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Istanbul: Grosjean holt die Pole-Position

06. Mai 2011 - 16:27 Uhr

Im ersten GP2-Qualifying 2011 setzt sich Romain Grosjean bei schwierigen Bedingungen durch - Christian Vietoris wegen zahlreicher roter Flaggen nur Neunter

Romain Grosjean
Romain Grosjean absolvierte die erste GP2-Qualifikation des Jahres als Bester
© GP2/LAT

(Motorsport-Total.com) - Die GP2-Serie hat ihren ersten Polesetter des Jahres. Ex-Formel-1-Star Romain Grosjean (DAMS) konnte sich in einer von zahlreichen Unterbrechungen gespickten Session in Istanbul durchsetzen. Dabei musste sich der Franzose vor allem gegen seinen Landsmann Jules Bianchi (ART) wehren, der in der entscheidenden Phase jedoch nicht mehr kontern konnte.

Das Qualifying wurde gleich mehrfach unterbrochen. Zuerst stopfte Carlin-Pilot Michail Aljoschin seinen Wagen am Ende der Gegengeraden in die Reifenstapel, später passierte Michael Herck (Coloni) genau das gleiche Missgeschick. Eine weitere Rotphase gab es, als Davide Valsecchi nach einem Dreher entgegen der Fahrtrichtung auf der Bahn strandete.

In all diesem Chaos fand Christian Vietoris keinen passenden Raum für eine perfekte Runde. Der Racing-Engineering-Pilot hatte am Morgen noch das Freie Training als bester Fahrer absolviert, musste sich aber im Qualifying schließlich mit Rang neun begnügen. Dennoch: Vietoris scheint nur wenige Tage nach seinem DTM-Debüt mit Mercedes gut in Form zu sein. In den Rennen wird noch etwas möglich sein.

Bis nach ganz vorne dürfte es allerdings kaum noch gehen. Vor allem Polesetter Grosjean wirkt an diesem Wochenende bärenstark. Der Ex-Renault-Formel-1-Pilot absolvierte in den letzten Minuten des Qualifyings enorm schnelle Runden, ließ sich nicht einmal von einem Highspeed-Dreher in der berühmten Kurve acht aus der Ruhe bringen.

Am Ende war Bianchi im Pech. Der Ferrari-Formel-1-Nachwuchsmann wurde durch rote Flaggen in seiner letzten Attacke ausgebremst, musste sich in der Zeitenjagd sogar auch noch zwei anderen Kollegen geschlagen geben. Sam Bird (iSport) und Luca Filippi (Super Nova) schoben sich an Bianchi vorbei auf die Startplätze zwei und drei. Dani Clos (Racing Engineering) und Luiz Razia (AirAsia) qualifizierten sich für die dritte Reihe.

Für Fabio Leimer verlief die Session nicht nach Wunsch. Der schweizerische Rapax-Pilot war zu Beginn des Qualifyings sehr schnell unterwegs, zeigte sich auch an der Spitze. Im entscheidenden Shootout mit den neuen Pirelli-Pneus fehlten ihm jedch ebenso die Mittel wie Ocean-Neuling Kevin Mirocha, der sich nur für den 22. Startplatz qualifizieren konnte. Sauber-Zögling Esteban Gutierrez hatte seinen Wagen am Morgen erheblich zerstört und kam in der Zeitenjagd nur auf Platz 24.

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