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FORMEL 3
 
Britischer Ausflug nach Italien
 
von Britta Weddige 08. Mai 2008 - 16:38 Uhr
 
Die Britische Formel 3 gastiert am nächsten Wochenende in Monza - Auf dem Highspeed-Kurs im Königlichen Park ist Rennaction vorprogrammiert
 
Britische Formel 3
Die Britische Formel 3 gastiert am nächsten Wochenende in Monza
Zoom © FOTA
(Motorsport-Total.com) - Die Britische Formel 3 reist ins Ausland: Am nächsten Wochenende (17. und 18. Mai) finden im italienischen Monza die Saisonläufe fünf und sechs statt. Und es gibt im Fahrerlager der Serie kaum jemanden, der sich nicht schon riesig auf den Ausflug in den Königlichen Park von Monza freut. Denn auf dem Highspeed-Kurs kommt es nicht nur besonders auf das fahrerische Können der jungen Piloten an - auch ist dort die beste Rennaction des Jahres garantiert.

Das hat sich auch im vergangenen Jahr gezeigt, als die Britische Formel 3 erstmals seit 2005 wieder in Monza gefahren ist. Das erste Rennen entschied Maro Engel, inzwischen DTM-Pilot, für sich. Im zweiten Rennen lieferte sich der Deutsche ein Rad-an-Rad-Duell mit dem späteren Meister Marko Asmer, das der Este knapp gewinnen konnte.

 

 
Vier Rennen, vier Sieger

In der aktuellen Saison der Britischen Formel 3 sind vier Rennen absolviert und es hat sich noch kein klarer Titelfavorit herauskristallisiert. Bei den vier Rennen in Oulton Park und Croft gab es vier verschiedene Sieger - so eng ging es beim Saisonauftakt bisher noch nie zu.

In der Gesamtwertung führt der Mexikaner Sergio Perez, der das dritte Saisonrennen gewonnen hatte. Er hat vier Punkte Vorsprung auf Double-R-Pilot Atte Mustonen. Der hat zwar in dieser Saison noch kein Rennen für sich entschieden, aber immer fleißig gepunktet. In Monza will Mustonen endlich wieder ganz oben auf dem Podest stehen.

 
Starke Rookies

Jaime Alguersuari
Erster Sieg am ersten Wochenende: Rookie Jaime Alguersuari
Zoom © FOTA
Rookie Jaime Alguersuari konnte gleich das zweite Rennen in Oulton Park gewinnen, in Croft lief es aber nicht so rund für den Carlin-Piloten. Dennoch konnte er dort zwei Punkte holen und als Gesamtdritter in Reichweite von Perez und Mustonen bleiben. Der Spanier ist in der vergangenen Saison mit der Formel Renault in Monza gefahren und hofft, dass seine Erfahrung und das Fachwissen seines Teams ihm helfen, in Italien wieder ganz vorn zu stehen. Alguersuari ist in der Gesamtwertung punktgleich mit seinem Teamkollegen Oliver Turvey, der das Auftaktrennen gewonnen hat.

Einen Punkt dahinter folgt der Schwede Sebastian Hohenthal. Der Fortec-Pilot konnte in allen vier bisherigen Rennen konstant punkten, wartet aber noch auf seinen ersten Sieg der Saison. Hohenthal konnte zum letzten Mal im vergangenen Juli ein Rennen für sich entscheiden und will jetzt die Piloten vor sich unter Druck setzen.

Brendon Hartley
Brendon Hartley durfte in dieser Saison auch schon mit Champagner sprühen
Zoom © FOTA
Ein heißer Siegkandidat in Monza ist auch Rookie Brendon Hartley. Bei dem Neuseeländer gilt: Wenn er ankommt, dann landet er vorn. In den vier bisherigen Rennen hat er zweimal die Zielflagge gesehen - als Sieger und als Vierter. Zudem hat er in Croft einen neuen Rundenrekord aufgestellt. Der amtierende Meister des Formel-Renault-Eurocups kennt die Strecke in Monza ebenfalls schon.

Ebenfalls gut in der Britischen Formel 3 eingelebt hat sich der amtierende Champion der Formel BMW UK, Marcus Ericsson. Der 17-jährige Schwede kann bereits einen Podestplatz und eine Pole Position vorweisen. Im letzten Rennen in Croft bedeutete jedoch ein Zusammenstoß mit Perez einen Rückschlag im Titelrennen.

 
Ultimate will ersten Sieg

Das Ultimate-Team hatte in Croft viel Grund zum Jubeln: Esteban Guerrieri holte den ersten Podestplatz für das Team, das erst in der vergangenen Saison mit dem neuen Mygale-Chassis in die Britische Formel 3 eingestiegen ist. In Monza soll das noch getoppt werden und einer der drei Ultimate-Piloten Guerrieri, Michael Devaney oder Ricardo Teixeira soll den ersten Sieg holen.

Das amtierende Meisterteam HiTech hatte keinen optimalen Start in die Saison. Bei den Wintertests trumpften die Piloten Walter Grubmüller und Max Chilton mit Topzeiten auf, doch mehr als ein Podestplatz für Chilton im Auftaktrennen ist bisher nicht herausgesprungen. Dafür hatten beide Piloten einfach zu viel Pech. Jetzt ist das österreich-britische Duo aber zuversichtlich, dass sich das Blatt in Monza wieder wenden wird.

 
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