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Andretti nach Startkollision sauer

23. November 2008 - 08:45 Uhr

Reaktionen auf die Startkollision im Sprint: Warum sich Marco Andretti unschuldig fühlt und wie Opfer Narain Karthikeyan damit umgeht

Startunfall in Malaysia 2008
Marco Andretti sieht die Schuld für diese Kollision nicht bei sich selbst
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zu einem spektakulären Startunfall kam es im Sprintrennen in Sepang: Weil das Feld erst beschleunigte, dann aber doch wieder verlangsamte, fuhr Marco Andretti (USA) dem Inder Narain Karthikeyan ins Heck. Dahinter konnte John Martin (Australien) gerade noch ausweichen, Felipe Guimarães (Brasilien) jedoch nicht mehr.

Auf den ersten Blick sah Andretti wie der Dumme aus, doch das ließ der Amerikaner nicht auf sich sitzen: "Man kann sagen, es war vermeidbar, aber ich dachte, es geht los. Man sieht ja höchstens zwei Reihen nach vorne und ich wollte schon den vierten Gang einlegen. Dann blockierten natürlich die Hinterräder. In den Staaten geht es entweder los oder nicht. Hier ging es los, dann wurde es wieder langsam", ärgerte sich der IndyCar-Superstar.

Rückendeckung erhielt Andretti von Guimarães: "Ich habe mit Marco gesprochen. Wir sehen die Sache genau gleich", gab der Brasilianer enttäuscht zu Protokoll. "Ich fuhr los, aber dann bremste Marco vor mir und ich hatte nicht mehr genug Platz, um ihm auszuweichen. Es war in dem Moment ziemlich angsteinflößend, um ehrlich zu sein, denn das war das erste Mal, dass ich am Start in so einen Crash verwickelt wurde."

Diplomatisch gab sich Karthikeyan, der am allerwenigsten für die Kollision konnte und die beste Ausgangsposition des Trios gehabt hätte: "Es war einfach ein großer Knall", seufzte der ehemalige Formel-1-Pilot. "Ich gebe den USA keine Schuld, aber ich glaube nicht, dass die Lichter schon aus waren. Ich war noch im ersten Gang. Mexiko hat vor mir ein bisschen gebremst - und ich musste mich nach Mexiko richten."

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