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Mugello: Hülkenberg siegt knapp

03. Mai 2008 - 12:49 Uhr

Nico Hülkenberg hat sein Hockenheim-Pech abgestreift: Knapper Sieg gegen Tsukakoshi in Mugello - Vietoris würgt Motor ab und fliegt raus

Nico Hülkenberg
Nico Hülkenberg hatte endlich das nötige Glück: Sieg in Mugello
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Endlich einmal alles gut gegangen. Nach seiner souveränen Pole-Position konnte sich Nico Hülkenberg auch im Rennen behaupten. Der ART-Pilot hatte allerdings über die gesamte Distanz den Japaner Koudai Tsukakoshi im Nacken. Das Podium komplettierte mit Jules Bianchi ein weiterer Pilot des ART-Teams. Christian Vietoris hatte gleich doppeltes Pech, denn zunächst würgte der Mücke-Fahrer seinen Motor beim Start ab, bei der anschließenden Aufholjagd landete er gemeinsam mit Daniel Campos-Hull im Kiesbett.

Während Hülkenberg beim Start keinen Zweifel aufkommen ließ und sofort nach vorne weg preschte, gab es im hinteren Feld viel Verwirrung. Vietoris würgte den Wagen ab und blieb wie angewurzelt auf seinem hervorragenden dritten Startplatz stehen. Die nachfolgenden Piloten mussten wild auseinanderzacken, um einer Kollision zu entgehen, wie man sie in Hockenheim beim Saisonauftakt schon einmal erlebt hatte.

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Mortara mit guten Ergebnis für VW

Hinter Hülkenberg reihte sich zunächst Bianchi auf Rang zwei ein, wurde jedoch nach wenigen Kurven wieder von Tsukakoshi geschnappt. Der Japaner konnte die Lücke zum Führenden überraschend schnell schließen und folgte Hülkenberg rundenlang wie ein Schatten. Neben Vietoris war James Jakes einer der großen Verlierer des Starts, der ART-Pilot fiel auf Rang zwölf zurück. Lokalmatador Edoardo Mortara profitierte am meisten und schoss sich auf Rang fünf nach vorn.

Mika Mäki
Mika Mäki landete als Sechster wenigstens auf einem Punkteplatz
© xpb.cc

Während an der Spitze alles unverändert blieb, konnte Mortara als bester VW-Pilot in Runde fünf sogar noch an Hockenheim-Sieger Renger van der Zande vorbeiziehen und machte es sich fortan auf seiner Position gemütlich. Im Hinterfeld wurde nach Herzenslust gerangelt, immer wieder stieg Staub auf, oder Kieselsteine fanden sich auf der Piste wieder. Die heftigsten Ritte durch das Kiesbett legten Charlie Kimball und Stefano Coletti hin, konnten aber beide ihre Fahrt fortsetzen.

Wahnsinnsmanöver von Tsukakoshi

Man hatte sich gerade an ein wohl sortiertes Feld an der Spitze gewöhnt, als der japanische Manor-Pilot einen Überraschungsangriff startete. In Kurve eins zog Tsukakoshi urplötzlich nach außen und setzte sich nicht nur neben Hülkenberg, sondern tickte sogar dessen Hinterrad leicht an. Nach einem wilden Drift konnte der Japaner sein Auto wieder fangen stellte sich wieder brav hinten an. Es sollte der einzige ernsthafte Überholversuch an der Spitze bleiben.

Die beiden Piloten in Front zogen anschließend einsam ihre Kreise, denn auf Rang drei hatte Bianchi bereits acht Sekunden Rückstand, dahinter folgten jeweils mit gehörigem Abstand Mortara und van der Zande. In Runde 17 kam dann das endgültige Aus für Christian Vietoris. Beim Versuch, sich an Campos-Hull vorbei zu pressen, landeten beide im Kiesbett - das Rennen vorbei.

Vorne tat sich in den folgenden vier Runden nichts mehr. Hülkenberg feierte einen letztlich souveränen Erfolg, obwohl man zwischendurch immer wieder das Gefühl hatte, dass der Japaner Tsukakoshi durchaus hätte schneller fahren können. Auftaktsieger Mika Mäki konnte als bester Mücke-Pilot auf Rang sechs fahren, Prema-Mann Dani Clos sicherte sich mit Rang acht die Pole-Position für das morgige zweite Rennen in Mugello.