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Schweiz siegt souverän im Sprint
Neel Jani stößt für die Schweiz die Tür zum A1GP-Titel ganz weit auf - Sieg im Sprint - Neuseeland fällt aus - Michael Ammermüller stark

(Motorsport-Total.com) - Es ist noch nicht ganz entschieden, aber definitiv ist im Sprintrennen in Shanghai die Vorentscheidung im Kampf um den Titel gefallen. Neel Jani gewann den Lauf in beeindruckender Manier und bescherte der Schweiz ein Topergebnis, während Hauptkonkurrent Neuseeland eine Nullnummer einfuhr. Jani kontrollierte das Rennen nach Belieben und kam nicht ein einziges Mal in Bedrängnis. Nun könnten den Eidgenossen noch zwei weitere Zähler zum Titelgewinn reichen.
Schon beim Start wird sich Jani ein Lächeln kaum unterdrückt haben können, denn während er perfekt von seiner Pole-Position in Führung schoss, legten sich im Kampf um Platz fünf die USA und Neuseeland miteinander an. Das Duell zwischen Jonathan Summerton und Jonny Reid endete - wie so oft in der A1GP - mit Trümmern in der allerersten Kurve. Während der Neuseeländer seinen Wagen direkt abstellte, konnte der Amerikaner wenigstens noch an die Box rollen, gab aber dann sofort auf.
Der Druck des Hauptkonkurrenten war weg, von hinten machten die stark platzierten Robert Wickens und Filipe Albuquerque nur wenig Eindruck, also fuhr Jani ein entspanntes und kontrolliertes Rennen nach Hause. Bereits nach einer Runde hatte der Schweizer ein Polster von eineinhalb Sekunden herausgefahren, im Laufe des Sprints baute er diesen auf fast fünf Sekunden aus - als gäbe es nichts Leichteres.

Im hinteren Feld waren die Zeitabstände zwar gering, aber dennoch gab es während des Zehn-Runden-Rennens nicht ein einziges Überholmanöver auf der Strecke. Wie an der Perlenschnur zog das Feld seine Runden auf dem Shanghai-Circuit. Der Deutsche Michael Ammermüller hatte mit einem erstklassigen Start sofort Adam Carroll aus Irland kassiert und fuhr nach dem Ausfall von Summerton und Reid einen soliden sechsten Platz ungefährdet ins Ziel.
Einen Raketenstart hatte Franck Montagny hingelegt. Der Franzose war mit Wut im Bauch von seiner 18. Startposition bis zur ersten Kurve bereits auf Rang 14 vorgefahren, lavierte sich schadlos durch die Trümmer der Kollision zwischen der USA und Neuseeland und brachte schließlich einen zwölften Platz nach Hause, der allerdings keine Punkte brachte. Frankreich hat sich somit, wie auch Großbritannien, wohl endgültig aus der Titelentscheidung verabschiedet.
In der Gesamtwertung hat Jani für die Schweiz mit seinem Sprintsieg nun ein Polster von satten 30 Punkten herausgefahren. Neuseeland hat noch theoretische Titelchancen, doch der Zug zum A1GP-Olymp scheint abgefahren, zumal Jani nun ein neunter Platz im Hauptrennen für die vorzeitige Entscheidung reichen könnte.









