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Nächster Österreicher beeindruckt auf der Insel

04. April 2008 - 21:56 Uhr

Jaime Alguersuari fuhr beim Formel-3-Test in Croft Bestzeit, aber die meiste Aufmerksamkeit wurde der österreichischen Fraktion geschenkt

Philipp Eng
Philipp Eng träumt von einem Wechsel in die Britische Formel 3
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei den zweitägigen Testfahrten der Britischen Formel 3 in Croft fuhr zwar der Sieger des zweiten Laufs in Oulton Park, Jaime Alguersuari, wieder in seiner eigenen Liga, aber für die Schlagzeilen sorgte diesmal das Hitech-Team von Ex-Wettmogul Walter Grubmüller Sr. Hitech setzte nämlich gleich zwei österreichische Piloten ein.

Stammpilot Walter Grubmüller Jr. hatte Pech und musste sein Programm wegen eines Motorschadens vorzeitig abbrechen: "Es ist natürlich enttäuschend, dass der Motor den Geist aufgegeben hat, auch wenn der Test sonst gut war", so Grubmüller. "Die Zeiten wurden immer schneller, daher ist es besonders schade. Aber ich mache mir keine Sorgen, denn wir haben noch ein paar Testtage und ich bin zuversichtlich, dass es im nächsten Qualifying besser laufen wird."

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Grubmüller wäre in die Top 6 gefahren

"Als er gerade neue Reifen aufziehen wollte, ging der Motor ein."
David Hayle

Teamchef David Hayle zeigte Verständnis für den 19-Jährigen: "Für Walter war das ein enttäuschender zweiter Tag. Er war wieder einmal flott unterwegs, die Rundenzeiten wurden immer schneller. Wir wären in die Top 6 gefahren, aber als er gerade neue Reifen aufziehen wollte, ging der Motor ein." Aber Hayle hatte ja trotz des Fehlens von Max Chilton noch einen zweiten Fahrer im Einsatz.

Und der überzeugte: Philipp Eng, Sieger des Formel BMW Weltfinales 2007, erzielte in 1:13.247 Minuten die sechstbeste Zeit, war damit sogar um etwa eine halbe Sekunde schneller als sein Landsmann Grubmüller. Das kam insofern überraschend, als der 18-Jährige erstmals in einem 2008er-Dallara-Chassis saß - im Formel-3-Cup in Deutschland ist er nämlich nicht mit so modernem Material unterwegs.

Hitech spielt ja schon länger mit dem Gedanken, ein drittes Auto einzusetzen. In dieses wollte man eigentlich einen Routinier setzen, aber Eng scheint sich mit seiner Leistung aufgedrängt zu haben. Nun liegt es nicht mehr an ihm selbst: "Ich würde gerne noch in dieser Saison für Hitech fahren. Ich muss jetzt die Entscheidung meiner Sponsoren abwarten", so der Österreicher - denn auch wenn das Team einem Landsmann gehört, gibt es natürlich keine Geschenke.

Hayle von Eng beeindruckt

"Philipp hat bei seinem ersten Mal im neuen Auto einen großartigen Job gemacht."
David Hayle

Hayle machte nach dem Test jedenfalls keinen Hehl daraus, dass er den Youngster gerne neben Grubmüller und Chilton an Bord holen würde: "Philipp hat bei seinem ersten Mal im neuen Auto einen großartigen Job gemacht. Er war von der ersten Minute an schnell und steigerte sich an den beiden Tagen sukzessive. Ich hätte gerne gesehen, was er mit einem neuen Reifensatz geschafft hätte", lobte der ehemalige Jordan-Ingenieur.

Zumindest einen kleinen österreichischen Bezug gibt es auch zu Bestzeithalter Alguersuari vom Carlin-Team, denn der Spanier gehört dem Juniorenkader von Red Bull an. Alguersuari liegt nach den ersten beiden Wertungsläufen in der Britischen Formel 3 ex aequo mit dem Schweden Marcus Ericsson in Führung und gilt als eines der größten spanischen Talente im Motorsport. Bei Carlin ist er als solches natürlich bestens aufgehoben.

"Jaime hat einen unglaublichen Job gemacht und die Strecke schnell gelernt", applaudierte Teamchef Trevor Carlin seinem 18-jährigen Wunderknaben. "Schon nach der ersten Session war es so, als hätte er genauso viel Erfahrung wie die anderen Jungs." Carlin gilt in dieser Saison als klar zu favorisierender Rennstall auf den Meistertitel. Das will der Teamchef gar nicht erst abstreiten: "Alle Fahrer sind gut in Form. Wir sind bereit für das nächste Rennen."

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