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A1GP-Team Schweiz: Der Titel ist greifbar

09. April 2008 - 11:51 Uhr

Am nächsten A1GP-Wochenende in China kann die Schweiz alles klar machen: Wenn es gut läuft, können die Eidgenossen am Sonntag schon Meister sein

Neel Jani
Das A1GP-Team Schweiz kann in Shanghai vorzeitig den Titel holen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Schlussphase der A1GP-Serie ist an Dramatik kaum zu überbieten. Vor dem vorletzten Rennwochenende mit zwei Rennen in Shanghai besitzen acht von 22 Teams noch theoretische Chancen auf den Titel. In der besten Ausgangslage befindet sich die Schweiz. Wenn es für die Schweizer in China ganz gut läuft, könnten sie sogar schon vor dem Finale in Brands Hatch als Meister feststehen.

Wenn das Schweizer Team in China den Vorsprung von momentan 15 auf 33 Punkte vergrößern kann, wird das Saisonfinale Anfang Mai in England nur noch zum Schaulaufen. Zwei Spitzenresultate in Shanghai genügen allerdings nicht; es müsste sich auch sehr viel Pech bei den Gegnern dazu gesellen. Angesichts dieser Situation lautet der Auftrag für Neel Jani, sein Augenmerk auf das Saisonziel zu richten. Der Gewinn des Titels ließe den Ärger über die strittigen Entscheidungen der Rennleitung in Mexiko, die die Schweiz mindestens zwölf Punkte gekostet haben, spätestens in Brands Hatch endgültig verrauchen.

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In den beiden vergangenen Jahren hatte Jani in Shanghai wegen Formel-1- respektive ChampCar- Verpflichtungen gefehlt. Den größten Teil der Strecke kennt der Schweizer aber aus seiner Zeit als Mitglied des Formel-1-Teams Toro Rosso; im September 2006 kam er dort am Freitag vor dem Grand Prix als Testfahrer zum Einsatz. Für die A1GP-Serie wird die 5,4 km lange Strecke wie vor einem Jahr auf 4,6 km verkürzt; drei Kurven werden nicht befahren, dafür eine zusätzliche Schikane.

Als Schweizer Rookie fungiert zum zweiten Mal in dieser Saison Alexandre Imperatori. Der im Kanton Freiburg geborene, am 19. April 21 Jahre alt werdende schweizerisch-deutsche Doppelbürger kennt die fernöstlichen Rennstrecken nach zwei Saisons in der chinesischen und asiatischen Formel-Renault-Meisterschaft recht gut. Imperatori wohnt seit einiger Zeit in China. Kürzlich ist er von Zhuhai, wo er Mitte Dezember bei seinem Debüt als Schweizer Rookie einen guten Eindruck hinterlassen hatte, nach Shanghai umgezogen.

Die vier bisherigen Rennen in Shanghai wurden von vier verschiedenen Fahrern gewonnen: Im April 2006 hatten sich Malaysia (Alex Yoong) im Sprint und Tschechien (Tomas Enge) im Hauptrennen durchgesetzt. Ein Jahr danach triumphierten Großbritannien (Robbie Kerr) und Neuseeland (Jonny Reid). Letztere gehören zu den Hauptgegnern der Schweiz im Kampf um den Titel. Dazu kommt Frankreich, das erstmals den ehemaligen Formel-1-Fahrer Franck Montagny einsetzt.