die Serie als ideales Sprungbrett in höhere Serien. Bekannte Titelträger sind unter anderem Ayrton Senna, Nelson Piquet, Mika Häkkinen oder Rubens Barrichello. Carlin gewann die vergangenen fünf Meisterschaften, drei davon mit Jaime Alguersuari, Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne. Alle schafften danach den Sprung in die Formel 1.

Angesichts der aktuell leeren Starterfelder, wird aber wohl eine natürliche Auslese der Serien entstehen. Die Formel 2 und die Italienische Formel 3 hat es vor dieser Saison bereits erwischt. Vielleicht ist die Britische Formel 3 die nächste aussterbende Serie auf dem Weg zum Gesundschrumpfen des Nachwuchsbereiches. Da schützt auch jegliche Tradition nicht.

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