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A1GP steht zum Verkauf

28. Januar 2010 - 21:18 Uhr

Die Liquidation der A1GP-Serie steht offenbar kurz vor dem Abschluss: Braucht jemand 25 Formelfahrzeuge mit Ferrari-Motor? - Neustart geplant

A1GP powered by Ferrari Logo
Mit dem Ferrari-Deal ging es plötzlich bergab; Die A1GP-Serie in höchster Not
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Geschichte der phasenweise sehr beliebten A1GP-Serie findet derzeit ein trauriges Ende, aber es gibt auch neue Hoffnung. Auch die letzten Versuche, die Fahrzeuge am spektakulären Schauplatz Surfers Paradise an den Start zu bringen, scheiterten kläglich. Auch alle weiteren bisherigen Rennen der neuen Saison fanden nicht statt. Gleichzeitig mühte sich ein Insolvenzverwalter in Großbritannien um die Zufriedenstellung der zahlreichen Gläubiger.

Ein britisches Gericht hat nun den Verkauf der Überreste des "World Cup of Nations" genehmigt. Diesem Schritt war ein Streit vorausgegangen. Es galt zu entscheiden, ob die A1GP Operations die Erlöse des Verkaufs von insgesamt 25 Formelfahrzeugen samt Ferrari-Motor einstreichen darf, oder der bisherige Serienbetreiber Tony Teixeira mit seiner A1GP-Holding.

Das Gericht entschied, dass der A1GP Operations der Zugriff auf die Autos gewährt wird. Nun steht die Ausrüstung der Serie als Komplettpaket zum Verkauf. "Es gab in der Vergangenheit einige Interessenten", sagt Insolvenzverwalter Tim Bramston. "Ich würde es allerdings bevorzugen, wenn jemand kommt, der eine durchdachte Marketingstrategie vorweisen kann."

Diese Aussage von Bramston überrascht, denn offenbar geht auch der britische Jurist davon aus, dass die A1GP-Serie noch einmal aufleben kann. Ob Tony Teixeira selbst die Serie nach der Pleite zurückkaufen kann? Bramston bleibt die Antwort schuldig, verweist jedoch vielsagend darauf, dass der Höchstbieter den Zuschlag bekommen wird.

Interessant an dieser Stelle: Teixeira ist anderorts schon wieder aktiv. Der Südafrikaner will sich angeblich mit satten 20 Millionen Euro beim neuen Formel-1-Team Campos einkaufen. Teixeira hat ein strategisches Mittel für seine A1GP-Serie im Blick. Er will in Zukunft eine Art Karriereleiter etablieren. Die besten Piloten der A1GP sollen automatisch in die Formel 1 aufrücken können.

Ein cleverer Schachzug. Campos könnte man auf diesem Weg aus größter finanzieller Not kurz vor dem Start in die Debütsaison helfen. Die A1GP-Serie wäre durch die Aufstiegsmöglichkeiten für junge Piloten auf einen Schlag deutlich attraktiver. Von einem solchen Szenario träumt Teixeira seit Jahren, einzig an der Realisierung scheiterte es bisher.

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