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Formel-3-Cup 2012: Per Knopfdruck in die Zukunft

12. August 2011 - 13:59 Uhr

Viele Neuerungen für die Saison 2012: Der Formel-3-Cup wandelt sich gründlich, doch die ersten Testfahrten sind überaus vielversprechend

Richie Stanaway
Richie Stanaway und dem Formel-3-Cup stehen aufregende Zeiten ins Haus
© F3V

(Motorsport-Total.com) - 2012 beginnt eine neue Ära im deutschen Formel-3-Sport: Schon jetzt stellt der Formel-3-Cup die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. Ein exklusiv von Volkswagen entwickelter, 250 PS starker Motor sorgt ab der kommenden Saison nicht nur für hohe Kosteneffizienz, sondern garantiert den Fahrern auch ein weiteres taktisches Element: Per Knopf sind kurzzeitig rund 20 zusätzliche PS abrufbar.

Eine neue Chassis-Generation, gepaart mit der Volkswagen-Power-Engine, und dem richtungsweisenden Push-to-Pass-System verhelfen dem Formel-3-Cup zu einer exklusiven Stellung. Keine andere Formel-Nachwuchsklasse weltweit verfügt über ein ähnliches System, mit dem die Piloten zusätzliche Power nutzen können. Damit bietet der Formel-3-Cup die beste Schule für die jungen Talente, um sich beispielsweise perfekt auf die Formel 1 vorzubereiten.

Auch dort verfügen die Piloten mit dem KER-System über eine Möglichkeit, per Knopfdruck mehr PS abzurufen. Ab 2012 lernen die Piloten im Formel-3-Cup mit dieser Zusatzpower umzugehen. Durch das Push-to-Pass-System verändern sich nämlich bedeutende Elemente: Im Qualifying kann die zusätzliche Leistung beispielsweise beim Herausbeschleunigen einen Zeitgewinn bringen, im Rennen soll sie die Überholvorgänge erleichtern.

Im Formel-3-Cup können die Fahrer in allen Sessions den Knopf jeweils zehn Mal für zehn Sekunden drücken. Dann stehen ihnen 250 PS statt 230 PS zur Verfügung. Zwischen den einzelnen "Schüssen" müssen mindestens zehn Sekunden Pause liegen. Die Zuschauer können die verbleibende Anzahl auf einer Digitalanzeige am Überrollbügel ablesen.

Am Red-Bull-Ring nutzte das Entwicklungsteam von Volkswagen Motorsport den Testtag am Donnerstag, um weiter Erfahrung mit dem Exklusivmotor zu sammeln und Teams und Fahrern das neue Triebwerk zu präsentieren. Am Steuer saß Audi-Werkspilot Edoardo Mortara, der sich in allen vier Sessions deutlich an die Spitze der Zeitenliste setzen konnte. "Es ist erstaunlich, wie problemlos das Push-to-Pass-System funktioniert. Der Motor ist schon jetzt über das gesamte Drehzahlband gut fahrbar. Ich bin sicher, dass sich die Rennen in Sachen Spannung deutlich verbessern werden", meint der Italiener.

Ebenso wichtig ist die Effizienz, welche die neue Motorengeneration bringen wird. "Ein Euro pro Kilometer" lautet die Formel. Erst nach 10.000 Kilometern wird eine Revision fällig - normal sind 2.500 Kilometer. Künftig wird also ein Motor während einer kompletten Saison ohne Revision nutzbar sein. Im Formel-3-Cup werden ab 2012 die Motorenkosten somit um knapp zwei Drittel gesenkt.

Eine weitere wichtige Veränderung gibt es auch im Chassisbereich: Ab der kommenden Saison ist im Formel-3-Cup auch die Chassis-Generation 2008 bis 2011 zugelassen. Die Chassis des Zeitraums 2002 bis 2007 können aber ebenfalls mit der Volkswagen-Power-Engine ausgerüstet werden. Diese Fahrzeuge nehmen dann an der Cup-Wertung teil. Boliden der Generation bis 2007, die mit den derzeitigen Motoren an den Start gehen, sind Teil der Trophy-Wertung.

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