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Die Schweiz am Ziel der Träume

04. Mai 2008 - 21:47 Uhr

Die A1GP-Mannschaft um Stammpilot Neel Jani und Teamchef Max Welti ist im Siegestaumel - Jani: "Habe getan, was zu tun war"

Neel Jani
Zum Saisonabschluss noch einmal auf dem Podium: Neel Jani feiert den Titel
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Sprint in Brands Hatch war alles klar: Mit dem vierten Rang stand die Schweiz als Gesamtsieger in der A1GP-Serie fest. So gereichte das Hauptrennen am Nachmittag der Schweiz zur
Triumphfahrt, in der Neel Jani als Dritter zum elften Mal in dieser Saison einen Podestplatz herausfuhr. Die Schweiz holte den Meistertitel mit 41 Punkten Vorsprung vor Neuseeland, somit noch deutlicher als Deutschland vor einem Jahr.

Der Gewinn des Titels bedeutet den größten Erfolg für den Schweizer Automobilsport seit sehr langer Zeit - vergleichbar mit den Grand-Prix-Siegen von Jo Siffert und Clay Regazzoni oder den glänzenden Vorstellungen des Sauber-Mercedes-Teams in der Prototypen-Weltmeisterschaft in den Sechziger-, Siebziger- und Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts.


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"Unser Erfolg ist das Verdienst der gesamten 20-köpfigen Mannschaft", ließ sich der merklich aufgewühlte Schweizer Teamchef Max Welti vernehmen. "Ein besonders hübsches Kränzchen möchte ich unserm Fahrer Neel Jani winden, der die Teamarbeit auf den Rennpisten nahezu perfekt umgesetzt hat. Den Gewinn des Titels widme ich dem unvergessenen Seppi Siffert, der hier in Brands Hatch vor 40 Jahren sein erstes Formel-1-Rennen gewann und 1971 an gleicher Stätte sein Leben verlor", sagte der 56-Jährige.

Welti verbarg seine Emotionen nicht: "Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, dass ich unser Land als Patron des Schweizer Nationalteams vertreten durfte, umso mehr, als es uns gelungen ist, auf der ganzen Welt Ehre für die Schweiz einzulegen." Die Schweizer Bilanz aus der dritten Saison ließt sich sehr gut. Abgesehen vom Titel, der dem Team eine Million Dollar einbringt, gewann Neel Jani zwei Sprints und zwei Hauptrennen, was mit Preisgeldern von je 100.000 respektive 200.000 Dollar honoriert wird.

Auch heute erfüllte Jani seinen Job abermals mit Bravour. "Ich habe getan, was zu tun war", sagte der bald 25-jährige Berner. "Insbesondere am Start zum Sprint durfte ich nichts riskieren. Aus diesem Grund ließ ich Irland in der ersten Kurve kampflos vorbei und konzentrierte mich auf das Halten des vierten Platzes. Fürs Hauptrennen hatte ich mir nochmals einen Podestplatz vorgenommen. Das Unterfangen gelang mehr oder weniger leicht, so dass ich auf eine durchaus gelungene Saison zurückblicken darf."