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Frijns übernimmt mit Sieg die Gesamtführung

11. September 2010 - 15:23 Uhr

In einem turbulenten Rennen in Monza hat Robin Frijns mit dem Sieg die Gesamtführung übernommen - Jack Harvey im Kiesbett

George Katsinis
In einem spannenden Rennen in Monza hat Robin Frijns die Oberhand behalten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Robin Frijns hat das vorletzte Saisonrennen der Formel BMW Europa 2010 in Monza gewonnen. Damit übernahm der Niederländer die Meisterschaftsführung von Jack Harvey, der mit einem Vorsprung von neun Punkten und von der Pole-Position ins Rennen gegangen war, aber nicht ins Ziel kam. Frijns führt das Klassement nun mit einem Vorsprung von 21 Zählern an.

Den zweiten Platz in einem der spannendsten und ereignisreichsten Läufe des Jahres errang Côme Ledogar, dahinter folgte Hannes Van Asseldonk, der zugleich zum dritten Mal in diesem Jahr die Rookiewertung für sich entschied. Nachdem das Auto von DAMS-Pilot Dustin Sofyan in der Einführungsrunde Öl verloren hatte, sahen sich die Fahrer nach dem Start mit einer rutschigen ersten Schikane konfrontiert. George Katsinis übernahm die Führung von Harvey, gefolgt von Javier Tarancon und Carlos Sainz.

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Dahinter kam es zu Zwischenfällen. Luciano Bacheta und Daniil Kvyat kollidierten und mussten das Rennen vorzeitig aufgeben. Auch Facu Regalia schied noch in der ersten Runde aus. Im zweiten Umlauf nahm der Kampf um den Titel eine spektakuläre Wendung, als Harvey und Tarancon in der Parabolica zusammenstießen und der bis dato Meisterschaftsführende im Kiesbett strandete.

Katsinis fuhr weiterhin an der Spitze, ehe er in der vierten Runde auf Rang vier zurückfiel. Ledogar übernahm Platz eins und fuhr vor Frijns, der sich vom achten Rang vorgearbeitet hatte. Tarancon war zu diesem Zeit noch auf dem dritten Platz unterwegs. Frijns setzte Ledogar über mehrere Runden unter Druck und kam schließlich im siebten Umlauf vorbei.

Ledogar konnte jedoch kontern und holte sich die Führung kurz darauf zurück. Frijns ließ nicht locker und überholte den Franzosen zu Beginn der zwölften und letzten Runde erneut. Bei dieser Reihenfolge blieb es, Frijns überquerte mit einem Vorsprung von 0,5 Sekunden die Ziellinie.

Auch weiter hinten im Feld ging es in der letzten Runde noch einmal turbulent zu: Michael Lewis kollidierte mit Katsinis. Während Lewis, der vom 15. Platz losgefahren war, das Rennen als Fünfter beenden konnte, fiel der Grieche kurz vor Schluss aus.

Stimmen zum Rennen:

Robin Frijns (Josef Kaufmann Racing/1.): "In Monza kann alles passieren - und genauso war es auch heute. Mir ist ein guter Start gelungen, und ich lag schon nach wenigen Runden auf Platz vier. Ich habe nicht gesehen, was zwischen Jack und Javier passiert ist, habe aber mitbekommen, dass Jack ausgeschieden war. Côme war auf den Geraden sehr schnell, aber ich wusste, was ich in der letzten Runde zu tun hatte. Mein Angriff hatte Erfolg, ich konnte mich an die Spitze setzen. Zuvor hatte ich mehrere Runden überlegt, ob ich es wirklich versuchen sollte. Es ging auf der Strecke teilweise verrückt zu. Aber ich habe es gewagt, und das hat sich ausgezahlt."

Côme Ledogar (Eifelland/2.): "Ich glaube, das war das spannendste Rennen meiner bisherigen Karriere. Mein Start war gut, und ich konnte einige Positionen gutmachen. Mit Robin habe ich lange gekämpft, aber er hat mich in der letzten Runde noch überholt. Ich muss anerkennen, dass er da einfach einen besseren Job gemacht hat als ich. Während des Rennens war mir klar, dass es für ihn um die Meisterschaft geht und er deshalb keinen Unfall riskieren wollte. Dennoch haben wir hart gekämpft."

Hannes Van Asseldonk (Josef Kaufmann/3.): "Ich bin natürlich sehr glücklich über dieses Ergebnis. Aber es war ein schwieriges Rennen. Ich bin vom zwölften Rang gestartet, nachdem das Qualifying nicht so toll gelaufen war. Der Start war okay, aber nicht perfekt. In der ersten Kurve lag Öl auf der Strecke, und es war sehr rutschig. Ich bremste auf der Außenseite und konnte viele Autos überholen. Robin und Facu musste ich jedoch ziehen lassen. Wegen des Windschattenfahrens ging es auf der Strecke wirklich wild zu, es hat aber großen Spaß gemacht. Für Jack tut es mir leid. In einem für die Meisterschaft so wichtigen Rennen auszuscheiden, ist hart. Robin sind aber im Saisonverlauf schon ähnliche Dinge passiert."

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